Gestern, Samstag den 20.6.2026, fand um 17 Uhr am Neufelder See der Sprinttriathlon statt. Mein erster Triathlon seit 2019, dementsprechend aufgeregt war ich natürlich auch. Auch in Hinblick auf meine Schultern, ob das noch geht.
Gleich vorweg: 1:18:32, Platz 4 in meiner Altersklasse 55-59, und Platz 37 ingesamt.
Bis ca. 13 Uhr war es heiß, sehr heiß, doch dann kamen Wolken, ein etwas stärkerer Wind, aber der Regen blieb aus. Doch diese kleine Front hat sich bald wieder verzogen gehabt, beim Rad fahren ging noch etwas der Wind bei 30°C, beim Laufen war die pralle Sonne wieder da, und es war wieder sehr heiß. So lässt sich kurz die Wettersituation beschreiben.
Aber von Beginn weg:
Das Schwimmen. Ich wusste schon im Vorfeld, dass das Schwimmen mein Problemfeld sein wird. 1x in der Woche Schwimmtraining ist definitiv zu wenig, dazu noch die lange Schwimmpause im April/Mai, aber für eine Sprintdistanz reicht es, um nicht unterzugehen. Genau so war es auch, ich bin nicht untergegangen, aber es war anstrengend. Da der See über 24°C hatte, war Neoprenverbot, was ich sehr begrüßt habe. Eigentlich stelle ich mich beim Schwimmstart immer am Rand auf, da ich es nicht mag, mittendrin zu schwimmen. Ich habe da immer das Gefühl, ich könnte schneller schwimmen, aber man ist eingezwickt, kommt aus der Gruppe nicht raus. Daher nehme ich gerne einen kleinen Umweg in Kauf, da ich am Rand des Feldes eine Spur weiter schwimmen muss, vor allem bei den Bojen, aber dafür schwimme ich mein Tempo. Gestern hatte ich es übersehen, und ich war mitten drin beim Schwimmen, mittendrin in den üblichen Schlägereien (die natürlich nicht absichtlich geschehen). Es hat etwas gedauert, bis ich in meinen Rhythmus gekommen bin. Die letzten 300m war es dann so, dass ich endlich halbwegs in Fahrt gekommen bin und noch einige Schwimmer überholen konnte. 15:57 sind keine besondere Leistung, aber ich habe es überstanden.
Der Wechsel vom Schwimmen zum Rad:
1:24. Alles ist gut gelaufen, es war ein gemütlicher Wechsel. Wichtig war mir aber, dass dieser Wechsel klappt.
Das Rad fahren:
20km in 34:08. Da ich beim Schwimmen relativ langsam war, war ich am Anfang des Radfahrens etwas weiter hinten. Bereits auf den ersten 5km habe ich einige andere überholt. Es lief, sehr gut sogar. Auch wenn mir der alte Streckenverlauf, wo man noch im Uhrzeigersinn gefahren ist, besser zugesagt hat. Aber so, entgegen dem Uhrzeigersinn, ist es fairer, da man unmittelbar nach dem Radstart den Bahnübergang hat, und niemand durch einen geschlossenen Bahnschranken gestoppt wurde.
Ich konnte am Rad von Anfang an richtig Druck machen, war super unterwegs, allerdings die zweiten 10km war ich alleine unterwegs. Windschattenfahren wäre in meinem Fall unmöglich gewesen. Mit meiner Radleistung bin ich sehr zufrieden.
Der Wechsel vom Rad zum Laufen:
1:41. Dieser Wechsel ist bei mir immer etwas langsamer, da ich nicht ohne Socken laufen kann. Aber dieses Mal kam noch die Erschwernis hinzu, dass ich nicht anstatt der handelsüblichen Schnürsenkel Lock Laces verwende. Das war mein Fehler. Ich habe zu lange mit dem Kauf von Lock Laces, also elastische Schnürsenkel die man nicht mehr schnüren muss, sondern wo man in den Schuh reinschlüpft und gleich loslaufen kann, zugewartet habe. Ich habe keine in der Farbe passende Lock Laces gefunden, habe daher eine andere Marke gewählt. Bei dieser Marke sind die Schnürsenkel aber eine Spur dicker, wodurch sich die Schnürsenkel nicht einfädeln ließen. Daher musste ich die normalen Schnürsenkel nehmen, was bedeutet, dass ich nach einem harten Radfahren mit einem hohen Puls die Schnürsenkel erst binden musste. Ist nicht so einfach, und das zeigt sich auch in der Zeit. Da sind gleich mal 30, 40 Sekunden weg, die sich beim Laufen nicht mehr einholen lassen.
5,2km Laufen:
25:21. Der Wind war weg, die Wolken waren weg, die Sonne war voll da, und es war heiß. Nach dem Bewerb um 19 Uhr hatten wir 32°C, beim Laufen wird es daher auch 32°C und mehr im nur spärlich vorhandenen Schatten gehabt haben. Gleich zu Beginn konnte ich einige Teilnehmer überholen, danach noch 2. Ich selbst wurde von 2 Staffelteilnehmern und 2 Sprintbewerbteilnehmer überholt, wobei der 2. Sprintbewerbteilnehmer, der mich überholt hat, leider in meiner Altersklasse war. Die meiste Zeit war es so wie beim Rad fahren, dass ich alleine gelaufen bin, was nicht so einfach ist.
Ich habe um eine Spur zu schnell begonnen, was ich nach 3km spürte und etwas nachlassen musste. Aber dennoch konnte ich in einem Schnitt von 4:53/km laufen. Auf dem letzten Kilometer wollte ich noch mal etwas steigern, aber es war nicht mehr drinnen, der Tank war leer.
Ich bin als 4. in meiner Altersklasse ins Ziel gekommen, 37 Sekunden hinter dem 3. platzierten, und als 37. in der Gesamtwertung. Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden, die Schultern haben kein Problem gemacht, und es hat mir wieder richtig Spaß gemacht.
Zum Schluss noch kurz zur Veranstaltung selbst:
Sehr gut organisiert von Robert Pscheidl (P3 Event Agentur)! Der Neufelder See ist eine wunderschöne Lokation, die Radstrecke ist nicht leicht, aber auch nicht anstrengend, kann jeder absolvieren, und die Laufstrecke ist eine flache Runde. Für mich ist immer das Finisherbuffett wichtig 😂. Wenn es dort einen Kuchen gibt (vor allem in der Steiermark gibt es immer die ganz leckeren selbstgemachten Kuchen), dann bin ich der glücklichste Mensch. Auch gestern gab es einen Kuchen, was mich glücklich machte 😉.
Der Neufelder See Triathlon ist eine tolle Veranstaltung, und da es neben dem Sprintbewerb auch die olympische Distanz gibt, man auch in Staffeln starten kann, ist dieser Bewerb für alle geeignet. Ich bin sehr gerne dort.
750m schwimmen: 15:57
Wechsel 1: 1:24
20km Rad: 34:08
Wechsel 2: 1:41
5,2km laufen: 25:21
Total: 1:18:32
















