Hobbytriathlet Markus Counter / Zhler

Freitag, 1. Mai 2026

Leobersdorfer Brückenlauf - 45:37 für 10km

Im letzten Eintrag habe ich noch geschrieben, dass ich keine Erwartungen an diesen 10km Lauf habe, schon eine Zeit knapp unter 50 Minuten eine sehr gute Leistung für mich in diesem Jahr ist. Das war kein Tiefstappeln, kein Untertreiben, das war Tatsache, ernst gemeint. Ich bin sogar von schlimmeren ausgegangen, hatte eine Zeit von knapp unter 60 Minuten befürchtet.

Es sind nun ca. 3 Wochen, in denen ich wieder schmerzfrei laufen kann, ich allerdings sehr vorsichtig und zurückhaltend beim Lauftraining war. Seit 4. April kann ich wieder regelmäßig laufen, davor war es ca. 2 Monate so, dass ich nur sporadisch mal den einen oder anderen kurzen Lauf machen konnte, aber immer wieder nach wenigen Kilometern abbrechen musste, weil der Schmerz im hinteren Oberschenkel zu groß war. Daher war mein Training in den letzten Monaten sehr radlastig.

Heute war es so, dass ich mich schon früh am Morgen sehr gut und lange aufgewärmt habe, ich dabei Freeletics genutzt habe. Danach war ich 15 Minuten am Rad, im Keller auf der Rolle, aber das waren wirklich intensive 15 Minuten im hohen Pulsbereich und mit hoher Trittfrequenz. 30 Minuten vor dem Start habe ich nochmals sehr gut aufgewärmt, was ich sowieso immer vor Wettkämpfen mache, und dann ging es schon los.

 Den ersten Kilometer habe ich mich dieses mal wirklich sehr zurückgehalten und mich nicht wie sonst total abgeschossen. 4:22 trotz Zurückhaltung, so schnell bin ich schon sehr lange nicht mehr einen Kilometer gelaufen, und es waren keine Schmerzen da. Der zweite Kilometer ist bei mir immer langsamer, 4:40. Dann hatte ich das Glück, dass ein Läufer auf mich aufgelaufen ist, der sehr konstant 4:30 gelaufen ist, und der somit ohne sein Wissen mein Pacemaker wurde. Es ging die nächsten Kilometer ziemlich konstant in 4:30 dahin, bis er bei km 8,5 einen Einbruch erlitt. Davor war es schon so, dass ich einige Zeit neben ihm gelaufen bin, er sich dabei schon fast mehr an mich als ich mich an ihm orientierte. Aber bei km 8,5 musste er leider abreißen lassen, was mir sehr leid für ihn tat. Ich war zu diesem Zeitpunkt aber in einem sehr guten Rhythmus, konnte das Tempo beibehalten und kam nach 45:37 ins Ziel. 

Ich bin ein Wettkampfschwein. Das weiß ich, das stellt sich sehr oft heraus. Sobald ich an der Startlinie stehe, kann ich an meine Grenze und zum Teil über meine Grenzen gehen, was ich im Training nur ganz, ganz selten schaffe. Für mich war dieser 10km Lauf nach Jahren endlich wieder mal ein sehr erfreulicher Lauf, noch dazu ohne Schmerzen (mal abgesehen von den üblichen Schmerzen, die man üblicherweise bei einem Wettkampf hat), und vor allem ohne Verletzungen NACH dem Lauf. Es tut mir nichts weh, keine Wade, kein Oberschenkel, keine Achillessehne, es ist alles in Ordnung.

Wie immer war der Leobersdorfer Brückenlauf top organisiert, mit einem prall gefüllten Startersackerl, wenn man Stammgast ist (5x muss innerhalb einer gewissen Zeit teilgenommen haben). Das rundherum top, man kann danach gemütlich zusammen sitzen, es gibt ausreichend und verschiedene Verpflegungen, ein kleines Volksfest. Und wie immer ist es jedes Mal ein Vergnügen, den kleinsten bei deren Wettkampf zuzusehen.  

 

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