Hobbytriathlet Markus Counter / Zhler

Sonntag, 26. April 2020

Was ist nun geplant in diesem Jahr

Es sind mittlerweile ein paar Wochen her, dass wir von unserem Urlaub zurück sind. Seitdem ist ein triathlonspezifisches Training nicht wirklich mehr möglich, aber stört mich das???

Als wir vom Urlaub zurückgekommen sind hatte ich ziemliche Startschwierigkeiten, um wieder in das Training zu finden. Nach 9 Tagen in der Sonne in Dubai, wo es beim Aufstehen schon über 20°C hatte, und ich die lange Hose nur dem gesellschaftlichen Zwang wegen ab und zu anziehen musste, war es für mich sehr schwer, zu Hause morgens (ca. 5:00) bei Temperaturen um den Gefrierpunkt dick eingemummt das Lauftraining zu absolvieren. Das Rad fahren hatte ich die ersten Wochen der Coronakrise noch im Keller auf der Rolle absolviert, aber die letzten 3 Wochen bin ich mit dem Rad im Freien unterwegs, wo ich nachmittags schon kurz/kurz fahren kann, also kurze Hose und kurzes Trikot. Aber schwimmen ist seit Wochen nicht mehr möglich, was mich aber nicht stört.

Für heuer wäre ich bereits bei der Challenge St. Pölten Ende Mai angemeldet gewesen, der Bewerb wurde aber abgesagt. Um ganz ehrlich zu sein: mit den Startschwierigkeiten bez. meines Trainings nach dem Urlaub war ich gar nicht traurig, dass dieser Bewerb abgesagt wurde. Challenge hätte die komplette Startgebühr zurückgezahlt, doch ich habe mich dazu entschieden, den Solidaritätsbeitrag von 70,- an die Challenge zu zahlen. Ich finde es toll, dass es Leute, Vereine, gibt, die solche Bewerbe auf die Beine stellen, die viel Zeit investieren, die aber auch trotz einer Absage Kosten haben. Obwohl ich von den 70,- heute nichts habe, soll meiner Meinung nach der Veranstalter diese 70,- bekommen, damit er in Zukunft weiterhin Bewerbe veranstalten wird. Ich sehe die 70,- als Investition in die Zukunft, damit wir nächstes Jahr wieder an schönen Bewerben starten können.

Am 1.5. wäre in Leobersdorf ein 10km Lauf gewesen. Seit sehr vielen Jahren starte ich dort schon, und dieser Lauf ist für mich immer ein Gradmesser, wo ich derzeit stehe. Die Veranstalter haben sich schon sehr früh dazu entschieden, dass sie den Bewerb absagen. Auch hier hätte der Veranstalter die volle Startgebühr in der Höhe von 21,- zurücküberwiesen, aber man hat auch die Möglichkeit, das der Veranstalter den Betrag an einen wohltätigen Verein, dem Sterntalerhof, spendet. Auch hier habe ich mich dazu entschieden, dass der Veranstalter meine komplette Startgebühr an den Sterntalerhof überweist.

Ich hätte dann noch geplant gehabt, dass ich Mitte Juni in Neufeld an der Leitha über die olympische Distanz starte, sowie Mitte August in Steinbrunn über die Sprintdistanz. Leider wurden auch diese Bewerbe abgesagt.

Für mich sieht es nun so aus, dass ich heuer bei keinem Bewerb teilnehmen werde. Ich bin momentan nicht motiviert für einen Wettkampf, ich absolviere zwar mein Lauf- und Radtraining, das Lauftraining mehr schlecht als recht, aber Wettkämpfe werde ich heuer keine machen. Wie es nächstes Jahr aussehen wird, weiß ich nicht.

Eigentlich hätte ich geplant gehabt, dass ich nächstes Jahr nochmals beim Ironman Austria starten möchte, doch derzeit ist meine Lust daran sehr, sehr gering. Derzeit sage ich mit einer 90%igen Wahrscheinlichkeit, dass ich im nächsten Jahr NICHT am Ironman Austria teilnehmen werde, und ich momentan noch nicht weiß, was ich nächstes Jahr überhaupt machen werde. Werde ich mich wieder nur auf das laufen konzentrieren, und gar keine Triathlons mehr bestreiten? Das Schwimmtraining geht mir derzeit überhaupt nicht ab, und lange Radausfahrten möchte ich derzeit auch nicht machen. Aber wer weiß, was in ein paar Wochen sein wird, vielleicht hat sich da meine Motivation schon wieder geändert.

Sonntag, 29. März 2020

Hochzeitsreise

Meine Frau hat sich vor vielen, vielen Jahren gewünscht, dass wir zu unserem 20. Hochzeitstag eine Kreuzfahrt machen. Heuer ist es soweit, wir feiern im Sommer unseren 20. Hochzeitstag. Und ich habe sie schon zu Weihnachten mit einer Kreuzfahrt, die wir jetzt im März gemacht haben, überrascht.

Seit 16 Tagen, also seit Freitag dem 13.3., sind wir von unserer Hochzeitsreise zurück, gerade rechtzeitig vor der totalen Coronakrise.

Wir waren insgesamt 9 Tage unterwegs, die ersten 2 Tage haben wir in Dubai, im Hotel Atlantis The Palm verbracht, mit Blick Richtung der Skyline von Dubai.


Das Wetter war angenehm, tagsüber knapp an die 30°C, in der Nacht 20°C, wir konnten somit bei offener Balkontür schlafen, und unter Tags baden gehen. In diesen 2 Tagen in Dubai haben wir uns ein klein wenig von Dubai angesehen, darunter natürlich auch den Burj Khalifa, aber ich habe meine Frau auch mit einem Delphinschwimmen überrascht.

Es handelte sich dabei um ein Schwimmen mit den Delphinen im tiefen Wasser, wo wir zuerst den Delphin berühren und streicheln durften, etwas kuscheln, doch dann das Highlight: jeder von uns 5 Teilnehmern durfte 2 Runden mit dem Delphin im tiefen Wasser schwimmen.


Das war ein tolles Erlebnis, was meiner Frau besonders gefallen hat, aber auch mir hat es sehr großen Spaß gemacht.

Am Freitag, dem 6.3. war es dann soweit, es ging auf das im Hafen in Dubai liegende Kreuzfahrtschiff AIDAprima. Für uns war es die allererste Kreuzfahrt, wir hatten keine Ahnung, wie es uns ergehen wird, ob wir seekrank werden, ob es uns gefallen wird, was uns erwarten wird, welche Kleidung wir mitnehmen sollen usw., komplettes Neuland also.

Wir hatten eine Verandekabine Komfort, dabei handelt es sich um Außenkabine mit einem schönen Balkon. Die Kabine war zu unserer Überraschung sehr geräumig, wir hatten einen begehbaren Schrank, ein Doppelbett, eine Couch, und wie schon geschrieben, einen großen Balkon, wo 2 Liegen gestanden sind, und es gab sogar eine Hängematte.

Generell waren wir sehr angetan von der AIDAprima, ein großes Schiff mit insgesamt 5 Buffetrestaurants, 3 Spezialitäten und 3 A-la-carte Restaurants, und einer Vielzahl an Bars. In den Bars und Clubs gab es jeden Abend viele Partys, wo wir natürlich von einer Party zur anderen gegangen sind und meist im Brauhaus bei der Mallorcasause, deutsche Schlagerparty usw. hängengeblieben sind. Langweilig wurde uns definitiv nicht, was auch damit zusammengehangen hat, dass im Theatrium jeden Tag um 19:00 und 21:00 eine tolle Show gezeigt wurde, und um 20:00 gab es im Theatrium Thobias' Prime Time. Durch Zufall sind wir gleich am ersten Tag bei der Prime Time hängengeblieben, und das wurde für uns ein Fixtermin im 20:00. Thobias hatte von 20:00 bis ca. 20:40 immer sehr interessante Gäste, wie z.B. den Kapitän, es wurde immer Interessantes erzählt, und es gab immer einen kurzen Film von den Ausflügen. Sehr empfehlenswert diese Prime Time, welche, genauso wie die Shows, im Bordfernsehen live in den Kabinen angesehen werden konnte.

Nun zur Route:
geplant wäre gewesen, dass wir von Dubai nach Muscat (Oman) fahren, dann nach Abu Dhabi, von dort nach Bahrain, und von Bahrain zurück nach Dubai. Jedoch 2 Wochen vor Antritt der Kreuzfahrt wurden wir darüber informiert, dass Bahrain den Hafen für Kreuzfahrtschiffe wegen dem Coronavirus geschlossen hat, wir daher einen Tag mehr in Abu Dhabi sein werden. Zuerst waren wir traurig, weil wir für Bahrain schon einen Ausflug zur Formel1 Strecke geplant hatten, doch wir haben es positiv gesehen, wir hatten 1 Tag mehr Zeit für Abu Dhabi.

Und genau das ist das interessante an einer Kreuzfahrt: man ist in vielen verschiedenen Städten und kann sich sehr viel ansehen. Wir haben das natürlich ausgenutzt und uns sehr viel angesehen. Einen Ausflug haben wir über AIDA gemacht, nämlich die Formel1 Strecke in Abu Dhabi, die sich meine Frau unbedingt ansehen wollte, da war auch die Ferrari Worl inbegriffen, ansonst haben wir die Ausflüge auf eigene Faust gemacht. Das war überhaupt kein Problem, in jedem Hafen standen sehr viele Taxis bereit, wir mussten nie auf ein Taxi warten, und die Preise für ein Taxi sind sehr günstig.

Wir haben in den 7 Tagen unserer Kreuzfahrt sehr viel gesehen, wir haben uns sehr viel angeschaut, die Zeit verging wie im Flug. Wir hatten tolles Wetter, am Schiff konnten wir in der Sonne liegen und Farbe tanken, wenn wir die Ausflüge machten, war es aber noch nicht zu heiß. Das Wetter war somit sowohl für einen Badeurlaub als auch für einen Urlaub, wo man sich was ansehen will, genau richtig.

Wir waren sehr begeistert von unserer Kreuzfahrt, das Konzept von AIDA ist super, unsere Kabine war ein Wahnsinn, das Essen war hervorragend, es hat ganz einfach alles gepasst. Absolut empfehlenswert. Ich war, gleich als meine Frau vor vielen, vielen Jahren gesagt hat, dass sie eine Kreuzfahrt machen möchte, sehr skeptisch, doch ich war dann sehr positiv überrascht, und es hat mir sehr gut gefallen! Und wir wurden nicht seekrank, man hat überhaupt nicht gespürt, dass sich das Schiff bewegt.

Sonnenuntergang auf der Fahrt vom Oman nach Abu Dhabi

Emirates Palace, Abu Dhabi

Qasr Al Watan - Präsidentenpalast, Abu Dhabi

Scheich Zayid Moschee, Abu Dhabi

Burj Khalifa, Dubai



Mittwoch, 12. Februar 2020

Hurra, ich kann wieder laufen!

Die Verkühlung ist abgeklungen, die Nase ist allerdings noch immer ein klein wenig verstopft, und, was am wichtigsten ist: die Beine schmerzen nicht mehr.

In den letzten 14 Tagen war ich jetzt insgesamt 8x laufen, und es geht wieder. Fast keine Schmerzen in den Waden und den Sehnen. Der Puls ist zwar noch hoch, das Tempo niedrig, normalerweise sollte es umgekehrt sein, aber es wird schon wieder schön langsam.

Go!-Coach schreibt derzeit noch in meinen Trainingsplänen, dass ich es um diese Zeit noch ruhig angehen lassen soll, was mich beruhigt, und ich freue mich mittlerweile schon auf die richtig langen und die kurzen, knackigen Läufe.

Am Rad sieht es derzeit gut aus, obwohl meine letzte Ausfahrt im Freien schon sehr lange zurück liegt und ich momentan nur auf der Rolle trainiere, auch beim schwimmen sieht es nicht so schlecht aus, wobei ich auch hier auf Grund der Verkühlung eine 2wöchige Pause eingelegt hatte.

Aber jetzt kann es voran gehen!

Sonntag, 26. Januar 2020

Es will nicht laufen...

Seit Silvester plagt mich eine Verkühlung, die nicht und nicht verschwinden will. Die ersten 4 Tage in diesem Jahr habe ich gleich mal mit einer kompletten Sportpause begonnen, aber immer wieder holt mich die Verkühlung ein. Dazu kommt noch, dass ich 2 Wochen Laufpause gemacht habe, da im linken Fuß die Achillessehne schon so sehr gezwickt hat, dass ich nicht einmal mehr ohne Schmerzen gehen konnte, an laufen war schon gar nicht zu denken.

Die Achillessehne scheint sich so weit wieder erholt zu haben, die Verkühlung ist jedoch am Donnerstag wieder ziemlich stark zurückgekommen.

Das Resultat:
vom 1. Jänner bis heute, 26. Jänner, war ich nur 4(!!!) mal laufen. Auch das schwimmen musste ich im Jänner immer wieder aussetzen, was doch geschmerzt hat, da ich gerade im schwimmen recht gut mit Hilfe der Trainingspläne von Go!Coach aufgestellt war. 
Einzig das Rad fahren habe ich brav durchgezogen, wobei ich seit Dezember alle Radeinheiten im Keller auf der Rolle absolviere.

Am Rad sieht es derzeit nicht so schlecht aus, auch das schwimmen passt, aber das laufen klappt momentan überhaupt nicht. Aber in den Go!Coach Trainingsplänen wird derzeit immer wieder betont, dass ich mich im Wintertraining befinde, es daher noch kein Problem darstellt, wenn die eine oder andere Trainingseinheit ausfällt bzw. gegen eine andere Disziplin, z.B. laufen gegen Rad fahren, getauscht wird.

Ich hoffe, dass es mir bald gesundheitlich besser gehen wird, und ich endlich voll mit allen drei Disziplinen durchstarten kann! Bis zum ersten Wettkampf ist ja noch ein wenig Zeit, euer Markus.

Donnerstag, 2. Januar 2020

Alles Gute im neuen Jahr

Ich wünsche allen ein schönes neues Jahr!

Mich hat es in der Silvesternacht gesundheitlich erwischt. Nachdem meine Liebste schon seit ca. 2 Wochen mit Schnupfen und Husten sowie Halsschmerzen geplagt ist, hat es mich nun auch erwischt. Die letzten Tage im alten Jahr war ich schon leicht angeschlagen, aber ein Training war möglich. Doch nun habe ich mir ab dem 1.1. selbst einen Trainingsstop verschrieben, bis ich wieder komplett gesund bin.

Für diese Woche hätte ich 9 Trainingseinheiten geplant gehabt, doch bisher stehen nur 3 zu Buche, und es werden in dieser Woche wahrscheinlich nicht mehr werden. Vielleicht werde ich gegen Wochenende noch die eine oder andere Einheit auf der Rolle absolvieren, aber derzeit sieht es nicht danach aus.

Ich bin dann gespannt, wie Go!Coach darauf reagieren wird, wie der Trainingsplan für die kommende Woche aussehen wird. Bisher bin ich sehr zufrieden mit Go!Coach, und ich denke, dass dieses System auch in so einer Situation toll reagieren wird. Aber schauen wir mal.

Markus!

Montag, 9. Dezember 2019

Go!Coach - Erfahrungsbericht nach 4 Wochen Test

Mittlerweile ist meine kostenlose Probemitgliedschaft bei Go!Coach vorbei, und ich habe mich entschlossen, mit Go!Coach weiterzumachen.

Die ersten 4 Wochen bei Go!Coach, einem Programm, welches auf Grund vom Athlethen vorgegebener Daten und der Trainingsdaten der jeweils vorherigen Woche einen Trainingsplan erstellt, sind kostenlos, danach zahlt man 16,40 pro Monat. Meiner Meinung nach ist das ein sehr guter Preis.

Wie schon im Post zuvor erwähnt will ich keine 90,- oder mehr im Monat für einen Trainer ausgeben. Ein persönlicher Trainer hat definitiv seine Vorteile, ich hatte ja selbst 2 Jahre lang einen sehr guten Trainer, mit dem ich tolle Fortschritte gemacht hatte, doch für meine derzeitigen Ansprüche benötige ich keinen Trainer. Und da ist für mich Go!Coach vollkommen passend und hoffentlich richtig.

Die kommende Saison habe ich nichts großartiges geplant, daher ist Go!Coach ein Versuch wert. Wird keine Leistungssteigerung ersichtlich sein, ist es kein Malheur, wird es eine Leistungssteigerung geben, dann wird es mich sehr freuen. Der erste Test, wie das Training mit Go!Coach anschlägt, wird am 1.5.2020 beim Leobersdorfer Brückenlauf (10km) sein.

Ich habe nun 4 Wochen Go!Coach getestet, habe damit herumgespielt, Daten eingegeben und ausgebessert, mehrmals Trainingspläne ändern lassen, immer um zu sehen, wie reagiert dieses System, wie werden die Trainingspläne mit anderen Parametern aussehen. Das System hat meiner Meinung nach immer sehr gut auf diverse Änderungen reagiert, mir gefällt Go!Coach.

Was mir auch an Go!Coach gefällt ist die Art, wie auf das Training der vorherigen Woche reagiert wird. Ich wurde bereits 2x von Go!Coach eingebremst, da ich entweder zuviele Trainingseinheiten auf dem Plan haben wollte, bzw. weil ich zu hart trainiert hatte. Im darauf folgenden Plan wurde ich von Go!Coach darauf aufmerksam gemacht, dass ich nun eingebremst werde und ich es ruhiger angehen soll. Ich hatte mir erhofft, dass es so sein wird, und meine Erwartungen wurden erfüllt. Aber warten wir mal ab, wie sich das ganze entwickeln wird, wie die Resultate im Jahr 2020 aussehen werden.

Falls mir Go!Coach mal nicht mehr gefallen sollte, so ist das auch kein Problem, denn Go!Coach ist jederzeit kündbar.

Ich bekomme von Go!Coach nichts bezahlt oder geschenkt, ich bin bei Go!Coach ein Kunde wie jeder andere. Mir geht es nur darum, anderen Triathleten, Läufern oder Radfahrer meine Erfahrungen weiterzugeben, Athleten, die vielleicht wie ich auf der Suche nach einer günstigen Alternative zu einem Trainer, der doch um einiges teurer ist, sind, zu helfen.

Sonntag, 17. November 2019

GO!Coach

Der Ironman Austria am 7.7.2019 ist leider nicht so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin relativ locker ins Ziel gekommen, das Schwimmen war in Ordnung, das Rad fahren war in einem lockeren Grundlagentempo, und der Marathon war ein lockerer Longjog.

Bitte nicht falsch verstehen, der Ironman war schon anstrengend. Jedoch war es so, dass ich nie aus der Komfortzone rausgekommen bin, ich fast die ganze Zeit über im Grundlagentempo unterwegs war, da es ganz einfach nicht schneller ging. Aber wenn man im Training die meiste Zeit nur im lockeren Grundlagentempo, aus welchen Gründen auch immer, trainiert, so wie ich es getan habe, dann kann man nicht viel mehr erwarten.

Nach dem Ironman war es so, dass ich im Training zumindest am Rad bei Einheiten bis zu 2 Stunden mich überwinden konnte und schneller unterwegs war, doch beim Laufen ist absolut nichts gegangen. Daher habe ich mich schon im Sommer umgesehen, was ich da machen kann.

Die Option, dass ich weiterhin meine Pläne selbst schreibe, mein Training selbst gestalte, will ich zumindest für die kommende Saison nicht mehr weiter in Betracht ziehen. Ich weiß, dass ich dann wieder im Grundlagenbereich trainieren werde, ich beim Laufen definitiv nicht schneller werde. Daher brauche ich einen Trainingsplan von jemand anderem, der sie für mich erstellt.

Vor Jahren hatte ich mit Gerhard Brandl einen tollen Trainer. Die Trainingspläne waren an die jeweilige Person perfekt angepasst, auch das Wetter und die Wettkämpfe wurde immer berücksichtigt, es gab viel Hilfestellung usw. Allerdings ist es so, dass mir der Sport nicht mehr sooo viel wert ist, dass ich im Monat ca. 100,- für einen Trainer ausgebe.

Alternativen:
Die Zeitschrift Triathlon beinhaltet schon seit Jahren Gratis Trainingspläne für Triathleten. Viele Triathleten, die mit diesen Plänen trainieren, berichten viel positives von diesen Plänen. Ich lese regelmäßig diese Zeitschrift, schaue mir daher auch immer diese Pläne an, allerdins sind mir diese Pläne doch ein wenig zu allgemein gehalten. Ebenso gibt es im Internet solche Standardpläne zu finden.

Im Internet habe ich mir dann einige Plattformen angesehen, wo Trainingspläne angeboten, die, so das Versprechen dieser Plattformen, auf den Athleten zugeschnitten werden, und wo die Pläne von Woche zu Woche angepasst werden. Preis so um die 15 bis 20 Euro pro Monat. Vom Preis her wäre das für mich ok, 20 Euro im Monat geht für mich in  Ordnung. Mich interessiert aber die Anpassung der Pläne: je nachdem was man die Woche zuvor trainiert hat, wird der Plan die folgende Woche angepasst, aber man kann auch selbst Anpassungen vornehmen. Um jetzt nicht alle Plattformen aufzuzählen, die ich mir angesehen habe, und wo ich den Gratismonat ausprobiert habe, möchte ich nur 2 nennen:

2exercise.app: leider wurde hier vor kurzem auf eine App umgestellt, was mir nicht gefällt. Ich will etwas haben, wo ich in Ruhe zu Hause am PC, am großen Bildschirm, herumspielen und herumexperimentieren kann. Die App ist für mich, ich betone: für mich, nicht benutzerfreundlich, obwohl 2exercise ein recht gutes Angebot mit einer tollen Auswertung hätte. Aber ein App will ich nicht.

GO!Coach: von Beginn meiner Suche nach einer Plattform oder jemanden der mich beim Training unterstützt gab es für mich ein Rennen zwischen 2exercise und GO!Coach. Alle anderen Plattformen sind bald ausgeschieden, und nachdem 2exercise nur mehr als App (bzw. alternativ nur mehr als schlechte Webapplikation) angeboten wird, habe ich mich für GO!Coach entschieden.

Ich kann noch nicht sehr viel über GO!Coach sagen, da ich noch im Gratismonat bin und daher noch nicht viele Trainingspläne bekommen habe. Was ich aber bisher miterlebt habe, scheint diese Plattform schwer in Ordnung zu sein. Man kann seine Daten eingeben, seine Pulsbereiche usw., was mir allerdings fehlt ist die Möglichkeit, nach Watt am Rad zu trainieren. Man gibt jede Woche an, wieviel man trainieren kann, wieviel Zeit man hat, und nach diesen Eingaben werden die Pläne erstellt. Ändert sich was, z.B. man kann/will mehr oder weniger trainieren, kein Problem, eingeben und einen neuen Trainingsplan anfordern, der in wenigen Minuten fertiggestellt ist.

Ich habe gleich zu Beginn angegeben, dass ich 7 mal in der Woche trainieren möchte. Entweder habe ich was falsch eingegeben oder die Plattform was falsch verstanden, auf jeden Fall bekam ich einen Trainingsplan, wo drinnen stand, dass ich angegeben habe, ich möchte pro Disziplin 7x in der Woche trainieren, und das ist zuviel, mein Plan wird an eine für diese Zeit sinnvolle Anzahl an Einheiten angepasst. Ich habe das super gefunden! Es wird nicht das so hingenommen, wo ich es will, sondern mir gesagt, he, das passt nicht, mach es lieber so, denn das ist besser. Ich habe dann die Daten ausgebessert, angegeben, dass ich 2x schwimmen, 3x Rad fahren und 2x laufen möchte, und einen neuen Trainingsplan angefordert. Im neuen Trainingsplan wurde mir wieder genau beschrieben, was sinnvoll ist, was ich in welcher Reihenfolge trainieren soll usw. Anmerkung: die Reihenfolge der Einheiten ist nur ein Vorschlag, man kann die Einheiten auch anders reihen.

Das ist nur ein kurzer Auszug, was ich bisher mit GO!Coach erlebt habe. Ich bin derzeit mit GO!Coach zufrieden, mal schauen, wie sich die Pläne über die nächsten Wochen hinweg entwickeln werden. Ich beabsichtige mal mit GO!Coach bis in den Sommer 2020 zu trainieren (man kann jederzeit kündigen, falls einem die Pläne nicht mehr zusagen). Als Hauptwettkampf habe ich den Ironman Austria am 5.7.2020 angegeben, an dem ich nicht teilnehmen werde. Mich interessiert, wie die Pläne bis zum Ironman gestaltet werden, ob diese Pläne mich zu einem besseren Ergebnis führen werden, als es meine eigenen Pläne getan haben, und wenn ja, dann werde ich mit GO!Coach zumindest bis Sommer 2021 weitermachen, denn ich beabsichtige im Jahr 2021 nochmals beim Ironman Austria teilzunehmen.

Bei GO!Coach gibt meine seine geplanten Wettkämpfe an, und seine Ziele. Ich habe unter anderem den Ironman Austria am 5.7.2020 angegeben, und als Ziel habe ich 10:30 angegeben. Wie gesagt, ich werde nicht im Jahr 2020 starten, aber ich bin schon sehr auf die Pläne gespannt, die mich zu einer Ironmanzeit von 10:30 führen sollen, wie diese aussehen.

So, genug Werbung für GO!Coach gemacht (ich bekomme kein Geld, kein Vergütung, keine Ermäßigung oder ähnliches von GO!Coach), auf geht's, trainiert muss werden!