Hobbytriathlet Markus Counter / Zhler

Sonntag, 20. September 2020

Kein Wettkampf in dieser Saison

 Die Saison neigt sich schön langsam dem Ende zu, und es war die erste Saison seit ca. 20 Jahren, in der ich an überhaupt keinem Wettkampf teilgenommen habe. In den letzten Wochen wurden zwar einige Wettkämpfe veranstaltet, so auch an diesem Wochenende in Neufeld an der Leitha eine Sprint- und eine Kurzdistanz, oder heute in meiner Heimatgemeinde Kottingbrunn ein Charitylauf ohne Zeitnahme, doch ich habe seit vielen Wochen eigentlich gar keine Lust mehr auf einen Wettkampf. 

 

Ich hoffe, im nächsten Jahr wird alles anders aussehen und es können wieder Wettkämpfe wie vor Corona durchgeführt werden. Planen tu ich derzeit noch nichts für die nächste Saison, aber es wird ganz sicher keine Langdistanz dabei sein, und mit größter Wahrscheinlichkeit wird auch keine Mitteldistanz dabei sein. Wer weiß, ob ich überhaupt an einem Triathlon teilnehmen werde, denn seit Ende Februar habe ich das Schwimmtraining total eingestellt (mal abgesehen davon, dass ich Ende Juni beim Kurzurlaub in Pörtschach am Wörthersee morgens schwimmen war). Hoffentlich kann ich gegen Ende diesen Jahres bzw. Anfang des kommenden Jahres wieder mein Schwimmtraining aufnehmen. Defenitiv am Start stehen werde ich wieder beim Leobersdorfer Brückenlauf am 1.5., sofern dieser Lauf durchgeführt werden kann.


Für mich geht es bald in die Saisonpause, derzeit genieße ich noch das schöne Herbstwetter. Ich bin viel am Rad unterwegs, genieße nochmals die angenehmen Mittagstemperaturen beim Rad fahren, denn in Kürze wird es ja leider wieder so sein, dass ich wieder viele Einheiten im Keller durchführen muss, weil es dann für das Fahren im Freien zu kalt sein wird.


Noch kurz zu meinem Trainingszustand, meinem körperlichen Zustand:

Die vielen Radeinheiten heuer machen sich bemerkbar, ich fühle mich sehr gut am Rad. Ich merke es auch an den Rundenzeiten, dass ich am Rad sehr gut trainiert habe. Zu Beginn meiner "Triathlonkarriere" war das Rad fahren meine größte Schwäche, mittlerweile bin ich am Rad recht gut unterwegs.

Das Laufen war ja lange ziemlich holprig, ich war immer wieder verletzt, doch in letzter Zeit war ich vom Verletzungsteufel zum Glück befreit und konnte auch hier noch recht gut trainieren. Nach langer Zeit habe ich in den letzten Wochen auch wieder mit dem Intervalltraining begonnen, und es gefällt mir, jede Woche 1x ein Intervalltraining durchzuführen (Masochist). Aber ich merke, wie mir das Intervalltraining gut tut, wie ich endlich auch beim Laufen schön langsam wieder schneller werde.

Zum Schwimmen gibt es nicht viel zu sagen. Wie schon oft erwähnt habe ich meine letzte richtige Schwimmeinheit Ende Februar absolviert, und dann nichts mehr. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich wirklich gut schwimmmäßig unterwegs, doch leider war's dann damit vorbei. Ab Juni wollte ich regelmäßig in den Neufelder See schwimmen gehen, doch auch das war nicht möglich, denn auch dort konnte man nicht wie vor Corona vor Kassenöffnung schwimmen gehen. 


Jetzt werde ich voraussichtlich noch 3 Wochen genüsslich laufen und Rad fahren, eventuell auch noch die eine oder andere Woche anhängen, wenn das Wetter hervorragend ist, und dann geht es ab in die 2wöchige Saisonpause.

Montag, 10. August 2020

Go!-Coach gekündigt

 Ich habe meine Mitgliedschaft bei Go!-Coach gekündigt. Nicht, weil Go!-Coach schlecht wäre, sondern weil ich derzeit keine sportlichen Ziele habe. Go!-Coach ist meiner Meinung eine ganz tolle Anwendung, ein sehr gutes Produkt, aber für mich derzeit nicht mehr von Interesse. 

 

Ich bin Go!-Coach beigetreten, weil ich mich auf den Ironman 2021 vorbereiten wollte. Heuer wollte ich zum Test von Go!-Coach als Vorbereitung für den Ironman Austria 2021, wie die Pläne bei mir wirken, in St. Pölten bei der Challenge teilnehmen (1,9km schwimmen, 90km Rad fahren, 21,1km laufen), die wurde aber aus Coronagründen abgesagt. Ebenso all die anderen Bewerbe, an denen ich starten wollte. Daher werde ich heuer bei keinem Bewerb am Start stehen. Wie es 2021 aussehen wird, das weiß derzeit keiner. Und beim Ironman Austria 2021 will ich mich nicht anmelden, denn wenn ich mir ansehe, wie Ironman mit den Anmeldungen/Abmeldungen für heuer umgeht, und wenn es nächstes Jahr nicht anders wird, will ich nicht in dasselbe Dilemma kommen wie viele Athleten heuer.

 

Daher werde ich 2021 ganz sicher nicht beim Ironman Austria am Start stehen, und generell ist es momentan so, dass ich nicht viel Lust auf ein Ironmantraining habe. Daher weiß ich nicht, ob ich nochmals für einen Ironman trainieren werde... Aus diesem Grund sehe ich nicht wirklich die Notwendigkeit, dass ich mit Go!-Coach weitertrainiere, wenn ich derzeit nicht weiß, wie es bei mir weitergehen wird. 

 

Die Kündigung bei Go!-Coach war ganz unproblematisch. Ein kurzes Mail, dass ich kündige, schon bald darauf kam die Antwort, dass ich noch bis zur nächsten Zahlung, bei mir in 3 Wochen, Go!-Coach und die Pläne nutzen kann, und wenn ich dann noch länger Go!-Coach nutzen möchte, kann ich das gerne (natürlich gegen Bezahlung) machen. Mein Account wird stillgelegt, möchte ich wieder mal mit Go!-Coach trainieren, kann ich jederzeit meinen Account aktivieren lassen. 


Zum Abschluss nochmals:

ich finde Go!-Coach super, ein ganz tolles Produkt, welches ich sehr weiterempfehlen kann. Für mich macht es derzeit aber wenig Sinn mit Go!-Coach zu trainieren, daher meine Kündigung. Aber vielleicht werde ich irgendwann meinen Account wieder aktivieren lassen, wenn sich klare sportliche Ziele ergeben...

Montag, 6. Juli 2020

Endlich wieder schwimmen!

Nach mehr als 4 Monaten Schwimmpause war ich vergangene Woche endlich wieder schwimmen. Wir haben ein paar wunderschöne Tage in Pörtschach am Wörthersee verbracht, wo ich endlich wieder einmal schwimmen konnte. Ich war erstaunt, dass es gar nicht einmal so schlecht ging, jedoch von der Form, die ich bei meiner letzten Schwimmeinheit vor der C-Krise Ende Februar hatte, bin ich sehr, sehr weit entfernt.

Da jedoch heuer kein Wettkampf bei mir ansteht, ist es egal, und im Winter wird es hoffentlich wieder so weit sein, dass wir wieder ohne Gefahr im Hallenbad schwimmen könnten (hoffe ich).

Sonntag, 21. Juni 2020

Ist Go!-Coach sein Geld wert? Mein Fazit

Nachdem ich nun schon ca. 8 Monate mit Go!-Coach trainiere, will ich meine Meinung zu Go!-Coach hier sagen.

Kurzantwort zur Frage im Titel, ob Go!-Coach sein Geld wert ist:
Ja

Triathlon betreibe ich nun schon seit ca. 14 Jahren, ich habe 7 Ironman-Bewerbe hinter mir, viele Halbdistanzen und auch eine Menge Kurz- und Sprintdistanzen. Für meine erste Kurzdistanz habe ich ganz ohne Hilfe trainiert, ich hatte keinen Triathlontrainingsplan, keinen Trainer und auch keinen Triathlonverein. Aber nach dieser Kurzdistanz hatte ich auf Triathlon-Szene.de einen sehr guten Trainingsplan für die Langdistanz gefunden, mit dem ich im Jahr 2008 meinen ersten Ironman erfolgreich absolvieren konnte.

Nach dem Ironman im Jahr 2008 habe ich noch im Sommer desselben Jahres beschlossen einen Trainer zu finden, und ich wurde im August 2008 bei Gerhard Brandl fündig. 2 Jahre hat Gerhard für mich die Trainingspläne erstellt und mich bestens betreut, doch nach 2 Jahren war es genug. Zum einen wollte ich nicht mehr jedes Monat 90,- für einen Trainer ausgeben, zum anderen dachte ich, dass ich es alleine schaffen kann, mir meine Pläne selbst schreiben kann, mein Training selbst gestalten kann.

Die folgenden 2 Jahre ging es noch gut, da habe ich noch sehr viel von Gerhards Arbeit profitiert, doch dann kam die Stagnation. Anfangs habe ich das nicht so bemerkt, doch die Wettkämpfe haben es schonungslos aufgedeckt: ich wurde langsamer, was nicht unbedingt mit dem Alter zusammengehangen ist, im Training bin ich immer öfter nur mehr im Einheitstrott dahingelaufen, es war eigentlich nur mehr ein Training nach Lust und Laune.

Der Ironman vergangenes Jahr hatte mir ganz klar gezeigt, dass ich es nicht geschafft habe, mich selbst zu coachen. Ich habe den Ironman zwar gefinished, aber ich war alles andere als zufrieden mit meiner Leistung. Daher habe ich im Spätherbst vergangenen Jahres die Entscheidung getroffen, dass ich mit Hilfe von Go!-Coach trainieren werde.

Anfangs war ich noch skeptisch, ein Trainingsplan, welcher von einem Computerprogramm erstellt wird, kann das funktionieren? Heute kann ich sagen, ja das funktioniert, meiner Meinung nach sehr gut sogar.

Man gibt anfangs bei Go!-Coach seine Leistungsdaten bekannt, man gibt jede Woche bei der Erstellung des nächsten Wochenplanes bekannt, wie oft man für welche Disziplin trainieren kann, wieviele Einheiten man insgesamt in der nächsten Woche trainieren kann, wie man sich fühlt, und anhand dieser Daten wird ein neuer Wochenplan erstellt. Hat man einen Fehler gemacht oder ist man mit dem Plan nicht zufrieden, dann lässt man sich kostenlos einen neuen Plan für die nächste Woche erstellen. Ich habe davon schon einige Mal Gebrauch machen müssen, weil sich z.B. der Gesundheitszustand geändert hatte, und ich nicht laufen oder schwimmen konnte, weil sich im persönlichen Umfeld was geändert hatte, und ich somit weniger Einheiten trainieren wollte, usw. Funktioniert bestens!

Ich bin mit der Hilfe von Go!-Coach endlich wieder beim Training aus meiner Wohlfühlzone heraus gekommen. Das Training ist meiner Meinung nach abwechslungsreich, und Go!-Coach macht mir nicht den Eindruck, als ob es sich bei den Trainingsplänen um Pläne von der Stange handeln würde. Wenn ich z.B. die Trainingspläne von der Zeitschrift Triathlon hernehme, da werden jeweils für 4 Wochen Pläne angeboten, die für die Masse gelten. Für den Einstieg sind diese Pläne geeignet, um mal zu sehen, wie schaut ein geregeltes Training aus, aber diese Pläne sind nicht personalisiert, sie sind für die Masse. Kann man z.B. nur 1x pro Woche schwimmen, dann gibt es bei den Plänen von der Zeitschrift keine Alternative, ein Trainer hingegen berücksichtigt das, ebenso Go!-Coach.

Nun zu den einzelnen Disziplinen:
Schwimmen:
Mir gefallen die Schwimmpläne von Go!-Coach sehr gut, und ich habe bis zu meinem letzten Schwimmtraining Ende Februar sehr gute Fortschritte gemacht. So ein gutes Schwimmtraining wie mit den Plänen von Go!-Coach hatte ich schon lange nicht mehr, schade dass es seit März nicht mehr möglich ist zu schwimmen.
Schwimmpläne - Daumen hoch 👍

Rad:
Beim Radtraining erfolgt, wie auch beim laufen, ein Training nach Puls. Hier würde ich mir aber ein Training nach Watt wünschen. Nichts destotrotz finde ich auch die Radeinheiten sehr gut, bis dato bin ich knapp 6000km auf dem Rad unterwegs gewesen. Jede Woche ist ein Einheit für die Tempohärte dabei, die zwar anstrengend ist, die aber sehr viel bringt. Ebenso wird Kraftausdauer trainiert, und es wird auch auf eine hohe Trittfrequenz geachtet. Wünschenswert wäre auch ein Zwift-Trainingsplan.
Radpläne - ebenfalls Daumen hoch 👍

Laufen:
Im November ging es noch locker dahin, Training im niedrigen Pulsbereich, ganz easy. Doch schön langsam wird die Intensität gesteigert, man bekommt es nicht so richtig mit, weil es ein langsamer aber kontinuierlicher Anstieg ist. Und irgendwann ist man mittendrin, es stehen laufend Einheiten im hohen Pulsbereich auf dem Plan, abwechselnd mit lockeren Einheiten. Mir gefallen die Laufpläne sehr gut, auch wenn meine Beine oft nicht machten. Ich hatte immer wieder, wie schon die Jahre zuvor, mit Schmerzen und Verletzungen zu kämpfen, ich musste immer wieder Laufeinheiten für 1 oder 2 Wochen komplett streichen (ich habe mir dann immer einen neuen Plan angefordert), aber dennoch haben mich die Pläne von Go!-Coach auch für das Laufen perfekt vorbereitet. Neben den laufenden Schmerzen in den Beinen kommt noch hinzu, dass ich oft das Lauftraining ganz früh am Morgen (vor 5:00 morgens) absolviere, was aber bei mir bedeutet, dass ich um diese Uhrzeit gerade die intensiven Einheiten nicht in den vorgegebenen Pulsbereichen absolvieren konnte, ich doch deutlichst unter den vorgegebenen Pulsbereichen geblieben bin. Das heißt, hier muss ich ansetzen und das Training so gestalten, dass ich die intensiven Einheiten am Nachmittag oder Abend absolviere.
Auch beim laufen kann ich nur sagen: Daumen hoch 👍

Es gibt aber auch einiges, was mir nicht gefällt bzw. was ich vermisse:
Das Training nach Watt am Rad, darüber habe ich schon geschrieben.
Beim Schwimmen wurde mir bis heute noch keine Einheit im Freiwasser vorgeschlagen. Obwohl ich seit Ende Februar nicht mehr schwimmen war, habe ich mir gerade in den letzten Wochen immer wieder 1 Schwimmeinheit pro Woche in den Trainingsplan aufnehmen lassen, es war nie eine Einheit im See dabei.
Bei den Laufeinheiten sind zwar immer wieder Einheiten mit längeren Intervallen (z.B. 3x 5 Minuten in der nächsthöheren Leistungsstufe) dabei, aber ein richtiges Intervalltraining vermisse ich.

Was ich aber am meisten vermisst habe sind die Koppeltrainings. Bis heute wurde mir noch kein einziges Koppeltraining vorgeschlagen! Für einen kompletten Neueinsteiger ist das dann schon schwierig, denn der wird beim Wettbewerb doch einige Überraschungen erleben, wenn er zuvor den Wechsel vom Rad zum laufen nicht trainiert hat, aber ebenso ist es empfehlenswert, den Wechsel vom schwimmen zum Rad fahren ab und zu zu trainieren.

Das nicht vorhandene Koppeltraining ist meiner Meinung nach schon ein dickes Minus. Wenn man zuvor schon ein wenig Erfahrung mit einem Training für einen Triathlon hat, dann ist das überhaupt kein Problem, man nimmt sich eine Radeinheit und eine Laufeinheit aus dem Plan, und man führt mit diesen Einheiten ein Koppeltraining durch. Doch ein Neuling weiß das nicht...

Mein Fazit:
Ich bin positiv überrascht von Go!-Coach. Um 16,40 im Monat erhält man sehr gut Trainingspläne, die auf die persönlichen Umstände des Athleten eingehen, die sich immer wieder anpassen/anpassen lassen. Es gibt den einen oder anderen Punkt, den man verbessern könnte, aber dennoch handelt es sich bei Go!-Coach um ein ganz tolles Produkt um einen wirklich günstigen Preis. Die 16,40 sind definitiv keine Fehlinvestition. Es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob im ein Trainer um ca. 90,- im Monat mehr bringen könnte als das Produkt von Go!-Coach. Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass mir ein Trainer nicht mehr bringen würde, mir Go!-Coach um den Bruchteil dessen, wass ein Trainer kostet, genauso viel weiterhilft.

Daher nochmals die Beantwortung der Frage im Titel, ob Go!-Coach sein Geld wert ist:
definitiv ja.

Das heißt aber nicht, dass ich jetzt die nächsten Jahre nur mit Go!-Coach trainieren werde. Ich bin immer auf der Suche nach Neuem, immer wieder stoße ich im Internet auf neue Plattformen, die ich mir selbstverständlich ansehe. Wenn es mal ein Produkt geben sollte, welches mich wieder so überzeugt, dann kann es sein, dass ich von Go!-Coach weggehe, was überhaupt kein Problem darstellt, denn Go!-Coach kann man monatlich kündigen. Auch die monatliche Kündigung spricht für Go!-Coach.

Wenn jemand auf der Suche nach günstigen, aber sehr guten Trainingsplänen ist, dann würde ich Go!-Coach empfehlen. Man kann sich Go!-Coach die ersten 4 Wochen kostenlos ansehen und dann entscheiden, ob man weitermachen will oder nicht. Mir gefällt das Training mit Go!-Coach.

Zum Abschluss noch eine Anmerkung:
Ich werde von Go!-Coach nicht gesponsert, ich bezahle die vollen 16,40 pro Monat. Ich bin ein Hobbytriathlet wie sehr viele andere auch, einer aus der Masse. Was ich in diesem Artikel geschrieben habe ist ganz einfach meine Meinung, meine Erfahrung, und diese Erfahrung war ganz einfach positiv. Da auch ich immer wieder nach der Suche von Erfahrungsberichten bin, möchte ich ebenfalls meine Erfahrungen weitergeben und damit anderen bei der Entscheidungsfindung helfen. Ich bekomme aber nichts dafür bezahlt.

Samstag, 13. Juni 2020

Mein eigener "Triathlon"

Im Mai wollte ich bei der Challenge St. Pölten starten, morgen, Sonntag dem 14.5., in Neufeld an der Leitha an der olympischen Distanz teilnehmen, und für Mitte August hatte ich die Sprintdistanz in Steinbrunn geplant. Das waren mal die geplanten Bewerbe mit Stand Februar, und ich dachte mir, dass da sicher noch der eine oder andere Triathlon heuer dazukommen wird. Aber leider ist es ganz anders gekommen, meine geplanten Bewerbe wurden alle gestrichen, und obwohl nun schon einige Veranstalter bekannt gegeben haben, dass sie im Juli, August, September wieder Bewerbe durchführen möchten, habe ich keine wirkliche Lust auf Triathlonbewerbe.

Heute habe ich aber meinen eigenen Triathlon durchgeführt, allerdings ohne schwimmen. Das schwimmen hätte wenig bis keinen Sinn gemacht, da meine letzte Schwimmeinheit Ende Februar war, ich seitdem nicht mehr schwimmen gewesen bin. Daher nur 40km Rad fahren und 10km laufen. Einen Duathlon (laufen, Rad fahren, laufen) wollte ich nicht machen, mir haben Rad fahren und laufen gereicht.

Die 40km am Rad habe ich im Flachen in 1:08:10 abgespult, wenn man bedenkt, dass ich bei Ampeln und Kreuzungen stehen bleiben musste, nicht wie bei einem Bewerb jeden Meter voll drücken konnte, ist die Zeit nicht so schlecht. Dann ein schneller Wechsel und ab auf die Laufstrecke.

Die Laufstrecke ist nicht komplett flach, aber die paar Erhebungen sind nicht wirklich der Erwähnung wert. Für die 10km habe ich genau 50 Minuten benötigt. Die ersten 5km waren nicht so schlecht, da bin ich konstant 4:50 gelaufen, doch dann der Einbruch, weil ich keine Verpflegung und kein Trinken mit hatte, und ich die Hitze doch gespürt hatte. Ich bin mit den 50 Minuten zufrieden und bin mir sicher, dass ich bei einem Bewerb schneller gewesen wäre, weil da die Motivation, bis zum Ende hinzuhalten, doch größer ist. Dazu kommt, dass ich heuer noch nicht so viel laufen konnte, und ich immer wieder die Intensität beim laufen zurücknehmen musste, da mich immer wieder die Schmerzen in den Beinen gebremst haben. In Anbetracht dessen, was und wie ich beim laufen trainieren konnte, sind die 50 Minuten für die 10km schon ein sehr gutes Ergebnis.

Mir hat mein heutiger Triathlon sehr gut gefallen, und im August werde ich das ganze mit einem Sprintbewerb, und da dann hoffentlich mit einem schwimmen, nochmals durchführen.


Freitag, 22. Mai 2020

800 Kilometer

Für diese und die vergangene Woche habe ich einen sehr radlastigen Block eingeschoben. Schwimmen geht derzeit ja leider nicht, der See ist mir momentan noch zu kalt, und da das Wetter nicht so schlecht war, war ich viel mit dem Rad unterwegs

In den letzten 12 Tagen habe ich 11 Radeinheiten durchgeführt, insgesamt genau 800km, und das ganze mit einem Schnitt von 31km/h. Ok, die Radfahrer unter uns werden sagen, das ist ja gar nichts, für mich ist das aber schon viel, denn 400km pro Woche mit dem Rad habe ich bisher noch nicht durchgeführt. Man darf nicht vergessen, dass ich Laufeinheiten auch noch zu absolvieren hatte.

Mir hat es Spaß gemacht, doch jetzt wird es wieder Zeit, dass ich mich mehr auf das Laufen konzentriere, denn da sieht es nicht so gut aus, und ich habe geplant, dass ich ab kommender Woche im See schwimmen werde. Meine letzte Schwimmeinheit liegt schon sehr lange zurück, die war Ende Februar.

Da ich heuer an keinem Wettbewerb teilnehmen werde, macht es daher nichts aus, wenn ich mal 2 Wochen radlastig unterwegs bin bzw. das Schwimmen so lange ausgefallen ist. Trinews hat berichtet, dass es heuer vielleicht doch noch Triathlonbewerbe geben könnte, ich werde aber sicher nicht an irgendeinem Bewerb am Start stehen. Ich werde nach den Plänen von Go!-Coach weiter trainieren, zumindest mal bis Ende Juni, und dann werde ich weiterschauen. Zu den Plänen von Go!-Coach werde ich in Kürze einiges posten, ich möchte da noch ein wenig abwarten.

Ich hoffe, dass ihr beim Trainieren ohne einem konkreten Ziel, da es keine Wettkämpfe gibt, genauso viel Spaß habt wie ich!

Sonntag, 26. April 2020

Was ist nun geplant in diesem Jahr

Es sind mittlerweile ein paar Wochen her, dass wir von unserem Urlaub zurück sind. Seitdem ist ein triathlonspezifisches Training nicht wirklich mehr möglich, aber stört mich das???

Als wir vom Urlaub zurückgekommen sind hatte ich ziemliche Startschwierigkeiten, um wieder in das Training zu finden. Nach 9 Tagen in der Sonne in Dubai, wo es beim Aufstehen schon über 20°C hatte, und ich die lange Hose nur dem gesellschaftlichen Zwang wegen ab und zu anziehen musste, war es für mich sehr schwer, zu Hause morgens (ca. 5:00) bei Temperaturen um den Gefrierpunkt dick eingemummt das Lauftraining zu absolvieren. Das Rad fahren hatte ich die ersten Wochen der Coronakrise noch im Keller auf der Rolle absolviert, aber die letzten 3 Wochen bin ich mit dem Rad im Freien unterwegs, wo ich nachmittags schon kurz/kurz fahren kann, also kurze Hose und kurzes Trikot. Aber schwimmen ist seit Wochen nicht mehr möglich, was mich aber nicht stört.

Für heuer wäre ich bereits bei der Challenge St. Pölten Ende Mai angemeldet gewesen, der Bewerb wurde aber abgesagt. Um ganz ehrlich zu sein: mit den Startschwierigkeiten bez. meines Trainings nach dem Urlaub war ich gar nicht traurig, dass dieser Bewerb abgesagt wurde. Challenge hätte die komplette Startgebühr zurückgezahlt, doch ich habe mich dazu entschieden, den Solidaritätsbeitrag von 70,- an die Challenge zu zahlen. Ich finde es toll, dass es Leute, Vereine, gibt, die solche Bewerbe auf die Beine stellen, die viel Zeit investieren, die aber auch trotz einer Absage Kosten haben. Obwohl ich von den 70,- heute nichts habe, soll meiner Meinung nach der Veranstalter diese 70,- bekommen, damit er in Zukunft weiterhin Bewerbe veranstalten wird. Ich sehe die 70,- als Investition in die Zukunft, damit wir nächstes Jahr wieder an schönen Bewerben starten können.

Am 1.5. wäre in Leobersdorf ein 10km Lauf gewesen. Seit sehr vielen Jahren starte ich dort schon, und dieser Lauf ist für mich immer ein Gradmesser, wo ich derzeit stehe. Die Veranstalter haben sich schon sehr früh dazu entschieden, dass sie den Bewerb absagen. Auch hier hätte der Veranstalter die volle Startgebühr in der Höhe von 21,- zurücküberwiesen, aber man hat auch die Möglichkeit, das der Veranstalter den Betrag an einen wohltätigen Verein, dem Sterntalerhof, spendet. Auch hier habe ich mich dazu entschieden, dass der Veranstalter meine komplette Startgebühr an den Sterntalerhof überweist.

Ich hätte dann noch geplant gehabt, dass ich Mitte Juni in Neufeld an der Leitha über die olympische Distanz starte, sowie Mitte August in Steinbrunn über die Sprintdistanz. Leider wurden auch diese Bewerbe abgesagt.

Für mich sieht es nun so aus, dass ich heuer bei keinem Bewerb teilnehmen werde. Ich bin momentan nicht motiviert für einen Wettkampf, ich absolviere zwar mein Lauf- und Radtraining, das Lauftraining mehr schlecht als recht, aber Wettkämpfe werde ich heuer keine machen. Wie es nächstes Jahr aussehen wird, weiß ich nicht.

Eigentlich hätte ich geplant gehabt, dass ich nächstes Jahr nochmals beim Ironman Austria starten möchte, doch derzeit ist meine Lust daran sehr, sehr gering. Derzeit sage ich mit einer 90%igen Wahrscheinlichkeit, dass ich im nächsten Jahr NICHT am Ironman Austria teilnehmen werde, und ich momentan noch nicht weiß, was ich nächstes Jahr überhaupt machen werde. Werde ich mich wieder nur auf das laufen konzentrieren, und gar keine Triathlons mehr bestreiten? Das Schwimmtraining geht mir derzeit überhaupt nicht ab, und lange Radausfahrten möchte ich derzeit auch nicht machen. Aber wer weiß, was in ein paar Wochen sein wird, vielleicht hat sich da meine Motivation schon wieder geändert.