Hobbytriathlet Markus Counter / Zhler

Samstag, 9. August 2014

Lust und Laune?

Seit dem Ironman ist einige Zeit vergangen. Wie schon geschrieben, war der heurige Ironman für mich ein besonderer Bewerb, wo es nicht um eine gute Zeit oder eine besondere sportliche Leistung gegangen ist. Jetzt, wo ich ein wenig Abstand gewonnen habe, bin ich noch mehr davon überzeugt, dass es für mich das Beste war an diesem Bewerb teilzunehmen.

In der Zeit zwischen dem Ironman am 29.6. und heute (9.8.) war es so, dass es für mich nicht wirklich ein geregeltes Training gab. Ich habe mir meistens auf den Trainingsplan "Nach Lust und Laune" geschrieben, jedoch waren die Lust und Laune nur sehr selten vorhanden. Die vom Umfang her stärkste Woche hat gerade mal soviele Trainingsstunden wie eine Regenerationswoche im Mai. Auch die Intensität der Einheiten war nicht gerade hoch.

Morgen, Sonntag den 10.8., werde ich in Fürstenfeld bei der olympischen Distanz (1,5km schwimmen, ca. 46km Rad fahren und 10km laufen) starten. Für diesen Bewerb habe ich mich erst vor kurzem angemeldet, jedoch bin ich noch immer nicht so motiviert, wie ich es z.B. im Vorjahr war.

Es wird Zeit, dass die Saison zu Ende geht und ich Zeit zum Überlegen habe, wie es weitergehen soll. Fest steht, dass ich heuer ganz sicher eine viel längere Saisonpause machen werde als die letzten Jahre (wo ich maximal 2 Wochen pausiert habe). Vielleicht kommt danach die Motivation wieder, oder ich bekomme Lust irgendetwas anderes zu machen. Wer weiss...

Ich wünsche euch einen schönen Abend,
Markus!

Sonntag, 6. Juli 2014

Ironman Austria 2014

Das wird der erste Blogeintrag über einen Wettkampf, wo ich nur minimalst auf den Wettkampf eingehen werde. Am Sonntag, dem 29.6.2014 nahm ich zum 6. mal beim Ironman Austria teil. Es war für mich der schwerste Ironman! Aber nicht aus körperlichen Gründen (klar, ein Ironman tut auch körperlich sehr weh), sondern aus emotionalen Gründen.

Ca. 18 Stunden vor dem Start habe ich die Hiobsbotschaft erhalten, dass mein Papa plötzlich und unerwartet aus dem Leben gerissen wurde. Ich habe nach dem Erhalt dieser Nachricht einige Zeit benötigt um mich zu beruhigen und Entscheidungen treffen zu können.

Da ich nicht wusste, was ich zu Hause machen hätte sollen, ich wahrscheinlich total durchgedreht wäre, habe ich mich entschlossen, dass ich doch am Ironman teilnehmen werde. Es ging mir bei der Teilnahme nicht mehr ums sportliche, denn das war mit der Schreckensnachricht total in den Hintergrund geraten. Ich hatte mich deswegen entschlossen am Ironman teilzunehmen, da ich, so komisch es auch bei 3000 Teilnehmern und den vielen Zuschauern klingen mag, alleine sein konnte.

Und genau so war es. Ich habe den Ironman dazu genutzt, um mich nochmals an die vielen schönen Momente mit meinem Papa zu erinnern. Vor allem auf dem Rad war es so, dass fast die meiste Zeit nur die Tränen geflossen sind. Aber das waren die Stunden, die ich unbedingt benötigt habe, um wieder halbwegs (so gut es halt möglich war) wieder ins Lot zu kommen. Ich wäre am Sonntag (bzw. am Samstag) definitiv nicht in der Lage gewesen, nach Hause zu fahren und mit anderen Menschen, mit der Familie, Bekannten, Verwandten, Freunden usw. zu sprechen. Ich habe die Ruhe beim Ironman benötigt, ich musste unbedingt alleine sein, ich wollte mit niemanden reden, ich wollte nur mit mir, meinen Gedanken, meinen Erinnerungen alleine sein.

Beim Wettbewerb selbst war es so, dass ich zwar mitgemacht habe, jedoch ich nicht damit beschäftigt war, das Schwimmen, Rad fahren und Laufen so gut wie möglich in einer sehr guten Zeit hinter mich zu bringen, sondern ich halt nur dabei war. Mir war es egal, wie lange ich brauchen werde, wieviele mich überholen werden, welchen Platz ich einnehmen werde. Ich wollte nur die "Ruhe", alleine sein und wieder halbwegs zur Ruhe kommen, was auch halbwegs gelungen ist. Zum Glück stand dann im Ziel meine Frau, die mich in Empfang genommen hat, wo nochmals alles aus mir ausgebrochen ist.

Für mich war dieser Tag sehr wichtig, ich habe diesen Tag benötigt. Auch wenn kein Ironman an diesem Tag stattgefunden hätte wäre ich sehr lange auf dem Rad gesessen um alleine zu sein! Jeder Mensch hat eine andere Art und Weise um mit seinem Kummer und Schmerz umzugehen, der Sport ist für mich die Möglichkeit.

Zum Abschluss kurz die Zeiten des Ironman, die allerdings angesichts der Ereignisse total unwichtig sind:
Schwimmen (3,8km): 1:06:01
Wechsel 1: 4:43
Rad (180km): 5:52:56
Wechsel 2: 12:06
Laufen (42,2km): 4:29:54
Gesamt: 11:45:40

Danke Papa!

Beim Schreiben eines Blogs ist es so, dass der Blogersteller (also ich) nie weiß, wer aller die Einträge liest. Der Leser erfährt relativ viel über den Schreiber, jedoch der Schreiber nichts über den Leser. Es ist eine einseitige Kommunikation.

Was ich aber weiß ist, dass ich einen treuen Leser hatte. Diesem Leser widme ich heute diesen Eintrag. Leider kann er aber diesen Eintrag nicht mehr lesen.

Vielen Dank Papa!
Du warst der beste Vater den ich mir nur vorstellen konnte. Du warst immer für mich, für die Familie, aber auch für die anderen Mitmenschen da. Wenn du um etwas gebeten wurdest warst du sofort zur Stelle, hast sofort nach Lösungen gesucht, bist sofort ans Werk gegangen. Ein Nein hat es bei dir nie gegeben.

Leider konnte ich mich nicht mehr von dir verabschieden, konnte ich mich nicht mehr bei dir nochmals persönlich bedanken für alles was du geleistet hast, konnte ich nicht mehr mit dir nochmals ein langes schönes Gespräch führen, wo ich dir all meine Gefühle preisgeben konnte.

In meinem Herzen und den Herzen all jener Leute, die dich kannten, wirst du immer weiter leben, du wirst immer in unserer Erinnerung sein.

Vielen Dank Papa!
Ich werde dich sehr vermissen!

Mittwoch, 25. Juni 2014

Ironman Austria - Startnummer 661

Am kommenden Sonntag, dem 29.6.2014, ist es endlich soweit! Zum 6. mal starte ich beim Ironman Austria in Klagenfurt.

Meine Startnummer ist 661, der Start erfolgt für mich um 6:45. Live kann der Ironman unter der Seite www.ironmanlive.com nachverfolgt werden. Dort sollte unter Results / Race Coverage am Sonntag der Ironman Austria zu finden sein. Wenn ihr dann auf Athlete Tracker geht, könnt ihr den Namen bzw. die Startnummer des Athleten eingeben, den ihr live nachverfolgen wollt.

Leider scheint es heuer so zu sein, dass es keinen SMS-Service mehr gibt. Wenn es wirklich so sein sollte, dann finde ich das sehr schade, denn dadurch wurden die Angehörigen immer perfekt informiert.

Drückt mir fest die Daumen für Sonntag,
Markus!

Sonntag, 22. Juni 2014

1 Woche bis zum Ironman Austria

1 Woche nur mehr bis zum Ironman Austria!

Diese Woche war ziemlich anstrengend. Nicht was den Trainingsumfang betrifft, denn der wurde ziemlich reduziert, sondern das zurückhalten, nicht zuviel zu tun, schauen, dass die Regeneration einsetzt um heute in einer Woche erholt aber in einem sehr guten Zustand am Start zu stehen.

Die kommende Woche wird noch härter werden, denn da wird der Trainingsumfang nochmals reduziert. Mal schauen, was ich mit der verfügbaren Zeit am Abend anfangen werde... Die letzten Monate haben meine Abende so ausgesehen, dass ich nach der Arbeit fleißig trainieren war, danach essen, Mails prüfen, duschen. Und dann war es immer nach 20 Uhr, da blieb nicht mehr viel Zeit zur Erholung.

Auf geht's in die letzte Trainingswoche für den Ironman Austria am 29.6., meine Start ist um 6:45!

Sonntag, 15. Juni 2014

Noch 13 Tage

Wie doch die Zeit vergeht!

Ich weiß noch genau, wie ich vergangenes Jahr beim Ironman Austria als Zuschauer entlang der Strecke gestanden bin und mal die andere Seite eines Ironman miterlebt habe. Das führte dazu, dass ich mich nach dem Rennwochenende am Montag vor Ort in Klagenfurt für den Ironman 2014 angemeldet hatte, obwohl ich das nicht geplant hatte. Tja, heute in 2 Wochen um diese Zeit (knapp vor 18:00) bin ich hoffentlich schon im Ziel.

Jetzt wird es schön langsam Zeit, dass es soweit ist. Das Training in den letzten Wochen war sehr hart und anstrengend, die Wehwehchen wurden wieder mal mehr... aber die Waden bereiten derzeit zum Glück keine Probleme.

Die Motivation wurde gerade in dieser Woche immer geringer. Nicht die Motivation eine Trainingseinheit durchzuführen, sondern die Motivation, nochmals so richtig Gas zu geben. Zu Anfang der Woche, als es so richtig heiß (36°C) war, hatte ich gröbste Probleme, sowohl beim Laufen als auch beim Rad fahren Tempo zu machen. Aber auch bei den Koppeleinheiten (insgesamt standen diese Woche 3 Koppeleinheiten (Rad fahren mit anschliessendem laufen) auf meinem Trainingsplan) tat ich mir schwer, beim Laufen unmittelbar nach dem Rad fahren das angestrebte Tempo zu erreichen. Gestern war es etwas kühler und da funktionierte es wieder einigermassen.

2 Wochen noch, dann ist es soweit. Ab morgen beginnt das Tapering, der Umfang wird für die kommende Woche auf 9 Stunden reduziert, jedoch schaue ich, dass nochmals ein wenig Intensität in das Training kommt. In der Ironmanwoche wird der Trainingsumfang nochmals zurückgefahren, nämlich auf 5 Stunden. Ausserdem heißt es jetzt schön langsam auf die Ernährung zu achten.

Die Trainingsvorbereitung für den Ironman 2014 am 29.6. in Klagenfurt ist so gut wie abgeschlossen, mental bin ich (hoffentlich) auch schon sehr gut auf diesen tollen Bewerb vorbereitet, die Freude auf Klagenfurt ist schon riesengroß.

13 Tag und ein paar Stunden, am 29.6. um 6:45 werde ich zum 6. mal beim Ironman Austria teilnehmen und freue mich schon sehr auf die fantastische Stimmung!

Markus!

Regenbogenparade

Gestern, Samstag dem 14.6., habe ich mit meiner Frau am Nachmittag, nach einer anstrengenden Trainingseinheit am Vormittag, einen kleinen Ausflug nach Wien unternommen (als ob es nicht reichen würde, dass ich jeden Tag nach Wien pendeln muss und dafür für die Hin- und Retourfahrt zusammen 2,5 Stunden benötige).

Ziel war die Regenbogenparade:
Der Wettergott war gnädig mit uns, es war zwar nicht sonderlich warm, aber es hat auch nicht geregnet. War recht amüsant diese "Demonstration" für mehr Toleranz gegenüber der Schwulen, Lesben und Transgender.

Nach der Parade fuhren wir an die Copa Cagrana und danach statteten wir Madame Tussauds, dem Wachsfigurenkabinett im Prater einen kurzen Besuch ab. Vor dem Nachhausefahren ging es noch kurz ins "Sand in the City" (http://www.sandinthecity.at/de/newssandinthecity.html) auf ein gutes Abendessen und einen leckeren Cocktail.

War ein sehr netter Nachmittag!