Hobbytriathlet Markus Counter / Zhler

Montag, 17. Juni 2019

Der Countdown läuft

Jetzt geht es dahin, die Zeit verläuft wie im Flug. Mir geht es fast schon so wie knapp vor wichtigen Prüfungen, wo man immer das Gefühl hat, dass man zu wenig gelernt hat.

Ich weiß, dass ich gut und viel trainiert habe, ich brauche mir dazu nur meine Aufzeichnungen anzusehen, aber dennoch habe ich ab und zu das Gefühl, dass ich vielleicht doch noch etwas mehr tun hätte können. Jetzt heißt es ganz einfach cool bleiben und darauf vertrauen, dass das Training und die Pläne gut waren.

Vergangene Woche habe ich nochmals 20 Stunden und 45 Minuten trainiert, ab heute wird der Umfang reduziert. Diese Woche werden es 15 Stunden sein, und die darauf folgenden 2 Wochen werden Taperingwochen sein.

Schön langsam wird es ernst!

Montag, 10. Juni 2019

Neufeldersee Triathlon

Am vergangenen Wochenende fand wieder der Neufeldersee Triathlon mit einer Menge an Bewerben statt. Vergangenes Jahr bin zum Wiedereinstieg in der Sprintwertung gestartet, gestern, Sonntag 9.6.2019, habe ich die olympische Distanz absolviert.

Mein letzter Start an einer olympischen Distanz oder länger liegt schon vier Jahre zurück, im Jahr 2015 habe ich, ebenfalls in Neufeld an der Leitha, zum letzten Mal an einer olympischen Distanz teilgenommen.

Heuer war der Bewerb in Neufeld als Vorbereitungswettkampf für den Ironman Austria gedacht, um zu sehen, wo ich stehe, wie das Training wirkt. Und ich muss sagen, es sieht nicht so schlecht aus. Ich bin älter geworden, mit 51 Jahren spürt man schon so einiges, die Regeneration dauert länger, man ist nicht mehr so schnell wie noch vor 10 Jahren...

Zum ersten Mal wurde heuer in Neufeld nicht im Wasser sonder vom Land aus gestartet. Ich war darüber nicht unglücklich, denn in Klagenfurt beim Ironman starten wir ja auch vom Land aus. Und dieser Start hat sich, so ist zumindest mir gegangen, sehr bewährt. Zu Beginn des Schwimmens gab es nicht die Drängereien, es ging von Beginn an sehr schön zu schwimmen. Ich hoffe, dass dieser Start beibehalten wird, hat mir sehr zugesagt.

In 27:24 habe ich die 1,5km hinter mich gebracht und lag daher in meinem zuvor festgelegten Zeitplan. Auch den Wechsel habe ich flott mit 2:11 hinter mich gebracht und es ging ab auf die Radstrecke.

Am Samstag hat es noch recht gestürmt bei uns, am Sonntag ging dann beim Rad fahren fast kein Wind mehr. Meine persönliche Vorgabe: Gas geben, nicht ans laufen denken, unter 1:10 bleiben. Leider ging das nicht ganz auf, das laufen hatte ich immer im Hinterkopf, daher habe ich vor allem auf der zweiten Runde nicht 100% gegeben. Aber ganz ehrlich, es wären vielleicht ein paar Sekunden mehr drinnen gewesen, aber viel mehr auch nicht. Für die 40 Radkilometer habe ich 1:08:05 benötigt, womit ich ebenfalls sehr zufrieden bin.

Der zweite Wechsel war nicht so flott, ich habe 1:59 benötigt (der erste Wechsel mit 2:11 war inklusive Neopren ausziehen).

Ab auf die Laufstrecke. Es war heiß! Aber es waren 2 Labestellen eingerichtet, Zuseher hatten eine dritte Labestelle eingerichtet, und es standen auch Anrainer mit dem Gartenschlauch entlang der Strecke. Mein Ziel: 10km unter 50:00. Dieses Ziel habe ich erreicht, die 10km habe ich in 48:40 absolviert, jedoch ist die Laufstrecke in Neufeld länger als 10km, nämlich 10,7km. Daher beträgt meine Laufzeit für die 10,7km 51:50, was in Ordnung geht.

Total: 2:31:31

Zum Vergleich die Zeiten von 2015 (in Klammer nochmals 2019):
Schwimmen: 28:50 (27:24)
Rad: 1:07:58 (1:08:05)
Laufen: 55:34 (51:50)
Im Jahr 2015 war dazu die Laufstrecke um gute 200m kürzer als heuer!

Ich bin zufrieden mit meiner Leistung und denke, dass ich für den Ironman schon gut gerüstet bin. Heute, Montag, bin ich in den letzten Trainingsblock gestartet, 2Wochen nochmals anständig trainieren, dann folgen 2 Taperingwochen. Diese Woche habe ich heute mit einer schönen 6-Stunden Radausfahrt gestartet und das tolle Wetter ausgenutzt.

Die Freude auf den Ironman ist schon groß!

Freitag, 7. Juni 2019

Freiwasserschwimmen

Später als die letzten Jahre habe ich heute mein erstes Freiwasserschwimmen mit Neo im Neufelder See in diesem Jahr absolviert. Viele Triathleten haben bereits ihre ersten Wettkämpfe im Freiwasser hinter sich, ich hingegen war heuer eine Meme ;-).

Um 4:45 morgens war ich im erfrischenden Neufelder See, doch nach ein paar Kraulzügen hatte ich mich an die Temperatur gewöhnt und die 1 Stunde im See mit einer lockeren Schwimmeinheit genossen.

Ab nun heißt es mit Blickrichtung auf den Ironman am 7.7. mindestens 1x in der Woche eine Schwimmeinheit mit dem Neoprenanzug im See zu absolvieren.

Donnerstag, 6. Juni 2019

Radstrecke Ironman Austria 2019

Am Dienstag und Mittwoch machten meine Frau und ich einen kleinen Kurzurlaub in Pörtschach am Wörthersee. Während meine Frau das tolle Wetter ausgenutzt und sich gesonnt hat, habe ich mich auf dem Rad von der Sonne "grillen" lassen (es hatte über 30°C) und bin den neuen Teil der Ironmanradstrecke abgefahren.

In den ersten Jahren des Ironman Austria wurden 3 Runden zu je 60km mit dem Rad gefahren, dann gab es eine Änderung auf 2 Runden zu je 90km. Ich bin bisher 6x beim Ironman gestartet, und alle 6x bin ich die 2 Runden gefahren.

Vergangenes Jahr, nach der Anmeldung für den Ironman Austria 2019, wurde vom Veranstalter bekanntgegeben, dass die Radstrecke nun nochmals geändert wird, und im Jahr 2019 nur mehr eine Runde mit 180km zu absolvieren ist. Es gab vor der Anmeldung schon Gerüchte, dass sich bei der Radstrecke was ändern wird, aber das waren bis dahin nur Gerüchte. Und diese Gerüchte haben sich dann bewahrheitet.

Ich habe nun den Dienstag genutzt und bin bei wunderbarem Hochsommerwetter den neuen Teil der Ironmanradstrecke mit dem Rad abgefahren. Es handelt sich dabei um die ersten 90km, die 2. 90km sind gleich den 2. 90km bis inkl. dem Jahr 2018. Markiert war am Dienstag noch nichts, was mir aber im Vorfeld bewusst war, daher habe ich mir zu Hause einen schönen Spickzettel erstellt, wo ich, so dachte ich zumindest, alle Abzweigungen notiert hatte. Dem war nicht so, ich bin mich 3x verfahren, und inkl. der Anfahrt mit dem Rad von Pörtschach nach Krumpendorft und retour war ich somit am Dienstag 120km mit dem Rad unterwegs.

Nun zur Radstrecke:
mir gefällt die Strecke nicht! Das ist meine Meinung, andere sehen das vielleicht anders, aber die bisherige Strecke, die ersten Kilometer entlang des Südufers des Wörthersees usw., war schöner. Ich werde mich daher am 7.7. nach 90km auf den schönen Blick auf den Wörthersee freuen! Auf der neuen Strecke wird man ca. 20km auf der S37 fahren (will man hier St. Pölten kopieren?), das werden langweilige 20km werden. Aber das langweiligste Stück, so habe ich es zumindest am Dienstag empfunden, sind die ca. 25km von St. Veit an der Glan nach Feldkirchen.

Die Strecke an sich habe ich nicht als übermäßig anstrengend empfunden, es scheinen schnelle 90km zu sein, jedoch sind die Straßen zum Teil schon ziemlich schlecht. Ich bin schon gespannt, wie es sein wird, wenn wir mit Renntempo über diese schlechten Straßen fahren werden.

Meine Meinung ist, dass ich es als schade empfinde, dass die Strecke geändert wurde, aber aus Fairnessgründen (weniger Windschattenfahren?) und natürlich aus Profitgründen (aus Sicht der Veranstalter) macht die Streckenänderung Sinn. Ich bin gespannt, wie die Stimmung auf den ersten 90km sein wird, vielleicht wird diese durch die Zuschauer toll werden. Ich lasse mich überraschen und werde versuchen, so schnell wie möglich die 180km mit dem Rad zurückzulegen, schließlich habe ich ja ein Zeitziel ;-).

Noch kurz zum Wörthersee: obwohl es heuer viel geregnet hat und bisher eigentlich noch kein Badewetter vorhanden war, waren wir (ok, ich nur einmal, meine Frau aber mehrmals) am Dienstag und Mittwoch im Wörthersee schwimmen (ohne Neopren!). Laut dem Thermometer bei der Badehütte unseres Hotels hat der See bereits 21°C.

Montag, 3. Juni 2019

Zwift

Seit einigen Monaten verwende ich beim Radtraining auf der Rolle Zwift. Bei Zwift handelt es sich um eine tolle Software, wo man nach Trainingsplänen trainieren kann, gegeneinander fahren kann, oder auch nur ganz einfach so in einer virtuellen Welt Rad fahren kann. Eine tolle Grafik, tolle Strecken, meiner Meinung nach super gemacht.

Ich verwende Zwift eigentlich nur um nach den dort angebotenen Trainingsplänen zu trainieren. Nach einigen anfänglichen Zwifttrainingseinheiten habe ich Ende November/ Anfang Dezember einen FTP-Test gemacht, welchen man super auf Zwift absolvieren kann. Das war mein bisher erster und einziger FTP-Test, ich kann daher nicht viel dazu sagen, aber ich denke, dass so ein Test mittels Zwift perfekt funktioniert, wohingegen auf der Straße das nicht so einfach gehen würde.

Die angebotenen Trainingspläne finde ich sehr gut, auch wenn man im Internet, vor allem auf Youtube, viel nachlesen und hören kann, dass sie angeblich nicht so gut sind. Ich kann nur für mich sprechen und sagen, dass ich über den Winter mit Zwift sehr gut trainiert habe.

Eigentlich wollte ich Zwift im Frühling kündigen, so mein Gedanke, als ich mich bei Zwift angemeldet hatte, doch über den Winter hinweg habe ich Zwift zu schätzen gelernt, und daher meinen Zwiftaccount nicht gekündigt. Der Grund ist ganz einfach: zum einen war das Wetter heuer nicht besonders gut, es war längere Zeit kalt, und es hat doch sehr viel geregnet, so habe ich auch noch diese Woche 2x 1 Stunde auf Zwift trainiert. Zum anderen ist es so, dass ich auf der Straße mit dem Rad "dahinrolle", bei Zwift ist es jedoch so, dass ich durch den Trainingsplan in den Arsch getreten  und zu hohen Wattzahlen "gezwungen" werde. Sprich: dank Zwift trainiere ich in Bereichen, in denen ich sonst auf der Straße nie trainieren würde. Das ist für mich der Hauptgrund, warum ich noch meinen Zwiftaccount habe, und warum ich auch bei schönem Wetter noch mindestens 1x pro Woche auf Zwift eine extrem harte Trainingseinheit absolviere.

Hat mir Zwift geholfen, meine Leistung zu verbessern? Nun, das wird sich erst bei den Wettkämpfen herausstellen. Aber ich denke und habe das Gefühl, dass mir Zwift doch sehr viel geholfen hat und ich dank Zwift meine Leistung am Rad verbessern konnte. Ob's dann wirklich so ist, das werden wir am 7.7.2019 beim Ironman Austria sehen!

Mittwoch, 15. Mai 2019

Magic Life Kalawy - Ägypten

Vergangene Woche waren meine Frau und ich mit unserer kleinen Enkeltochter für eine Woche in Ägypten auf Urlaub. Wir waren wieder im Magic Life Kalawy, da uns dieser Club ganz besonders gefällt. Für unsere kleine Enkeltochter, die in Bälde 4 Jahre alt wird, war es der erste Urlaub ohne ihren Eltern, und sowohl ihr als auch uns hat der Urlaub sehr gut gefallen.

Mir hat der Urlaub auch sehr gut getan, eine Woche totale Regeneration bevor nun die letzten harten Trainingswochen vor dem Ironman anstehen. Ich war in der einen Woche nur 3x für jeweils 35 Minuten (jeweils 7km) laufen, sonst stand null Sport am Programm, mal abgesehen von der täglichen Mini Disco, an der ich mit meiner Enkeltochter teilnahm ;-).

Leider ist die Woche viel zu schnell vergangen, doch der nächste Urlaub wird bestimmt bald kommen!


Mittwoch, 1. Mai 2019

Leobersdorfer Brückenlauf

Heute, am 1.5.2019, fand bereits zum 19. mal der Leobersdorfer Brückenlauf statt, ein Lauf über 10km und 8 Brücken. Für mich ist dieser Lauf meist der Start der Wettkampfsaison und war lange der Lauf, wo ich überprüft habe, wo ich stehe.

Die letzten Jahre war es aber so, dass ich entweder krank oder verletzt am Start war, oder dass ich mich bei diesem Lauf verletzt hatte, wie z.B. das vergangene Jahr nach bereits 100m. Dieses Jahr war es anders, ich bin gesund und nicht verletzt (mal abgesehen von meinen argen Rückenschmerzen, die mich seit längerer Zeit jeden Tag begleiten), und ich habe mich auch bei diesem Lauf nicht verletzt.

Heuer liegt mein Fokus ganz klar auf dem Ironman Austria am 7.7.2019 in Klagenfurt. Daher habe ich den Brückenlauf aus dem vollen Training heraus bestritten, kein Tapering, gestern und vorgestern noch jeweils 2 wirklich harte Trainingseinheiten pro Tag, keine Rücksicht auf den heutigen 10km-Lauf. Der heutige Wettkampf gilt somit als eine schnelle, harte und schöne Trainingseinheit, den Motor wieder mal durchputzen.

Nachdem es gestern den ganzen Tag geregnet hat, hatte Petrus heute Einsehen und schickte uns schönes Laufwetter. Allerdings den Wind, der uns an vielen Stellen heftig entgegenblies, hätte Petrus auch abstellen können. Naja, seien wir froh, dass es nicht geregnet hat, dass die Sonne den ganzen Tag gescheint hat, und dass wir angenehme Temperaturen hatten, bei denen man auch nach dem Lauf am Rathausplatz sitzen bleiben und die tolle Stimmung geniesen konnte.

Mein Ziel für den heutigen Lauf: keine Zeitvorgabe, gesund bleiben, und schauen, was möglich ist. Ich habe heuer noch sehr, sehr wenige schnelle Laufkilometer in den Beinen, dafür viele lange und langsame Laufeinheiten absolviert, wie gesagt, der Fokus liegt auf dem Ironman.

Vorweg: ich habe heute 46:13 benötigt, was in Anbetracht der wenigen schnellen Laufkilometer und des doch starken Windes nicht soooo schlecht ist. Anfangs habe ich mich etwas zurückgehalten, war es doch meist so, dass ich gerade den ersten Kilometer viel zu schnell war, und dann die nächsten 2 Kilometer gebraucht habe, damit ich mich wieder fange. Heute bin ich konstant 4:35 pro Kilometer gelaufen, worüber ich überrascht war. Mit einem Kilometerschnitt knapp unter 5:00 hatte ich gerechnet, doch dass ich 4:35 über 10km laufen kann, das hat mich schon etwas überrascht (im angenehmen Sinn). Ich habe mich recht gut gefühlt, es wäre sicher noch mehr drinnen gewesen, doch ich habe die nächsten Tage noch einige sehr harte Trainingseinheiten vor mir, und am heutigen Nachmittag hatte ich noch eine 2-Stunden-Radausfahrt geplant und durchgeführt.

Ich denke, dass der Formaufbau für den 7.7. nicht so schlecht aussieht. Ich werde noch an dem einen oder anderen Wettkampf (Triathlon) vor dem Ironman teilnehmen, um mich an das höhere Tempo zu gewöhnen, und dann lasse ich mich überraschen, wie es am 7.7. aussehen wird.

Zum Abschluss kann ich den Leobersdorfer Brückenlauf sehr weiterempfehlen, super organisiert, ein tolles Kaiserschmarrnessen am Vortag, ein prall gefülltes Startsackerl, und wenn man Frühanmelder (man muss dazu unter den ersten 250 Anmeldern sein) ist, dann gibt es noch ein weiteres prall gefülltes Startsackerl. Dazu die fantastische Athmosphäre, die "Party" danach am Rathausplatz, und für die Kinder gibt es auch was zu spielen. Ich werde, soferne es die Gesundheit zulässt, nächstes Jahr, beim 20jährigen Jubiläum, sicher wieder am Start stehen!