Hobbytriathlet Markus Counter / Zhler

Mittwoch, 18. Mai 2011

Nur noch 4 Tage, St. Pölten naht

Es sind wieder 3 harte und anstrengende Trainingswochen vorbei, diese Woche steht für mich eine Regenerationswoche auf dem Trainingsplan, die allerdings am Sonntag mit dem Ironman 70.3 St. Pölten abgeschlossen wird.

Es sind mittlerweile nur mehr 4 Tage bis St. Pölten! Dieser Bewerb wird für mich der erste richtige Hinweis auf meine Form in Blickrichtung Ironman Austria am 3.7. sein.

Die Startnummern sind schon vergeben und unter
http://www.triangle.cc/assets/imsp_uploads/imsp2011_startliste_online_einzel.xls zu finden. Ich habe die Startnummer 2203 und werde auf Grund meines schon fortgeschrittenen Alters in der vorletzten Startwelle um 08:05 starten (und das Feld von hinten aufrollen ;-)). Die Ergebnisse bzw. die Teilnehmer kann man unter http://www.ironmanlive.com am Sonntag live verfolgen.

Mein Ziel ist es, so nah wie möglich an die 5 Stunden heranzukommen. Mal schauen, ob es sich ausgeht und haltet mir fest die Daumen!

Markus!

Sonntag, 15. Mai 2011

Grosssteinbach 2011

Der erste Triathlon in dieser Saison ist erfolgreich beendet! Bei herlichem Wetter fand gestern, Samstag, in Grosssteinbach ein Triathlon über die Sprintdistanz (750m schwimmen, 20km radfahren und 5km laufen) statt.

Ich war mir nicht ganz sicher, wo ich stehen werde, wie meine Form aussieht. Beim Schwimmen wusste ich, dass ich besser bin als die Jahre zuvor, auf Grund der vielen Tests, das Laufen hat auf Grund des Leobersdorfer Brückenlaufs auch einiges erhoffen lassen, doch beim Rad tappte ich ganz im dunkeln (vor allem weil ich im Februar und März nicht wirklich trainieren konnte wegen des Problems mit dem Rahmen).

Vorab noch etwas zur Zeitnehmung: da scheint es als ob der Zeitnehmer für meine Startwelle die Zeitnehmung zu früh ausgelöst hat, ich habe nämlich einen Zeitunterschied zwischen meinem Forerunner und der offiziellen Zeitnehmung von 40 Sekunden (beim Schwimmen und somit auch bei der Endzeit). Innerhalb der Altersklasse ist das ziemlich wurscht, doch für starke Agegrouper ist das blöd, da 40 Sekunden doch viel Zeit ist.

Das Schwimmen ging wie erwartet sehr gut. Beim Start muss ich noch etwas üben, aber da nicht soviele Teilnehmer in meiner Altersklasse waren, war der Start kein Problem, es gab kein Prügeleien. Ich kam sehr schnell auf Zug und konnte das Schwimmen nach 12:26 beenden und war somit um 23 Sekunden schneller als im Vorjahr. Der erste Wechsel war sehr langsam, ich benötigte knapp über 3 Minuten, hier muss ich also noch einiges machen. Es ist aber erst Saisonbeginn, daher ist das kein Problem.

Die Radstrecke in Grosssteinbach ist anstrengend. Die ersten 3km sind hart, nach wenigen Metern, wo es flach dahingeht, kommt die erste Steigung, die es in sich hat. Nachdem ich mich dort voriges Jahr schon abgeschossen hatte indem ich zu schnell in diese Steigung reinfuhr, bin ich es heuer langsamer angegangen. Es hat sich ausbezahlt, ich hatte nach dieser Steigung noch etwas Kraft übrig für die restlichen 17km ;-), die aber auch nicht ohne waren, wo es laufend rauf und runter ging. Eine sehr schöne aber auch sehr anstrengende Radrunde! Nach 38:37 kam ich wieder in die Wechselzone und war somit um 2 Minuten schneller als im Vorjahr und fühlte mich auch nicht so kaputt wie im letzten Jahr. Also scheint meine Radform doch nicht so schlecht zu sein. Für den zweiten Wechsel benötigte ich 1:20, was nicht so schlecht ist, da ich beim Laufen immer Socken anziehen muss. Ich habe zwar im Training versucht ohne Socken zu laufen, aber meine Füße wollen das nicht.

Der abschließende Lauf: das Laufen ist in Grosssteinbach anstrengend, da doch einige km auf Wiese zurückzulegen ist. Auf dem ersten km hatte ich das Gefühl als ob mich jemand zurückhalten würde. Da mein Hauptaugenmerk und Hauptwettkampf der Ironman Austria ist, versuche ich bei den Koppeltrainings die ersten Laufkilometer im Ironmantempo zu treffen, welches natürlich bedeutend langsamer ist als bei einem Sprintbewerb. Daher fehlt mir die Härte, nach dem Radfahren auch schnell loszulaufen. Doch ab dem zweiten Kilometer ging es dann (auch wenn es sich vielleicht während des Laufens nicht so angehört hat ;-)), 20:40 benötigte ich für den abschliessenden Lauf. Ich war somit um 36 Sekunden schneller als im Vorjahr.

Ich erreicht das Ziel nach 1:14:26 (meine Zeit laut Forerunner) und war um 3:33 schneller als das Jahr zuvor. Ich bin mit meiner Zeit und Leistung sehr zufrieden. Ziel war es, dass ich die Energiespeicher vollständig entleere und mich ziemlich verausgabe, was mir auch gelungen ist. Ich wollte schneller sein als meine bisherige Bestzeit in Grosssteinbach im Jahr 2009 (1:16:55), was mir auch gelungen ist. Es war ein erfolgreicher Saisonauftakt.

Ein großes Lob an den Veranstalter Andi Fuchs und seinen vielen Helfern. Sie haben wieder eine super Veranstaltung aufgezogen, es gibt nichts auszusetzen! Die Radstrecke war perfekt abgesperrt, so dass es mit den Autofahrern keine Schwierigkeiten gab, was bei einem Sprintbewerb ja die Ausnahme ist (dass die Radstrecke gesperrt ist). Auch die Moderation, das Zielbuffett (für mich das wichtigste ;-)), die Musik usw. waren super! Mir gefällt es in Grosssteinbach, bei diesem Bewerb, sehr gut, ist für mich der ideale Einstieg in die Saison, und ich kann diesen Bewerb nur weiterempfehlen. Auch das Wetter hat perfekt ausgehalten, laut wetter.com hätte es in der Zeit zwischen 14:00 und 16:00 heftigst regnen und starke Windböen geben sollen. Das wäre genau die Zeit gewesen, wo der Wettbewerb stattgefunden hat, doch das Wetter hat ausgehalten, was ich dem Veranstalter und auch uns Teilnehmern sehr gegönnt habe. Doch wenige Minuten nachdem die letzten beiden Damen das Ziel erreichten begann es zu regnen. Der Regen fiel ziemlich heftig aus, es war auch Hagel dabei. Wenn diese Schlechtwetterfront während des Rennens gewesen wäre, hätte man wahrscheinlich das Rennen absagen/abbrechen müssen, denn die Strassen waren vom Hagel ganz weiss, da hätte man unmöglich mit dem Rad fahren können. So ist es sich aber doch mit dem Wetter perfekt ausgegangen, und es war ein hervorragende Veranstaltung!

Hier könnt ihr auch ein Video zum Bewerb ansehen:

http://sprint.dertriathlon.com/index.php?page=main








Markus!

Freitag, 13. Mai 2011

Morgen ist es soweit

Morgen, Samstag dem 14.5., ist es soweit, mein erster Triathlon in dieser Saison.

Ich werde morgen in Grosssteinbach in der Steiermark beim Sprintbewerb (750m schwimmen, 22km radfahren und 5km laufen) starten. Die Wettervorhersage sieht nicht so schlecht aus, aber schlechter als die letzten beiden Jahre, vor allem das vorige Jahr, kann es auch nicht mehr werden (außer es schneit ;-)).

Ich freue mich schon sehr auf diesen Bewerb, es ist eine sehr schöne Gegend dort, und auch die Veranstaltung ist super!

Bis bald,
Markus!

Dienstag, 3. Mai 2011

Erfolgreicher Saisonauftakt

Mein Saisonauftakt war für mich erfolgreich!

Am Sonntag dem 1.5.2011 fand in Leobersdorf zum 11. mal der Leobersdorfer Brückenlauf statt, und ich war zum 9. mal dabei. Heuer stellte für mich dieser Bewerb den Saisonauftakt dar (voriges Jahr hatte ich schon 2 Radmarathons in den Beinen).

Leider ging es sich zeitmäßig nicht aus, dass ich bereits am Samstag bei der schon traditionellen Kaiserschmarrn-Party dabei sein hätte können, was mir sehr leid getan hat. Der Kaiserschmarrn ist in Leobersdorf immer hervorragend, aber auch Stimmung bei dieser Party ist immer ganz toll. Aber der Lauf am Sonntag ist sich dafür ausgegangen.

Wie schon die letzten Jahre war es für mich ein Bewerb aus dem vollen Training heraus, denn das Hauptaugenmerk ist ganz klar auf den Ironman Austria am 3. Juli gerichtet. Aber ich hatte dennoch ein gutes Gefühl, und das Ziel, das ich mir gesteckt hatte, war meine bisherige persönliche Bestzeit von 41:58 zu verbessern und wenn möglich unter 41:30 zu bleiben.

Die Wetterverhältnisse am Sonntag waren für mich bestens geschaffen. Fast kein Wind, leicht bewölkt, und Temperaturen um die 15°C. Für die Zuschauer war es etwas frisch, aber knapp vor Mittag zeigte sich die Sonne und da wurde es richtig angenehm warm.

Zum Lauf:
Wie schon bei mir so üblich war ich auf dem ersten Kilometer viel zu schnell. Meine Marschroute war 4:10 für den Kilometer und auf den letzten beiden Kilometern dann noch zuzulegen. Aber ich lasse mich am Start immer von den anderen mitreissen und brachte den ersten Kilometer in 3:50 hinter mich. Dafür büsste ich auch, den zweiten und dritten Kilometer war ich auf den geplanten 4:10 unterwegs, doch dann kam der Einbruch auf Grund des für mich hohen Anfangstempos. Ich gebe hier zu bedenken, dass ich vor ungefähr 6 oder 7 Wochen beim ersten Intervalltraining mit Müh und Not gerade mal 4:20 auf dem Kilometer zusammenbrachte und dabei halb gestorben bin! Die Kilometer 3 bis 6 waren eine richtige Qual, ich hatte den totalen Einbruch, die Füße taten weh, die Oberschenkel waren knapp vor dem explodieren. Doch nach diesen 3 Kilometern hatte ich mich wieder erfangen (ich war da ziemlich langsam unterwegs), und es ging wieder einigermassen. Ich konnte die Kilometerzeiten wieder verbessern, und die Zielnähe tat das übrige dazu.

Dann die letzten 200m:
auf der Laufstrecke sind einige Punkte, wo sehr viele Zuseher stehen. Der Lauf ist so gestaltet, dass die Zuseher nur wenige Meter gehen müssen und die Läufer beim Start, nach ca 3km, nach ca 6km und beim Zieleinlauf sehen können. Und beim Zieleinlauf, die letzten 200m, standen so viele Zuseher wie noch nie zuvor (so mein Eindruck). Es kam fast schon Ironmanfeeling auf! Ich war da schon total platt, doch die Zuseher haben uns Läufer so toll angefeuert, da kann man nicht anders als wirklich den letzten Rest aus sich heraus zu holen!

Ich erreichte das Ziel in 41:37, was eine neue persönliche Bestzeit für mich darstellt. Leider kam ich nicht unter 41:30, aber ich bin ehrlich, ich war froh, dass ich überhaupt eine neue Bestzeit aufgestellt habe. Während des Laufes dachte ich nicht, dass es sich ausgehen würde. Und mir wurde wieder einmal ganz klar vor Augen geführt, wie vergesslich wir Menschen sind. Ich hatte ganz vergessen, wie weh so ein 10km-Lauf tun kann.

Diese Veranstaltung war wieder ein ganz toller Bewerb mit einem wunderbaren Rahmenprogramm, die Veranstalter haben sich wie jedes Jahr besonders ins Zeug gelegt und für uns Teilnehmer und die Zuschauer ganz was tolles geschaffen. Leider begann es dann kurz nach 12 zu regnen, was sich diese Veranstaltung nicht verdient hat. Leobersdorf, nächstes Jahr komme ich wieder, das ist dann bereits das 10. mal, und dann werde ich, wie die Jahre zuvor, wieder bei der Kaiserschmarrn-Party dabei sein.

In 1 1/2 Wochen, am 14.5.2011, findet für mich der erste Triathlon in dieser Saison statt, in Grosssteinbach. Darauf freue ich mich schon besonders, denn da werde ich sehen, wie ich bei allen 3 Disziplinen stehe. Klar, der erste richtige Anhaltspunkt ist erst am 22.5. in St. Pölten, doch auch ein Sprintbewerb kann schon einige Aufschlüsse liefern, wo ich noch schrauben muss. Und nach 2x schlechten Wetter in Grosssteinbach wird es doch hoffentlich endlich mal ein schönes Wetter geben!

Ich freue mich derzeit noch riesig über meine neue Bestzeit beim Leobersdorfer Brückenlauf und wünsche euch auch einen erfolgreichen Start in die neue Saison,
Markus!

Samstag, 23. April 2011

Regenerationswoche

Diese Woche hatte ich eine Regenerationswoche, und diese hat mir sehr gut getan. Die letzten Wochen waren ziemlich hart und ich war schon sehr müde.

Doch ich merke, dass meine Form nicht so schlecht zu sein scheint, vor allem beim Schwimmen sieht es sehr gut aus. Auch am Rad sieht es schon gut aus, und das obwohl ich auf Grund des Problems mit dem Rahmen nicht so trainieren konnte wie ich wollte.

In den vergangenen Woche habe ich beim Laufen wöchentlich eine Intervalleinheit eingebaut, dazu gab es auch Tempodauerläufe und Bergläufe. Anfangs waren die Intervallläufe hart (das sind sie auch jetzt noch ;-)), konnte ich bei den ersten Intervallläufen eine km-Zeit von 4:20 erreichen (mit beinahe Herzinfarkt) so sind derzeit km-Zeiten von 3:50 möglich (Herzinfarktgefahr besteht noch immer ;-)).

Jetzt folgen wieder 3 harte Wochen mit 2 Wettkämpfen aus dem vollen Training heraus, bis dann St. Pölten kommt. St. Pölten wird der erste richtige Gradmesser für meine Form für den Ironman Austria. Nächste Woche geht es schon (endlich) los mit dem Leobersdorfer Brückenlauf, wo ich heuer versuchen werde, unter 41:30 (10km) zu bleiben, was eine neue persönliche Bestzeit wäre.

Frohe Ostern und viel Spaß beim Ostereiersuchen,
Markus!

Donnerstag, 14. April 2011

Wettkampfplanung

So liebe Freunde, es ist soweit. Mein Wettkampfplan für dieses Jahr ist zu 90% fertig gestellt. Bis zum Ironman Austria am 3.7.2011 sind alle Termine fixiert, danach werden noch so 2 oder 3 Wettkämpfe dazukommen.

1.5.2011 Leobersdorfer Brückenlauf, 10km Laufen
14.5.2011 Grosssteinbach, Sprint
22.5.2011 Ironman 70.3 St. Pölten, Mitteldistanz
4.6.2011 Stubenbergsee, Olympisch
19.6.2011 Neufeld/Leitha, Olympisch
3.7.2011 Ironman Austria, Langdistanz
17.7.2011 Trumer Triathlon, Mitteldistanz
14.8.2011 Fürstenfeld, Olympisch

Es werden voraussichtlich Ende Juli und August noch je ein Triathlon dazukommen, aber das hat momentan noch Zeit.

Bald geht's los,
Markus!

Freitag, 1. April 2011

Soll-Ist Vergleich

Controller verwenden einen Soll-Ist Vergleich um zu sehen, wie das Unternehmen im Vergleich zu anderen Unternehmen oder zu einem anderen Zeitraum dasteht.

Ich verwende heute diesen Begriff um zu analysieren, wie ich derzeit in Form bin. Der Soll-Ist Vergleich dient dazu, um den aktuellen Zustand mit dem geplanten Zustand zu vergleichen und bei Abweichungen Maßnahmen einzuleiten, damit das gesteckte Ziel doch noch erreicht werden kann.

Ich beginne mit dem gesteckten Ziel:
dazu muss ich gestehen, dass ich im Oktober 2010, als ich mit dem Training für diese Saison begonnen habe, kein Ziel hatte. Ich war auf Grund der Vorfälle der vergangenen Saison, wie die Magenprobleme in Klagenfurt, das defekte Knie in Podersdorf und am Ende der Muskelfaserriss beim Wachau Halbmarathon, nicht motiviert. Da ich aber den Startplatz für Klagenfurt ergattert hatte, habe ich halt mal drauf los trainiert. Nachdem ich mir aber über den Winter die Aufzeichnungen vom ORF von den Ironmanbewerben in Klagenfurt der vergangenen Jahre angesehen hatte, kam schön langsam die Motivation auf. Dann kam auch wieder die Erinnerung an die tollen Zuseher in Klagenfurt, die wunderbare Umgebung und diese fantastische Stimmung und vor allem der Zieleinlauf, der all die Schmerzen, die man in den vielen Stunden zuvor hatte, vergessen lässt, auf, und seitdem ist die Motivation wieder voll da. Nicht einmal dieser lange, grausame, kalte Winter konnte etwas dagegen ausrichten.

Ich habe daher über den Winter wieder ein Ziel definiert, und das lautet, dass ich heuer wieder den Anlauf nehmen werde, den Ironman Klagenfurt unter 10:30 zu beenden.

Jetzt komme ich wieder auf den Soll-Ist Vergleich zurück: das Ziel ist definiert, jetzt mussten die Sollwerte definiert werden, die laufend mit den aktuellen Istwerten abgeglichen werden müssen um zu sehen, ob ich noch auf Kurs bin. Wenn nicht, dann werden entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet um wieder auf Kurs zu kommen und das zu Ziel zu erreichen.

Natürlich macht man so einen Vergleich nicht jeden Tag, aber ab und zu sollte er doch durchgeführt werden. Je früher, desto besser, da dann bei Abweichungen noch rechtzeitig die entsprechenden Maßnahmen gesetzt werden können. Für mich war es jetzt an der Zeit zu erheben, wie ich derzeit in Form bin, ob diese Form der geplanten Form entspricht, und ob die Zielerreichung, Ironman Klagenfurt unter 10:30, noch möglich ist.

Beginnen wir beim Schwimmen:
Ich wollte mindestens so gut wie im Vorjahr sein, das aber bei weniger Trainingseinheiten pro Woche. Dazu machte ich im Vorjahr einige Tests, beginnend von 100m, über 400 und 800m bis zu 38x100m. Auch heuer machte ich zu den gleichen Zeitpunkten diese Tests, und ich war bei jedem Test besser als im Vorjahr. Weiters fallen mir heuer 100m konstant in 1:50 über eine längere Strecke überhaupt nicht schwer, im Vorjahr wäre ich schwer angeschlagen gewesen. Aber die beste Rückmeldung kommt immer von anderen, und da wurde ich bestätigt, dass ich beim Schwimmen eindeutig besser geworden bin.

Die zweite Disziplin, das Radfahren:
Hier hatte ich meine ärgsten Befürchtungen. Langer, kalter Winter, und zum drüberstreuen hatte ich, gerade als es möglich gewesen wäre im Freien mit dem Triathlonrad zu fahren, das Pech mit meinem Rahmen und konnte somit 4 Wochen nicht wirklich gut trainieren. Aber die Einheiten auf der Rolle im Keller und die langen Mountainbikeausfahrten scheinen mir gut getan zu haben, denn ich fühle mich sehr gut auf dem Rad (oder ist es der neue Rahmen der Flügel verleiht? Ach ja, kleine Randbemerkung: derzeit versucht mein Händler in Theresienfeld, H+H Radteam, herauszufinden, wieviel eine Gabel in der passenden Farbe kostet. Die Firma Cube betreibt leider keinen Direktvertrieb, geht alles nur über Händler, was mich schon etwas stört.). Was heisst gut fühlen? Ich fahre bei gleichem Puls wie im Vorjahr ganz einfach schneller ;-). Ich denke, das liegt daran, dass ich heuer sehr viele Höhenmeter in den Beinen hatte, was voriges Jahr nicht der Fall war. Voriges Jahr war ich hauptsächlich im Flachen unterwegs, doch die Triathlons, an denen ich teilnahm, waren alle bergig, und da hatte ich voriges Jahr meine Probleme. Und natürlich darf man nicht vergessen, Klagenfurt hat 1600 Höhenmeter! Beim Radfahren liege ich also auch im Plan bzw. wie beim Schwimmen sogar besser als geplant. Es handelt sich daher beim Schwimmen und beim Radfahren um positive Abweichungen, wo ich natürlich keine Korrekturmaßnahmen einleiten werde.

Die Sorgendisziplin 2010, das Laufen:
Ich habe das Lauftraining in dieser Saison komplett umgestellt. Am Anfang meiner "Triathlonkarriere" war ich der Meinung, dass das Laufen meine stärkste Disziplin wäre. Dadurch, dass das Schwimmen und Radfahren so derart schlecht waren zu Beginn, war es auch tatsächlich so, dass das Laufen die stärkste Disziplin war. Doch beim Laufen machte ich die letzten Jahre nur wenig Fortschritte, dafür beim Schwimmen und beim Rad umso mehr, und mittlerweile behaupte ich, dass das Laufen meine schwächste Disziplin geworden ist. Daher die Umstellung des Trainings.

Ich habe über den Winter schnellere Laufeinheiten über längere Strecken eingebaut, dazu regelmäßige Läufe auf den Harzberg (das ist ein kleiner Berg in der unmittelbaren Umgebung). Ich begann Anfang 2011 mit den langen Läufen und seit einiger Zeit mache ich auch Intervalltrainings. Mit den Intervallen sieht es aber derzeit noch nicht so aus, wie ich es mir vorstellen würde, denn ich bin noch sehr, sehr langsam. Aber ich merke wie es von Woche zu Woche besser wird. Ob diese Trainingsumstellung etwas bringen wird, das werde ich zum ersten Mal am 1. Mai beim Leobersdorfer Brückenlauf sehen, aber spätestens in Klagenfurt. Aber ich denke, viel schlechter als voriges Jahr kann es nicht werden. Das soll kein Vorwurf an Gerhard sein, der mir die letzten beiden Jahre die Trainingspläne geschrieben hat, das ist ein Vorwurf, den ich mir selbst zu machen habe. Denn Gerhard hat immer ein Feedback von mir verlangt, und ich war stets der Meinung, dass ich beim Laufen keine Probleme habe. Aber Selbsteinschätzung ist halt schwer, da ist es manchmal gut, wenn man jemand hat, der das beurteilen kann (wie es beim Schwimmen z.B. der Fall war).

Ich würde daher die Situation beim Laufen so enschätzen, dass der Istzustand noch nicht den Sollzustand erreicht hat. Bei dieser Disziplin muss ich Maßnahmen einleiten um das Ziel zu erreichen.

Und zu guter letzt die vierte Disziplin, der Wechsel:
Ich habe zwar schon Koppeltrainings absolviert, aber noch kein Wechseltraining. Unter Wechseltraining verstehe ich z.B. 4x 20 Minuten am Rad und 10 Minuten Laufen mit jeweils einem schnellen perfekten Wechsel. Aber bis zum ersten Triathlon, Grosssteinbach Mitte Mai, ist noch etwas Zeit, dennoch werde ich jetzt regelmäßige Wechseltrainings in mein Trainingsprogramm einbauen.

Fazit:
Gesamt gesehen würde ich sagen, dass ich derzeit auf Kurs bin. Ich hoffe, dass alles so weitergeht wie bisher, dass mir keine Krankheiten oder Verletzungen in die Quere kommen, dann sollte das Ziel, Ironman Klagenfurt unter 10:30, erreichbar sein! An einigen Stellen muss ich noch leicht nachjustieren, wie z.B. beim Laufen, doch es sieht derzeit sehr gut aus! Aber das wichtigste: die Motivation und vor allem die Freude sind wieder voll da, ich freu mich schon wahnsinnig auf den 3. Juli 2011, 05:00 Uhr, wenn die Wechselzone geöffnet wird und das Abenteuer Ironman Austria für mich mittlerweile zum 4. mal mit einem erfolgreichen Abschluß gekrönt wird.

Markus!