Hobbytriathlet Markus Counter / Zhler

Samstag, 14. Juli 2012

Weitere Saisonplanung

Nachdem ich die Strapazen des wirklichen harten Ironman Austria vor 2 Wochen, der heuer seeeehr weh getan hat (beim Marathon), verdaut habe, geht es an die Planung für die zweite Saisonhälfte.

Ich habe nach Klagenfurt einige Tage Entspannung, Auszeit benötigt, wo ich komplett vom Sport abschalten konnte. Daher habe ich erst 4 Tage nach dem Ironman wieder eine kurze Radausfahrt durchgeführt. Mittlerweile geht es schon wieder recht gut, ich fühle mich ziemlich gut und habe wieder große Freude am Training und noch größere Lust auf Wettbewerbe!

An folgenden 2 Wettkämpfen habe ich mich derzeit angemeldet:
12.8.2012: Fürstenfeld, olympische Distanz (1,5km schwimmen, 40km rad fahren, 10km laufen). In Fürstenfeld bin ich schon mehrmals gestartet, es gefällt mir sehr gut dort. Es muss aber dazu gesagt werden, dass Fürstenfeld zu den schwereren, härteren Bewerben zählt. Die Radstrecke ist nicht ohne, und die abschliessenden 10km mit dem Anstieg, der von jeder Seite 2x zu bewältigen ist, haben es ganz schön in sich. Jedoch ist das Zielbuffett vom feinsten, es gibt leckeren Kuchen! Und eine tolle Moderation und super Musik den ganzen Tag über!

25.8.2012: Podersdorf, Mitteldistanz (1,9km schwimmen, 90km rad fahren, 21km laufen). Podersdorf und ich, eine Hassliebe! Jedes Jahr sage bzw. denke ich mir, nie wieder Podersdorf. Und jedes Jahr kommt, je näher der Termin rückt, das Verlangen in mir auf, in Podersdorf an der Mitteldistanz teilzunehmen. Ich weiss nicht, warum. Das Schwimmen im nicht gerade tiefen See, in dem die Sicht nur ein paar Zentimeter beträgt, kann es nicht sein. Das Radfahren auf einer komplett flachen und dafür aber sehr windanfälligen Strecke, wo man gefühlsmässig von den 90km 80km Gegen- bzw. Seitenwind hat, wo man nur auf dem Aerolenker liegt, kann es auch nicht sein, was mein Verlangen nach der Teilnahme an diesem Rennen weckt. Und der abschliessende Halbmarathon ohne Zuseher, dafür in der prallen Sonne und der öden Gegend ist ein Graus. Aber dennoch komme ich mittlerweile schon einige Male nach Podersdorf zurück um an der Mitteldistanz teilzunehmen. Vielleicht ist es das Zielbuffett, was mich nach Podersdorf zieht? Ich habe keine Ahnung, ich kann nur sagen, dass ich mittlerweile wieder große Lust auf Podersdorf und eine Mitteldistanz habe, und daher habe ich mich heute für Podersdorf angemeldet.

Derzeit bin ich nur für die beiden oben genannten Bewerbe angemeldet, jedoch denke ich, dass es ganz sicher nicht nur bei den beiden Bewerben bleiben wird. Ich bin auf der Suche nach weiteren Bewerben, jedoch werde ich mich voraussichtlich kurzfristig anmelden.

Ich freu mich schon sehr auf meinen nächsten Wettbewerb, der hoffentlich bald kommen wird! Ich wünsche euch ein schönes Restwochenende,
Markus!

Freitag, 6. Juli 2012

Rücktritt

Für das Jahr 2013 habe ich (absichtlich) keinen Startplatz für den Ironman Austria erworben, ebenso werde ich aller Voraussicht nach auch im Jahr 2014 an keinem Ironman teilnehmen. Das heisst, die nächsten beiden Jahre keinen Ironman. Und danach wird sich herausstellen, wie weit die Motivation vorhanden ist, um nochmals ins Training für einen Ironman einzusteigen und somit im Jahr 2015 und danach an einem Ironman teilzunehmen.

Die Entscheidung, mindestens 2 Jahre bei einer Langdistanz, einem Ironman, auszusetzen, ist mir nicht leicht gefallen. Aber diese Entscheidung habe ich schon einige Zeit vor dem heurigen Ironman in Klagenfurt getroffen. Der Ironman am 1.7.2012 war der für mich härteste, aber er war wieder wunderschön. Beim Zieleinlauf kamen die Emotionen hoch, als ich daran gedacht habe, dass ich die kommenden 2 Jahre diesen Zieleinlauf, dieses Gefühl nicht erleben werde.

Aber es ist notwendig die kommenden beiden Jahre auszusetzen. Zum einen ist die Entscheidung aus Zeitgründen gefallen. Aber noch wichtiger war der Grund, dass der Körper eine Erholungsphase benötigt. Ich war heuer im Winter laufend verletzt und krank, hatte sehr viele größere und kleinere Beschwerden, die mir das Training sehr erschwerten, aber auch bei den Vorbereitungswettkämpfen waren immer Schmerzen vorhanden. Und die Erholungsphasen nach den Wettkämpfen wurden immer länger.

Dazu kam im Winter die fehlende Motivation (was auch mit den Schmerzen in Zusammenhang stand). Ich habe zwar mein Training durchgezogen, jedoch musste ich mich teilweise dazu zwingen. So wie heuer war es noch nie. Der Kopf braucht daher auch mal eine Pause.

Ich habe bei meinen 5 Ironmanteilnahmen sehr viel erlebt, wunderschöne Momente gehabt, vor allem im Jahr 2011, als ich meine beste Marathonzeit gelaufen bin. Es gab auch einige Tiefen, viele Schmerzen während des Ironman, jedoch waren die Schmerzen beim Zieleinlauf jedes mal vergessen. So ein tolles Feeling, solche Emotionen und Gefühle wie beim Ironman Austria habe ich noch bei keinem anderen Triathlon erlebt. Daher ist es mein Plan, nach den zwei Jahren Langdistanz- bzw. Ironmanauszeit wieder die Motivation zu finden, um noch einige Mal an einem Ironman teilzunehmen. Das heisst aber nicht, dass ich gar keinen Triathlon mehr bestreiten werde. An Sprint- und Kurzdistanz werde ich weiterhin teilnehmen, jedoch werden auch diese sehr genau ausgewählt, an welchen ich teilnehmen werde.

Markus!

Mittwoch, 4. Juli 2012

Ironman Austria, 1.7.2012

Es ist geschafft, ich habe zum 5. mal den Ironman Austria beendet!

Dieser Ironman war der härteste der bisherigen Ironman. So extrem heiss und trocken wie heuer war es noch nie. Mir wurde wieder eindrucksvoll bewiesen, dass ich alles andere als ein Hitzeathlet bin. Aber ich habe mich durchgekämpft, die Zähne zusammengebissen und den Ironman erfolgreich beendet!

Ich habe mit meiner Frau einige wunderschöne Tage in Kärnten, in Pörtschach verbracht. Das Wetter war, zumindest für diejenigen, die einen Badeurlaub geplant hatten, wunderbar. Temperaturen knapp an die 40°C, fast kein Wind, blauer Himmel, Sonnenschein pur, und dazu kommt noch ein extrem warmer Wörthersee. Was will man mehr, wenn man nicht unbedingt einen Ironman auf seiner Aktivitätenliste stehen hat?

Am Freitag am Abend fand die Pastaparty statt. Wie immer ganz toll diese Party. Pasta, Kaiserschmarrn, dazu Unterhaltung. Der ideale Auftakt für den Ironman. Der Samstag ist für mich dann der stressigste Tag. Am Morgen nochmals ein paar Züge schwimmen, danach geht es mit dem Rad von Pörtschach nach Klagenfurt zur Wettkampfbesprechung und wieder retour. Dann folgt noch ein kurzes aber etwas schnelleres Läufchen von nicht mal 10 Minuten um den Körper aufzuwecken. Und schon ist die Zeit gekommen um wieder nach Klagenfurt zu fahren und einzuchecken. Das ist dann der Zeitpunkt wo es so richtig losgeht. Zu diesem Zeitpunkt ist die positive Anspannung das erste mal richtig zu spüren. Die Wege werden genau studiert um nach dem Schwimmen bzw. nach dem Radfahren wieder zurückzufinden, um seine Wechselsäcke zu finden und um nicht planlos in der riesigen Wechselzone herumzuirren. Nach dem Einchecken steht bei mir immer nochmals eine kurze Shoppingtour durch die Expo auf dem Plan, da heisst es, die dicke Geldbörse mitnehmen ;-).

Das härteste an einem Ironmanwochenende ist für mich die Nacht vor dem Ironman, also in diesem Fall von Samstag auf Sonntag. An schlafen ist in dieser Nacht fast nicht zu denken, und genau so war es auch heuer, ich habe sehr, sehr schlecht geschlafen. Mit den Gedanken ist man schon beim Ironman...

Am Sonntag war um 3:45 Tagwache. Den Wecker brauchte ich bisher und auch heuer noch nie, ich war immer schon ohne Wecker um diese Zeit munter. Schnell schön machen, die bereits vor der Hotelzimmertür bereitgestellten Sachen schnappen, und ab geht es nach Klagenfurt, wo ich meist einer der ersten um diese Zeit bin. Ich habe dadurch keinen Stress, freie Parkplatzwahl, kann in Ruhe frühstücken und entspannende Musik hören.

Um 5:00 ging es dann los Richtung Wechselzone. Die letzten Vorbereitungen werden getroffen, die Reifen werden aufgepumpt, die Verpflegung wird am Rad deponiert, die Schuhe werden in die Pedale eingeklippst, die Laufschuhe werden ins Laufsackerl reingegeben, alle Wege werden nochmals genau inspiziert um danach nicht in der Wechselzone verloren zu gehen.

Und dann geht es eigentlich richtig los. Obwohl meist noch genügend Zeit bis zum Start zur Verfügung steht, wird diese Zeit immer zu kurz. Das Sackerl mit der Bekleidung, die man nach der Zielankunft benötigt, ist abzugeben, ein WC wo nicht soooo viele Athleten stehen ist zu suchen, aufwärmen, einschwimmen... Und da sind wir schon bei einem besonderen Punkt heuer: der Wörthersee war extrem warm, daher hat sich der Veranstalter entschieden, dass heuer erstmals in der Geschichte des Ironman Austria OHNE Neopren geschwommen wird. Obwohl es ein riesengroßer Schock war als das bei der Wettkampfbesprechung bekanntgegeben wurde, habe ich größten Respekt vor dieser Entscheidung des Veranstalters! Und es war meiner Meinung nach die richtige Entscheidung, dazu etwas später mehr. Natürlich hat der Veranstalter auf Grund der Wettervorhersage gewusst, dass die Zeit von Marino aus dem Vorjahr nicht zu knacken sein wird, und tat sich auch deswegen leicht, ein Neoprenverbot auszusprechen.

Jetzt zum tatsächlichen Rennverlauf:
Beim Schwimmen bin ich heuer wirklich ganz rechts gestanden, in einem Rudel Argentinier. Aber es war recht amüsant mit den Argentiniern, die Wartezeit bis zum Start (ca. eine halbe Stunde) ist sehr schnell vergangen. Auch heuer gab es wieder einen Mix aus Land- und Wasserstart. Wir mussten an Land warten, bis wir knapp vor dem tatsächlichen Start ins Wasser durften. Eigentlich hätten wir dann einige Meter bis zu einer gewissen Linie nach vor schwimmen dürfen und dort warten müssen, jedoch hat das bisher noch nie geklappt. Warum hätte das dann heuer klappen sollen ;-) ? Wir wurden ins Wasser gelassen und die, die ganz vorne gestanden sind, sind sofort losgeschwommen. Und somit war der Ironman eröffnet. Die ersten ca 200m entlang des Stegs war es recht eng, jedoch nach dem Steg konnte ich sofort ganz an den rechten Rand schwimmen und hatte freie Bahn. So angenehm wie heuer ist das Schwimmen noch nie verlaufen (für mich), es gab absolut keine Schlägereien, ich konnte mein Tempo dahinschwimmen. Die ganze Zeit bin ich ganz rechts geschwommen und hatte meine Ruhe. Jedoch beim Retourschwimmen war diese Position ein Nachteil. Man schwimmt gegen die tiefstehende Sonne und sieht NICHTS. Daher heisst es den anderen nachschwimmen, egal ob die Richtung stimmt oder nicht, denn den Eingang zum Lendkanal sieht man nicht. Tja, heuer hat die Richtung nicht gestimmt, wir sind meiner Meinung nach einen grossen Umweg geschwommen. Nach 1:16:07 bzw. 3,8km hatte ich endlich wieder festen Boden unter den Beinen und es ging in die Wechselzone. Hier möchte ich nochmals auf die Entscheidung, ohne Neo zu schwimmen, zurückkommen. Es ist schon ein Schock, wenn der Veranstalter bekanntgibt, dass Neoverbot gilt. Jedoch im Training wird auch die meiste Zeit ohne Neo geschwommen, daher sollten die 3,8km kein Problem darstellen. Ich persönlich muss sagen, es war vollkommen ok, denn mir war beim Schwimmen schon heiss, und mit Neo wäre es unerträglich geworden. Daher war die Entscheidung vollkommen richtig!

Für den Wechsel auf das Rad habe ich 4:35 benötigt. Da der Weg vom Schwimmausstieg bis zum Radaufstieg seeeeehr lang ist, ist das eine recht gute Zeit. Die Wechselzone ist in Klagenfurt auf Grund der hohen Teilnehmerzahl sehr groß, dementsprechend lang sind auch die Wege die beim Wechsel zu absolvieren sind.

Voll motiviert ging es auf die Radstrecke. Ich habe mich am Anfang super gefühlt, vor allem auch deswegen, da ich gesehen habe, dass noch sehr viele Räder in der Wechselzone gestanden sind als ich die Wechselzone verlassen habe. Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich für heuer wegen der extremen Temperaturen keinen Plan bez. des Tempos hatte. Ich bin die erste Runde in einem gefühlsmässig angenehmen Tempo gefahren und habe für die 90km 2:37 benötigt. Jedoch wie bei jedem Ironman war nach ca. 125km die Luft draussen und es wurde ein Kampf. Heuer war es auch wegen der Hitze sehr schwer, meine Fusssohlen brannten! Ich habe ab diesem Zeitpunkt sehr zurückschalten müssen, da ja noch die Kleinigkeit in Form eines Marathons auf dem Programm stand. Ab km 160 haben die Fusssohlen schon so gebrannt, dass ich mir laufend Wasser in die Schuhe leeren musste um die Sohlen etwas zu kühlen. Die letzten Radkilometer waren sehr, sehr hart und ich war total überhitzt. Für die zweite Runde habe ich knapp über 3 Stunden benötigt, womit ich überhaupt nicht zufrieden bin. Da hätte viel mehr drinnen sein müssen. Das Problem das ich am Rad bei einem Wettkampf habe ist, dass ich keine feste Nahrung zu mir nehmen kann. Im lockeren Tempo ist es kein Problem, da kann ich essen was ich will. Jedoch im Renntempo bringe ich keinen Bissen runter. Und nur die Isogetränke alleine sind zu wenig. Hier muss ich noch lernen.

Beim Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke habe ich mich entschieden, dass ich nicht aus den Radschuhe rausschlüpfe und barfuss durch die lange Wechselzone laufe, sondern dass ich mit den Radschuhen durch die Wechselzone laufe. Diese Entscheidung war nicht mal so schlecht, denn der Asphalt war verdammt heiss. Andererseits eine so lange Strecke mit Radschuhen zu laufen ist auch nicht angenehm, aber immer noch besser als Brandblasen auf den doch schon sehr lädierten Sohlen zu haben. Der Wechsel dauerte heuer extrem lange bei mir, nämlich 12:04. Der Grund war dass ich mich im Wechselzelt hinsetzen und warten musste, bis ich etwas abgekühlt war. Ich war total überhitzt und ich fühlte mich nicht in der Lage, auch nur einen Meter zu laufen. Daher habe ich mich entschlossen, mich hinzusetzen, eincremen, trinken, abkühlen, in aller Ruhe auf den Marathon vorbereiten. Da ich heuer keine Ziele hatte (wegen der Temperaturen), war es mir egal, wie lange ich beim Wechsel benötige.

Nachdem der Körper endlich etwas abgekühlt war begab ich mich auf den Marathon. Der erste Kilometer hat aber soooo wehgetan, das war ein Wahnsinn. Dazu kam noch, dass die erste Labestation erst nach ca. 2km aufgestellt war und wir daher lange warten mussten, bis wir etwas kühles zum Trinken und Schwämme mit kühlen Wasser zum Abkühlen bekommen haben. Ab dem 2. km ging es dann schön dahin und ich konnte eine Menge anderer Athleten, die mich im Wechselzelt bzw. auf den letzten Radkilometern überholt hatten, überholen. Ich bin die ersten 29km in jeweils 5:45-6:00 pro km gelaufen. Für diese hochsommerlichen Temperaturen nicht so schlecht. Bei km 29 dann das Drama: ich bin kurz stehengeblieben um mir ein Gel zu nehmen. Da meine Hände jedoch nass waren, habe ich das Gel nicht aufgebracht. Ich bin aber anscheinend genau an der Stelle gestanden, wo der Mann mit dem Vorschlaghammer gestanden ist, und ich denke, ich bin ihm im Weg gestanden, denn er hat mich voll getroffen mit seinem Riesenhammer. Als ich das Gel offen hatte und weiterlaufen wollte ging nichts mehr! Ich konnte keinen Schritt mehr laufen! Das war ein Sch...gefühl. Ich bin dann einige Meter gegangen bis ich endlich wieder langsam zu laufen beginnen konnte. Jedoch konnte ich die restlichen 13km nur mehr in einer Zeit zwischen 6:15 und 6:30 pro km laufen. Dazu kam noch, dass ich sehr aufpassen musste um keine Krämpfe zu bekommen. Dieser Marathon hat heuer verdammt weh getan! Aber umso schöner war dann der Zieleinlauf.

Im Zielkanal haben mich noch einige Athleten überholt, aber das war mir egal. Ich wollte diesen Zieleinlauf nochmals so richtig geniessen, die positive Energie aufnehmen. Dieses Gefühl muss man einmal erlebt haben, wenn man nach extrem harten 226km endlich ins Ziel kommt, und dort warten soviele Leute, die einem zujubeln, obwohl die einen nicht kennen. Das ist ein Wahnsinn und man kann das nur sehr schwer beschreiben. Das ist der Moment wo man weiss, warum man so lange trainiert, all die Strapazen und Entbehrungen auf sich nimmt. Das ist ganz einfach nur geil!

Für den Marathon habe ich 4:23 benötigt, gesamt habe ich 11:36:04 benötigt. Das ist die schlechteste Ironmanzeit die ich jemals hatte, jedoch auf Grund der extrem harten Bedingungen bin ich auf meine Leistung stolz. Für mich war es heuer nur wichtig ins Ziel zu kommen, was bei diesen Temperaturen nicht selbstverständlich ist. Ich habe es geschafft und ein stolzer 5facher Ironman!!!!

Ein ganz grosses Lob an die vielen Helfer! Ich habe im nachhinein gehört, dass doch einige der freiwilligen Helfer wegen der hohen Temperaturen abgesprungen sind, was ich sehr schade finde. Jedoch diejenigen, die uns unterstützt haben, waren super. Ohne die Helfer entlang der Strecke wäre es nicht möglich gewesen einen Ironman zu beenden. Auch die Zuseher entlang der Strecke, die uns mit den Wasserschläuchen abgekühlt hatten waren super, jede Abkühlung war an diesem Sonntag willkommen und erwünscht!

Mir hat es heuer wieder sehr gut gefallen im Triathlonmekka, in Klagenfurt. Es ist das schönste Triathlonwochenende im Jahr, auf das ich mich das ganze Jahr über freue. Klagenfurt ist super, toll organisiert, und muss man als Triathlet einmal erlebt haben!

Hier nochmals die Zeiten:
3,8km Schwimmen: 1:16:07
Wechsel 1: 4:35
180km Rad: 5:40:12
Wechsel 2: 12:04
42km Lauf: 4:23:04
Gesamt: 11:36:04

Markus!

Blick auf den Wörthersee von der Terrasse unserer Frühstückspension


Mittwoch, 27. Juni 2012

Startnummer 1827 Ironman Austria 2012

Jetzt geht es schön langsam los, nur mehr wenige Tage bis zum Showdown!

Die Startnummern sind vergeben und auf der Seite http://ironmanklagenfurt.com/de/2012/06/starterliste-2012/ zu finden. Meine Startnummer ist heuer die Nummer 1827. Da bekommt man wieder nett vorgeführt, wie alt man ist ;-), da die Startnummern dem Alter entsprechend vergeben werden (zuerst die Profis, dann von Jung bis Alt...).

Nachverfolgen kann man das Rennen unter www.ironmanlive.com, aber man kann auch eine SMS mit der Startnummer des Teilnehmers, also in meinem Fall z.B. 1827, an die Nummer 0676 800 96 19 senden, und man bekommt gratis und live die Zwischenzeiten des Teilnehmers auf das Handy geliefert http://ironmanklagenfurt.com/de/2012/06/sms-service/.

Bei der Seite www.ironmanlive.com bin ich mir nicht so sicher, ob dort alles klappt. In St. Pölten, Ende Mai, hat es einige Probleme mit der Anzeige gegeben, ebenso gab es Probleme, wenn man einen Teilnehmer mit einem Umlaug (z.B. ö) im Nachnamen gesucht hat (man musste dann die Startnummer des Teilnehmers wissen).

Ich fühle mich derzeit recht gut, alle Wehwechen verschwinden schön langsam, es sieht nicht so schlecht aus. Was mich jedoch beunruhigt ist die Wettervorhersage, denn es werden nämlich mehr als 34°C am Sonntag vorhergesagt. Und bei diesen Temperaturen wird nach einem kurzen Schwimmen (3,8km) und einer gemütlichen Radausfahrt (180km) das abschliessende Läufchen (42,2km) kein Kindergeburtstag werden. Aber die Bedingungen sind für alle gleich, und die vielen Leute, Zuseher und vor allem die Helfer entlang der Strecke werden uns wieder toll anfeuern und unterstützen, so dass der Sonntag wieder eine tolle Veranstaltung werden wird!

Ich freue mich schon sehr, bin topmotiviert und lasse mich überraschen, was am Sonntag auf mich zukommen wird. Das war mein letzter Blogeintrag vor dem Ironman, ich werde mich erst wieder nach dem Rennen melden!

Allen Teilnehmern viel Glück und viel Spass, den Zusehern ebenso viel Spass und feuert uns tatkräftigst an, den daheimgebliebenen ein schönes Wochenende und geniesst das schöne Sommerwochenende!
Weitere Informationen zum Ironman Austria findet ihr auf der Seite http://ironmanklagenfurt.com/de/, aber auch auf Facebook.

Bis demnächst,
Markus!

Samstag, 23. Juni 2012

1 Woche

Eine Woche nur mehr!
War diese Woche schon hart wegen der Taperingphase, das heisst wegen dem geringeren Trainingsumfang, so wird erst die kommende Woche hart und anstrengend werden, da der Trainingsumfang und die Intensität komplett runtergefahren werden.

Man ist es nach der langen Trainingsphase gar nicht mehr gewöhnt Zeit zur Verfügung zu haben. Zum einen grübelt man darüber nach, was kann ich mit der verfügbaren Zeit machen? Zum anderen kommen Zweifel auf, ob genügend trainiert wurde. Wie immer denkt man, dass man nicht genügend trainiert hat, dass man dieses oder jenes noch in den Trainingsplan einfügen hätte sollen, dass die Einheiten vielleicht doch in einer höheren Intensität durchgeführt werden hätten können... Jedoch ein Blick in die Trainingsaufzeichnungen zeigt, dass man wieder etwas mehr als im Jahr zuvor trainiert hat. Ob es qualitativ besser war, das wird sich erst am kommenden Sonntag zeigen.

Bei mir kommt dann auch meist hinzu, dass sich die kleinen Wehwechen, die die letzten 9 Monate weggesteckt wurden, bemerkbar machen. Da es aber bei mir jedes Jahr um diese Zeit so ist, mache ich mir diesbezüglich nicht allzu viele Sorgen. Es wird nicht mehr viel trainiert, es ist genügend Zeit zum Auskurieren vorhanden, am 1.7.2012 werde ich um 7:00 topfit in den Wörthersee springen und mein Bestes geben.

Nur mehr wenige Tage bis es endlich los geht! Die Motivation ist voll da und ich freue mich schon riesig auf den 1.Juli 2012!

Markus!

Dienstag, 19. Juni 2012

Fotos Triathlon Neufeld, 17.6.2012

Hier gibt es von Websteiner eine ganze Menge Fotos vom Triathlon in Neufeld am 17.6.2012:
http://www.websteiner.com/triathlon12/

Mir gefallen die Fotos vom Schwimmstart immer sehr gut, wo man einigermassen erahnen kann, wie es am Start zugeht. Geht es bei einem "kleineren" Bewerb wie in Neufeld schon ziemlich am Start zu, so muss man erst einmal den Start in Klagenfurt mit ca. 2500 Teilnehmern gesehen haben!

Markus!

Sonntag, 17. Juni 2012

Triathlon Neufeld, 17.6.2012

Ich liebe es Triathlet zu sein! Schon um 6:00 hatten wir heute 18°C, blauen Himmel und Sonnenschein. Und so blieb es den ganzen Tag über, mit Ausnahme der Temperatur, die immer weiter nach oben kletterte. Das sind genau die Momente und Tage, wo ich mir denke, wie gut geht es mir, dass ich diese Tage genießen darf. Genießen bedeutet für mich, nicht faul in der Sonne oder sonst wo herum zu liegen, sondern aktiv genießen, raus in die Natur und etwas machen (Sport machen). Bei so einem Wetter wie heute lacht das Herz schon in aller Früh und man freut sich, wenn man früh am Morgen aufstehen darf. Auch wenn der nachfolgende Bericht zu meiner Liebe zum heutigen Wetter etwas widersprüchlich sein mag: ich liebe es Triathlet zu sein!

Heute bin ich in Neufeld an der Leitha an der olympischen Distanz (1,5km schwimmen, 40km rad, 10,5km laufen) gestartet. Nachdem voriges Jahr für mich die Frage im Raum stand, ob ich starten soll (auf Grund des schlechten Wetters), stellte sich diese Frage heute nicht. Endlich hatte der Veranstalter wieder mal Glück, und es sei ihm gegönnt. Für mich sind die heissen Temperaturen bei einem Wettkampf eine Qual! Der Fahrradcomputer zeigte (nachdem ich mein geliebtes Rad nach dem Bewerb aus der Wechselzone geholt hatte) mehr als 40°C an, und ich weiss, dass bei heissen Temperaturen mein Körper beim Laufen streikt. Da aber in Klagenfurt beim Ironman es meist auch heiss ist, war dieser Bewerb heute die ideale Vorbereitung.

Heute fand das Vorspiel statt, in 2 Wochen kommt der Höhepunkt! Auch wenn das Vorspiel nicht so verlief wie gewünscht, denke ich, dass ich für den 1.7., für den Höhepunkt, gut gerüstet bin. Leider habe ich heute auch wieder mal bravourös bewiesen, wie patschert (=ungeschickt) ich sein kann, aber dazu etwas später.

So, jetzt endlich zum Bericht:
Am Freitag war ich wieder mal um 5:30 im Neufeldersee schwimmen, da war der See noch ziemlich frisch. Heute war es schon etwas wärmer. Das kann zum einen deswegen sein, weil es gestern heiss war, zum anderen, weil ich ausgeschlafen war (nicht so wie am Freitag ;-) ). Aber der See war zum Glück nicht warm genug um ein Neoprenverbot auszusprechen (laut Veranstalter lag die Seetemperatur knapp unter 20°C, wenn man mal drinnen ist, dann ist es auch nicht mehr so kalt).

Obwohl der Bewerb schon vor einiger Zeit ausverkauft war, hat sich der Veranstalter dennoch breit schlagen lassen und das Kontingent an Startplätzen erhöht. Da es keinen Wellenstart in Neufeld gibt, sondern alle Athleten auf einmal losgelassen werden, und der Startbereich ziemlich eng ist, war die erste Runde ziemlich hart. Doch in der zweiten Runde lichtete sich das Feld etwas, da ging es dann schön dahin. Ich habe für die 2 Runden 28:00 benötigt. Zum Vergleich: im Vorjahr habe ich 25:28 benötigt. In Neufeld sieht man immer wieder sehr schön, wie vergleichbar die Schwimmzeiten sind, nämlich gar nicht. Jedes Jahr werden (so meine Vermutung) die Bojen anders gesetzt. Ich bin aber dennoch mit meiner Schwimmzeit zufrieden. Es wäre etwas mehr drinnen gewesen, aber ich bin 2 gleichmäßige Runden zu je 14:00 geschwommen.

Der Wechsel vom Schwimmen auf's Rad:
2:01. Langsam, geht aber bei mir anscheinend nicht schneller. Ich war halbwegs flott aus dem Neo und schnell bereit um die Wechselzone zu verlassen. Dann der Beweis meiner Tolpatschigkeit:
Jetzt mache ich doch schon ein paar Jahre Triathlon, habe einige Triathlons hinter mir, gehe die Abläufe auch im Training immer durch. Meist passt es, heute jedoch nicht. Raus aus der Wechselzone mit dem Rad und den in die Pedale eingeklippsten Radschuhen, rauf auf's Rad, und ich komme nicht richtig auf dem rechten Radschuh zu stehen. Das hat wieder zur Folge, dass ich mit dem linken Fuss nicht auf dem linken Radschuh zu stehen komme. Fazit: hoffen, dass ich nicht vor den vielen Zusehern auf die Schnauze falle. Beim ersten Tritt hatte ich Glück, ist noch irgendwie gut gegangen. Beim zweiten Tritt komme ich wieder nicht richtig auf den Schuhen zu stehen (damit ich dann ordentlich reinschlüpfen kann), was zur Folge hat, dass ich den linken Radschuh verliere (aber nicht auf die Schnauze falle). Stehen bleiben, runter vom Rad, der freundliche Ordner schiesst mir den Schuh zu... peinlich! Und hat viel Zeit gekostet. So oft trainiert, bei jeder Radausfahrt, nie gab es Probleme! Daher: kommende Woche wird ein Wechselzonentraining eingebaut, damit es in Klagenfurt besser klappt.

Voriges Jahr war es windstill beim Radfahren, heuer ging etwas der Wind (wie halt im Burgenland so üblich). Aber wirklich beeinträchtigend war der Wind nicht, obwohl, die zweite Radrunde hat man den Wind schon etwas stärker gespürt. In 1:08:43 (inklusive der peinlichen Schuhpanne) hatte ich die 40km hinter mir. Ich war doch etwas schlapp vom harten Training, aber es wäre noch etwas drinnen gewesen. Jedoch wollte ich mich nicht wieder am Rad so abschiessen wie am Stubenbergsee. Das gelang mir zwar heute, jedoch wäre es auch egal gewesen, wenn ich mich am Rad abgeschossen hätte. Dann hätte ich zumindest eine gute Radzeit gehabt.

Der Wechsel vom Rad zum Laufen:
2:00. Irgendwie war ich anfangs in der Wechselzone leicht orientierungslos. Ich habe zwar nach dem Schwimmen sofort mein Rad gefunden und nach dem Laufen den Platz, wo ich hingehöre (ist auch nicht immer der Fall bei mir), jedoch ging alles ziemlich langsam. Dazu kam noch, dass mir beim anziehen der Socken ein kleines Steinchen in die Socken reinrutschte, und ich das erst nachdem ich den Schuh anhatte gemerkt hatte. Ich wollte jedoch den Schuh nicht mehr ausziehen, da die anderen, die mit mir in etwa gleichzeitig in die Wechselzone reingekommen sind, schon weg waren. Daher Augen zu und durch. Folgen: ihr könnt es euch denken... Wird morgen aber schon wieder gut sein (hoffe ich).

Laufen:
Das Drama am heutigen Tag. Heiss! Kein Schatten auf der Laufstrecke! Ich habe gelitten. Wenn der Triathlon nach einem Laufkilometer zu Ende gewesen wäre, wäre es super gewesen. Km1: 4:22. Km2: 4:39. Die letzten 3km (von 10,5) nur mehr 5:10. Mein Körper wollte nicht mehr mitmachen bei diesen Temperaturen. Die erste Runde (5,2km) ging noch einigermassen, jedoch die 2. Runde war dann sehr hart. Hier möchte ich mich bei den Zusehern entlang der Strecke bedanken: die Anwohner standen mit Gartenschläuchen um uns etwas abzukühlen, und sie reichten uns auch Wasser zum Trinken. Vielen, vielen Dank, ohne euch wäre das ganze noch um vieles härter gewesen. Ihr habt uns Triathleten sehr geholfen. Ich habe für die 10,5km 51:42 benötigt, und war somit um 5(!) Minuten langsamer als im Vorjahr.

Ok, alle haben das gleiche Wetter, aber die einen kommen mit dem Wetter besser zurecht, die anderen weniger. Ich gehöre zu denjenigen, die bei heissen Temperaturen beim Laufen Probleme haben. Voriges Jahr war es kühl, das hat mir sehr zugesagt, daher der 5-Minuten Unterschied zum Vorjahr. Man sieht es aber auch an den Zeiten der anderen Triathleten, dass es heuer beim Laufen um vieles schwerer war als im Vorjahr!

Hier nochmals meine Zeiten:
Schwimmen: 28:00
Wechsel 1: 2:01
Rad: 1:08:43
Wechsel 2: 2:00
Laufen: 51:42
Gesamt: 2:32:28

Fazit:
Heuer fand der Triathlon in Neufeld zum 25. mal statt. Ich war jetzt schon einige Mal dort am Start, mir gefällt es in Neufeld. Es ist für mich nicht weit weg, 2 Wochen vor dem Ironman ist dieser Bewerb nochmals ein guter Check, und ich bin der Meinung, dass das Preis- Leistungsverhältnis stimmt. Jedes Jahr gibt es kritische Stimmen, die wird es vielleicht auch heuer wieder geben. Ich kann nur aus meiner Sicht sprechen und sagen, dass ich eigentlich nichts bemängeln kann. Die Strassen sind für das Radfahren nicht komplett gesperrt, jedoch geben sich die Helfer und die Polizei größte Mühe, dass wir nicht all zu sehr behindert werden. Aber auch beim Tristar Attersee waren die Strassen nicht für den Verkehr gesperrt. Da ich nicht weit von Neufeld entfernt wohne, kann ich bereits am Samstag meine Startunterlagen holen (was für viele nicht der Fall ist). Daher habe ich am Sonntag keinen Stress, da ich mich nicht in der langen Schlange für die Registrierung anstellen muss (hier könnte man vielleicht was tun, da jedes Jahr die lange Schlange ist). Man muss an dieser Stelle den vielen Helfern danken, denn ohne die würde gar nichts gehen. Man darf auch nicht vergessen, dass die Helfer NICHTS bekommen. Es gibt nach dem Bewerb Nudeln, und es gibt ein T-Shirt. Meine bessere und schönere Hälfte (=meine herzallerliebste Frau, der ich sehr dankbar bin, dass sie mich jeden "Unfug" machen lässt und mich auch dabei unterstützt) freut sich immer über die Baumwoll-T-Shirts. Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass mir die Baumwoll-T-Shirts viel lieber sind als die Funktionsshirts beim Ironman (sowohl in Klagenfurt als auch in St. Pölten).

Mir gefällt es sehr gut in Neufeld, ich komme immer wieder gerne, und das wird auch so bleiben! Abschliessend nochmals:
Ich liebe es Triathlet zu sein, auch wenn es nicht immer so läuft, wie es soll. Ich habe Spass am Sport, ich habe grossen Spass, wenn ich bei einem Wettbewerb starten kann. Mir gefällt es, wenn ich bekannte Gesichter sehe, die ich nur bei den Bewerben sehe, und wenn ich ein paar Worte mit ihnen wechseln kann. Und wenn dann noch dazu die Sonne scheint, wenn blauer Himmel ist, dann bin ich glücklich!

Bis demnächst,
Markus (der jetzt üben wird, wie man richtig auf das Rad aufsteigt ohne die Schuhe zu verlieren)