Hobbytriathlet Markus Counter / Zhler

Samstag, 22. August 2009

Pöttschin, 15.8.2009

Am Samstag dem 15.8.2009 nahm ich in Pöttsching, im schönen Burgenland, am dortigen Triathlon teil. Es mussten 800m geschwommen werden, 36km mit dem Rad gefahren werden, und zum Abschluss 8,6km laufen.

Die Wettervorhersage hat leider (für mich leider, für die vielen Zuschauer zum Glück) gestimmt, es war sonnig, blauer Himmel und sehr heiss. Zu Mittag hatten wir im Schatten 33°C. Der Start erfolgte um 16:00, gefühlsmässig war es nicht viel kühler geworden.

Ich nahm zum ersten Mal an diesem Triathlon teil und wusste nicht, was auf mich zukommen wird. Die Radstrecke bin ich im Vorfeld einmal abgefahren, und da musste ich feststellen, dass die Strecke schwer ist. Man glaubt es kaum, das Burgenland ist doch nicht so flach wie man glaubt ;-).

Das Schwimmen fand im Pöttschinger See statt. Von der Wechselzone aus gesehen sah der See recht schön aus, aber sobald man in den See stieg begegneten einem fäkalienartige Dinger (waren sicher keine Fäkalien, sahen aber leider so aus, oder ich redete mir halt an, dass es sich um keine Fäkalien handelt ;-)). Andere Teilnehmer sagten, das sei das erste Mal, dass der See so schmutzig ist.

Der Ein- und Ausstieg erfolgte über eine ca einen Meter breite Böschung, wo ein alter Teppich ausgebreitet wurde, damit man nicht so rutscht. Beim reingehen ist es ja egal, der Start erfolgte vom Wasser aus, aber beim Ausstieg wurde es doch eng. Aber es standen 2 Helfer dort, die einem ganz toll geholfen haben. Vielen Dank an diese beiden Herren.

Man hatte die Möglichkeit vor dem Start einzuschwimmen, das ist ja leider nicht überall so. Nur war es dann so, dass die meisten, so auch ich, schon im Wasser waren, als 15 Minuten vor dem Start die Wettkampfbesprechung erfolgte. Nur hörte man davon im Wasser beim Start überhaupt nichts. Zuerst wusste ich nicht einmal, wo die Schwimmstrecke entlang geht, ein anderer Teilnehmer war so nett und zeigte mir die beiden angebrachten weissen Bojen. Zuerst dachte ich, er verarscht mich, ich sah nichts. Doch mit seiner Hilfe fand ich die beiden Bojen, die sehr, sehr klein waren. Wie sich während des Schwimmens herausstellte, war es überhaupt nicht möglich, die beiden Bojen beim Schwimmen zu sehen. Wäre nett, wenn da das nächste Mal was grösseres montiert werden würde.

Ich positionierte mich für den Schwimmstart ziemlich weit rechts, denn es ging immer nach links bei den Bojen. So hoffte ich, dass ich bei den Bojen nicht in "Schlägereien" verwickelt sein werde. Ich stand in der ersten Reihe, doch je näher es zum Start kam, umso weiter rückten die Teilnehmer nach vor. Und es kamen auch die letzten vom einschwimmen zurück, die stellten sich dann ganz vorne hin. Ich hatte keine Zeit mehr mich neu zu positionieren, da auf einmal der Startschuss fiel, ich war daher mitten im Getümmel drinnen. Und es kam wie es kommen musste, ich bekam einige Schläge (kein Problem, daran habe ich mich heuer schon gewöhnt), aber einer ging direkt auf die Brille, die leicht verrutschte, und Wasser trat ein. Zeit um die Brille zu richten hatte ich keine, denn ich wollte so schnell wie möglich aus dem Getümmel raus und zur ersten Boje. Nur durch das Wasser in der Brille sah ich die ohnehin schon sehr kleinen Bojen gar nicht mehr und schwamm einem Pulk nach (und legte auch einige extra Meter ein). Nach der ersten Boje lichtete sich das Feld etwas und ich konnte mir die Brille richten. Von da an begann für mich das Rennen erst richtig, ich konnte endlich zulegen und überholte eine Menge Schwimmer. Nach 15:12 stieg ich endlich aus dem Wasser.

Der erste Wechsel ging dieses Mal ohne Probleme von statten, ich hatte mir meinen Wechselplatz richtig hergerichtet, zuerst die Startnummer rauf, dann die Brille, dann der Helm, das Rad nehmen und raus auf die Radstrecke. Der Wechsel dauerte 52 Sekunden.

Auf dem Rad versuchte ich gleich Gas zu geben. Die ersten Meter ging es leicht bergab, aber dann kam sofort der erste Anstieg. Ich nahm kein Tempo raus, voll rein in diesen Anstieg, und ging dabei fast ein ;-). Erst ab km 8 hatte ich dann mein Tempo gefunden und konnte 2 gleich schnelle (oder langsame) Runden absolvieren. Wie erwartet war die Radstrecke sehr anstrengend. Zum Glück ging kein Wind, aber es war ziemlich heiss. Es gab nur Anstiege und Abfahrten, keine Flachstücke, sehr schwierig also. Ich benötigte für die Radstrecke 1:00:29.

Auch der zweite Wechsel brachte keine Probleme, war aber etwas langsam, ich benötigte 1:07. Geht schneller, habe die letzten paar male schon unter einer Minute gewechselt.

Der Lauf. 3 Runden waren zu absolvieren. Leider wurde an der einen Verpflegungsstelle nur Wasser gereicht, das finde ich für 8,6km schon etwas wenig, Isogetränke wären nett gewesen. Gleich zu Beginn jeder Runde gab es einen schönen Anstieg, dann wurde es etwas flacher, und dann ca 2km leicht bergab. Die Hälfte musste auf Feldwegen gelaufen werden, zum Glück hatte es am Vortag nicht geregnet, sonst wäre es eine sehr gatschige Angelegenheit geworden. Die erste Runde war noch toll zu laufen, da waren noch nicht so viele Teilnehmer unterwegs. Die dritte Runde war dann schon schwierig, da musste man schon sehr viel zickzack auf den schmalen Feldwegen laufen. Für das Laufen benötigte ich 40:52.

Totalzeit: 1:58:33
Mein Ziel war es unter 2:00 zu bleiben. Dieses Ziel habe ich erreicht und bin sehr zufrieden. Beim Schwimmen wäre mehr drinnen gewesen, beim Rad war ich am Limit, beim Laufen wäre auch noch etwas gegangen. Aber dennoch, mein Ziel habe ich erreicht.

Es war ein schöner Triathlon mit ein paar Kleinigkeiten (wie grössere Bojen oder Energiedrinks beim Laufen) die nicht so toll waren. Was mir aber am meisten fehlte: die laute Musik am Start, in der Wechselzone, im Ziel. In Fürstenfeld zum Beispiel gab es eine hervorragende Moderatoren und die ganze Zeit über laute, tolle Musik. Das hat mir am meisten gefehlt. Dennoch, nächstes Jahr wieder!

Markus!

Mittwoch, 12. August 2009

Thermentriathlon Fürstenfeld, 9.8.2009

Am Sonntag fand in Fürstenfeld der Thermentriathlon statt. Das ist heuer der zweite Triathlon an dem ich teilnehme, der vom Rad-Fuchs veranstaltet wurde (Grosssteinbach war der erste).

Eine super Veranstaltung, eine gewaltige Stimmung, und ganz, ganz viel Glück mit dem Wetter (trocken und nicht heiss). Es wurden 2 Distanzen angeboten, die Hobbydistanz (400/22/5) sowie die olympische Distanz (1,5/40/10). Gerhard hat mir nur die Hobbydistanz gewährt, im nachhinein betrachtet war das auch richtig so, denn ich war so was von müde.

Fürstenfeld ist für mich nicht weit weg, gerade mal 1:10 Fahrzeit. Mit grosser Freude habe ich festgestellt, dass 2 "Kollegen" (Triathleten die so wie ich regelmässig im BSFZ Südstadt schwimmen) auch an diesem Triathlon teilnahmen, allerdings an der olympischen Distanz.

Start und Ziel waren im Freibad Fürstenfeld, das wunderschön ist. Ich bin froh, dass ich Triathlon mache, denn durch den Sport komme ich viel herum und sehe immer wieder wunderschöne Fleckerl in Österreich, die ich sonst nie sehen würde. So geschehen in Fürstenfeld, Grosssteinbach usw...

Das Wetter war ein Traum, wie vorausgesagt hatte es um die 22°C, die Wassertemperatur des kleinen Sees im Freibad betrug 25°C, daher war Neoverbot. Irgendwie war ich froh darüber, denn sonst hätte ich nicht gewusst, ob sich der Neo für die 400m auszahlt oder nicht, ob ich nicht beim Wechsel durch den Neo zuviel Zeit verloren hätte. Aber durch dem Verbot war von Anfang an alles klar, kein Neo = schneller Wechsel (hoffentlich ;-)).

Um 9:00 startete die erste Welle des Hobbybewerbes, die Damen, wir Männer 5 Minuten später. Ich hatte an diesem Tag einen grossen Drang auf's WC zu gehen und musste 5 Minuten vor dem Start nochmals. Dadurch kam ich etwas in Stress, konnte nur mehr ins Wasser hüpfen, schnell nach vorne in die erste Reihe drängeln, und schon erfolgte der Startschuss. Ich hatte müde Beine, die Arme taten weh und es ging nichts weiter. Ich war fast sauer, weil ich schneller wollte, aber es ging nicht. Nach 5:03 stieg ich aus dem Wasser. Nicht ich war so schnell, sondern die Schwimmstrecke war keine 400m lang, vielleicht maximal 300m. Viele freuten sich darüber, mir wären aber ehrliche 400m lieber gewesen, aber es war ja eh für alle gleich.

Auf dem Weg zur Wechselzone bemerkte ich, dass ich den Zipp (der sich vorne befindet) vom Triathlonanzug offen hatte. Jetzt war auch klar, warum ich nicht schneller konnte, wirkte wie ein kleiner Bremsfallschirm. In der Wechselzone war ich in Gedanken noch immer bei dem offenen Zipp und vergass, dass ich mir die Startnummer umhängte. Ich setzte den Helm und die Brille auf, schnappte das Rad und wollte aus der Wechselzone raus. Erst bei der Ausfahrt bemerkte ich, dass die Startnummer noch am Lenker baumelt. Naja, wieder einige Sekunden verloren, aber dennoch benötigte ich nur 56 Sekunden für den ersten Wechsel.

Beim Radfahren ging die Post ab. Von Fürstenfeld nach Loipersdorf hoch und wieder retour. Ich legte ein für mich gewaltiges Tempo hin, auch nach Loipersdorf hoch gab ich kräftig Gas, wofür ich aber sehr bald büssen sollte. Nach der ersten Abfahrt Richtung Fürstenfeld runter geht es nochmals ganz leicht rauf, und da büsste ich dass hohe Anfangstempo und hatte sehr schwere und sehr müde Beine. Ich nahm deshalb kräftig Tempo raus (Umschreibung für: es ging nichts mehr ;-)) und kämpfte mich in die Wechselzone. Der zweite Wechsel war wieder sehr flott, ich benötigte nur 50 Sekunden!

Beim Rauslaufen aus der Wechselzone merkte ich, dass es nichts werden wird mit einer schnellen Laufzeit. Die Beine waren vom harten Training angeschlagen, dazu das hohe Anfangstempo vom Radfahren. Zum Glück war es nicht heiss. Ich konnte gerade mal mit einem Schnitt von 4:22 laufen, dazu kam noch, dass der km 3-4 um eine Minute länger war als die anderen km (das sollte vielleicht die fehlenden Meter vom Schwimmen kompensieren *g*?), aber wieder: für alle die gleichen Voraussetzungen.

Ich erreichte als 27. von ca 160 gestarteten Teilnehmern das Ziel mit einer Zeit von 1:07:35. Beim Laufen wäre vielleicht noch ein klein wenig drinnen gewesen, aber ich war froh, dass ich überhaupt ins Ziel kam, beim Schwimmen wäre mit einem geschlossenen Zipp definitiv mehr drinnen gewesen. Trotz allem, ein toller Bewerb, eine super Stimmung, tolle Musik und eine hervorragende Moderation! Nächste Jahr seht ihr mich wieder! Auch Gerhard war mit meiner Zeit sehr zufrieden, das freut mich.

Der nächste Bewerb steht schon an, am Samstag in Pöttsching, 800/36/8. Die Radstrecke bin ich bereits abgefahren, wow, das wird anstrengend! Und die Wettervorhersage sieht auch nicht so "rosig" aus, für Samstag werden 30°C erwartet. Ich lass mich überraschen und freue mich schon darauf!

Bis zu meinem nächsten Bericht mit hoffentlich keinen Pannen (in Pöttsching wird es zu 99% auch Neoverbot geben) wünsche ich euch viel Spass,
Markus!

Samstag, 8. August 2009

Neue Reize...

...nicht was ihr vielleicht denkt, heute geht es um Trainingsreize.

Es ist zwar "schön", immer im gleichen Tempo zu schwimmen, Rad zu fahren und zu laufen, trainingstechnisch aber nicht sinnvoll. Daher sind immer wieder neue Trainingsreize gefragt.

Beim Ironman Austria vor einem Monat haben mein Trainer Gerhard Brandl und ich festgestellt, dass die Radleistung nicht gerade berauschend war, um es mal sanft auszudrücken. Ich hätte mir mehr erwartet, aber es sollte halt nicht sein. Daher lag mein Trainingsschwerpunkt in den letzten 3 Wochen auf dem Rad, wo ich jede Woche 4 bzw 5 Radeinheiten auf dem Plan hatte. Mal lange Ausfahrten im gemütlichen Tempo, mal lange im etwas schärferen Tempo, kurze, knackige Einheiten usw. In der ersten Woche, als ich 5 Radeinheiten auf dem Plan sah, war ich nicht gerade erfreut, aber ich will ja besser werden. Mittlerweile habe ich mich schon daran gewöhnt, und ich denke, die Radform wird tatsächlich besser.

Vorgestern hatte ich eine richtige knackige Radeinheit auf dem Plan, wo Gerhard mich "gelinkt" hat (er hat sich in der Zeit verrechnet). Angegeben waren 90 Minuten, erst knapp vor dem losfahren, wo ich den Inhalt der Einheit studiert habe, kam ich drauf, dass sich das nicht ausgeht, dass die Einheit in etwa 135 Minuten dauern wird. Nachdem ich diesen Schock verdaut hatte, kam der nächste. Eine Intervalleinheit mit dem Rad in den Bergen, 8 Intervalle, jeweils 4 Minuten KaI, dann 2 Minuten einen Sprint wie bei einer Bergankunft und 4 Minuten locker. Die 4 Minuten locker waren noch am angenehmsten ;-). Aber während der Einheit kam dann doch etwas Freude auf, denn es ging nicht mal so schlecht. War zwar sehr anstrengend, vor allem die 2 Minuten Sprint jedes mal, aber es hilft (hoffentlich).

Ausserdem habe ich mit Gerhard ausgemacht, dass wir an meinem Lauftempo arbeiten. Fernziel ist, dass ich die 10km unter 40:00 laufe (bisherige Bestzeit 41:58). Dafür sind auch wieder Intervalle notwendig... Derzeit ist es so, dass ich den km nicht unter 4:00 schaffe, egal was ich versuche. Mein MaxPuls auf dem Rad liegt bei 173, also beim Laufen bei ca 183. Aber ich habe beim Laufen bisher maximal 165 erreicht, 170 noch nicht mal angekrazt oder überschritten. Daher muss da der Hebel angesetzt werden, damit, so Gerhard, der 4 mmolschwellwert so nah wie möglich an den Maximalwert gebracht wird. Darum war diese Woche eine harte Laufintervalleinheit dran, 8x 4 Minuten Puls 172, 2 Minuten Puls 178, 4 Minuten locker.

Leute, ich sage euch, das war hart (und nicht wirklich möglich :-()). Bei den ersten beiden Intervallen schaffte ich zwar den Puls 172, aber die 178 sind noch weit entfernt. Ab dem 3. Intervall kam ich gerade mal auf einen Puls zwischen 165 und 170. Das heisst, hier ist noch viel Handlungsbedarf. Da Gerhard das Wochenende in Kärnten verbringt, habe ich ihm noch nicht geschrieben, dass ich die Vorgaben nicht erfüllen konnte. Bin schon gespannt, was er mir antworten wird, wenn ich ihm am Montag davon berichten werde.

Diese Woche war sehr anstrengend, sah auf den ersten Blick nicht danach aus, war aber anders. Jetzt, wo ich die Einheiten alle hinter mir habe, kann ich sagen, so schlecht war es auch nicht. Während der jeweiligen Einheit kommen einem alle möglichen Gedanken ;-), aber danach hat man doch ein gutes Gefühl.

Morgen starte ich in Fürstenfeld bei einem Sprintbewerb (400/22/5), darauf freue ich mich schon sehr. Der erste Bewerb nach dem Ironman, der erste Bewerb seit einem Monat. Das Wetter dürfte auch nicht so schlecht sein: es soll 22°C haben und kein Regen. Also genau mein Wetter.

Ich freu mich schon euch das nächste Mal von diesem Sprintbewerb erzählen zu dürfen und wünsche euch ein schönes Wochenende,
Markus!

Dienstag, 28. Juli 2009

Saisonhöhepunkt 3, Podersdorf

Die ersten beiden Saisonhöhepunkte sind vorbei, vorige Woche begann die Vorbereitung für den 3. Saisonhöhepunkt.

Höhepunkt 1 war St. Pölten, 24.5.2009, ein Halbironman. Mit diesem Bewerb war ich nicht zufrieden, da ich auf Grund von Magenschmerzen am Ende des Radfahrens sehr geschwächelt hatte und beim Laufen dann sehr grosse Schwierigkeiten hatte. Dennoch konnte ich meine Zeit gegenüber dem Vorjahr um 16 Minuten verbessern.

Höhepunkt 2 war der Ironman Austria in Klagenfurt am 5.7.2009. Es war sehr heiss, die Bedingungen waren um vieles schwieriger als im Jahr zuvor (was man auch an den vielen Ausfällen sehen kann), aber dennoch konnte ich auch hier meine Zeit um 14 Minuten verbessern. Eigentlich wollte ich unter 11 Stunden bleiben, ist nichts draus geworden, ich war froh, dass ich ins Ziel gekommen bin.

Höhepunkt 3 wird die Halbdistanz in Podersdorf am 29.8.2009 sein. Nach Klagenfurt hatte ich 2 Wochen Regeneration, in der zweiten Regenerationswoche hatte ich nur 6:30 am Plan stehen. Doch schon die dritte Woche nach Klagenfurt hatte es in sich, von 6:30 wurde die trainingswirksame Zeit (wie Gerhard es nennt) auf 17:40 erhöht. Das war anstrengend. Noch dazu wo ich jetzt vermehrt auf Grund meiner schlechte Radleistung auf dem Rad verbringen muss. Vorige Woche und diese Woche je 4 Radeinheiten, davon 2 lange Einheiten und 2 kurze, knackige Einheiten. Aber ich habe es selbst so gewollt, denn am Rad habe ich die wenigsten Fortschritte gemacht. Die Zeit, die ich beim Schwimmen schneller bin als andere (wie z.b. Gerhard), die verliere ich wieder beim Radfahren. Und nach dem Rad habe ich mich so verausgabt, dass auch das Laufen darunter leidet. Daher vermehrte Radeinheiten.

Vorige Woche und auch diese Woche hat mir Gerhard insgesamt 9 Trainingseinheiten auf den Plan geschrieben, ich merke schon, wie der Körper wieder positiv auf diese Reize reagiert.

Nächste Woche steht ein Sprintbewerb auf dem Plan, die Woche darauf eine Mischung zwischen Sprint- und Kurzdistanz, dann ein Wochenende frei, und danach Podersdorf.

Jetzt freue ich mich schon auf den Sprintbewerb nächste Woche, meine Form scheint nicht so schlecht zu sein.

Ich wünsche euch einen schönen Abend, genießt das derzeitige schöne Wetter mit den warmen Temperaturen, der nächste Winter, wo wir wieder im dunkeln trainieren müssen, kommt bestimmt.

Markus!

Samstag, 18. Juli 2009

Sitzposition

Da ich diese Woche noch eine Regenerationswoche hatte (nur 6:40 Training), habe ich die Zeit genützt, und habe bei Gerhard Brandl meine Sitzposition neu einstellen lassen.

Beim Radfahren habe ich bei längeren Ausfahrten nach ungefähr 3 Stunden immer Probleme mit dem rechten Knie bekommen, die aber, sobald ich vom Rad abgestiegen bin, sofort wieder weg waren. Laut Gerhard entstehen diese Probleme wenn entweder der Sattel zu hoch (in den wenigsten Fällen) oder zu tief eingestellt ist. Bei mir war der Sattel um einen halben cm zu hoch eingestellt und etwas zu weit hinten. Das war das erste was wir verändert haben, die Sattelspitze wurde da auch gleich etwas abgesenkt.

Weiters passte der Vorbau nicht. Die Extensions waren zu weit vorne und etwas zu hoch, das bewirkte, dass ich nicht den sogenannten "Katzenbuckel" am Rad hatte, sondern ein Hohlkreuz. Die Extensions wurden also etwas zurückgenommen, ebenso die Schalen auf denen die Unterarme aufliegen. Die Enden der Extensions, die Seite, wo die Schalthebel angebracht sind, wurden nach unten gesenkt, was allerdings gewöhnungsbedürftig ist, da man das Gefühl hat, dass man nach vorne rutscht.

An den Schuhplatten musste nichts verändert werden, da ich hier keine Probleme habe. Die erste Ausfahrt war eine 30 min Ausfahrt, da kann man noch nicht viel sagen. Gestern dann der erste richtige Test, eine 3:30 Ausfahrt. Je länger die Ausfahrt dauerte, umso besser wurde es, allerdings gegen Ende machte sich dann die neue ungewohnte Position doch im Negativen bemerkbar. Ist aber auch klar, der Körper muss sich erst daran gewöhnen. Was aber positiv aufgefallen ist, ist, dass ich jetzt das Gefühl habe, mehr Druck mit der gleichen Anstregung auf das Pedal bringen zu können.

Bin gespannt, wie es mit der neuen Position weitergeht, nächste Woche stehen einige längere Ausfahrten am Plan, da wird sich schon einiges zeigen.

Hier noch ein Link:
http://www.all-gebra.at/fragen_und_antworten.php

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende,
Markus!

Mittwoch, 15. Juli 2009

Ironman Austria 2009, Teil2, Wettkampftag

Am Sonntag dem 5.7.2009 war es endlich soweit, der lang herbeigesehnte Wettkampftag!

Um 3:30 wollte ich aufstehen, um 3:00 war ich schon munter, blieb aber noch bis knapp vor 3:30 im Bett liegen. Leise schlich ich mich aus dem Bett raus ins Badezimmer, wo ich mir am Vorabend schon alles zurechtgelegt hatte. Schnell die Morgentoillette erledigen, die beiden 1 1/2 Literflaschen mit Wasser anfüllen, anziehen, alles packen und leise aus dem Zimmer raus, damit Marion noch weiterschlafen kann.

Im Auto versuchte ich dann den Morgen zu geniesen. Welches Wetter wir an diesem Tag haben werden konnte ich in der Dunkelheit noch nicht sagen, aber was ich sagen konnte war, dass es nicht kalt ist und nicht regnet.

Ich bin dann mit dem Auto aus Pörtschach rausgefahren und in einer Bushaltestelle stehengeblieben, um das erste Frühstück zu mir zu nehmen. Es war ein guter Maxim Kuchen, gefüllt mit einer Diätmarmelade. Diesen Frühstückstip bekam ich von Gerhard, vielen Dank dafür, das ist genau mein Frühstück. Ich liebe es zum Frühstück etwas süsses zu essen, und dieser Kuchen ist wirklich hervorragend. Nach dem ersten Frühstück fuhr ich weiter nach Klagenfurt. Da ich schon so früh dran war habe ich gleich bei der Abfahrt rechts, wo auch die VIPs parken durften, einen Parkplatz ergattert, und somit hatte ich nicht so weit bis zur Wechselzone.

Schön langsam wurde ich munter und begann den Tag zu geniesen. In aller Ruhe befüllte ich meine Trinkflaschen, packte alles zusammen was ich noch für das Rad und die Wechselsäcke benötigte, und verspeiste das letzte Stück von meinem Kuchen. Mit der Luftpumpe und einer prall gefüllten Tasche verließ ich das Auto und ging Richtung Wechselzone. Voriges Jahr war ich auch knapp vor 5:00 bei der Wechselzone, da spielte schon laut die Musik. Dieses Jahr scheinen einige verschlafen zu haben ;-), es spielte noch keine Musik und es war noch ziemlich dunkel, aber es waren schon eine Menge Athleten anwesend. Erst so 5 Minuten nach 5:00 öffnete die Wechselzone, aber alles kein Problem, es war ja noch genügend Zeit. Nachdem ich meine Wechselsäcke befüllt und das Rad hergerichtet hatte, schaute ich mir nochmals die Wege an, und ging danach zurück zum Auto, damit ich die Tasche und die Luftpumpe reinlegen kann und mich anziehen kann.

Leute, ich war an diesem Tag topmotiviert und voll darauf eingestellt und auch fest davon überzeugt, dass ich eine Zeit unter 11:00 schaffen werde. Dieser Gedanke kam mir die ganze Zeit immer wieder! Als ich dann vom Auto zum Schwimmstart ging, musste ich nochmals auf's WC. Dazu ging ich in die Ironcity, wo noch nicht soviele Leute waren. Das änderte sich aber binnen Minuten, aber da hatte ich es zum Glück schon hinter. Vor dem Eingang zum Schwimmen waren schon eine Menge Leute, viele Athleten und sehr viele Zuschauer. Ich versuchte ein etwas ruhigeres Plätzchen zu finden, damit ich mich aufwärmen kann und auch den Neo anziehen kann. Beim Aufwärmen sah ich, wie 3 Kamerateams herumliefen und die Athleten beim Aufwärmen filmten. Als sie mich bei meinen Schwimmaufwärmungsübungen, oder den Versuchen davon, entdeckten, standen sie auch schon bei mir. Ist das peinlich, eine Zeit lang kann man reinlächeln, aber irgendwann vergeht einem das Lächeln ;-). Als ich dachte, ich habe das Filmen hinter mir, weil ich das Aufwärmprogramm beendet hatte, stand schon wieder ein Team da und filmte mich beim Anziehen meines Neos. Zum Glück haben die bald bemerkt, dass sie damit einen Abend füllen konnten, so lange benötige ich immer dabei, und gingen bald wieder.

Endlich war Einlass, es war bereits 6:30, und ich suchte mir einen Startplatz. Wie von Gerhard vorgeschlagen stellte ich mich ganz rechts in die erste Reihe. Man hatte eine gute Aussicht, eine Menge Profis kamen vorbei, tolle Musik, tolle Stimmung. Die 30 Minuten vergingen wahnsinnig schnell, auf einmal ertönte schon der Startschuss. Leider war das Band, das vor uns gespannt war, noch immer nicht in der Höhe, aber die, die hinter uns standen, wussten das nicht und stürmten nach vor. Daher wurden wir in der ersten Reihe förmlich überrannt und unsere tolle Startposition war weg. Ca 1km herrschte ein grosses Gedränge, dann lichtete es sich etwas, aber knapp vor der ersten Boje wurde es wieder eng. Danach ging es lockerer dahin bis zur Boje, wo wir dann wieder zurückschwimmen mussten. Ab dieser Boje stand die Sonne tief und schien uns genau ins Gesicht, so dass man nichts sehen konnte. Ein Teil schwamm rechts, ein Teil links, beide Teile in etwa 50m auseinander. Und ich in der Mitte. Das Positive: ich hatte Platz. Aber leider nur bis zum Eingang Lendkanal, dort staute es und ich musste kurz stoppen. Beim neuerlichen Anschwimmen bekam ich einen Krampf in der linken Wade. Die nächsten 100m schwamm ich daher ohne Beinschlag, was auch half, denn der Krampf verschwand. Im Lendkanal war es dann sehr eng, an überholen war nicht mehr zu denken, also in der Masse schwimmen, Kräfte sparen.

Nach 1:11:56 stieg ich aus dem Wasser, um 1:25 schneller als im Vorjahr, aber dieses Jahr war der Schwimmausstieg ca 50m nach dem Schwimmausstieg vom Vorjahr. Ich war dennoch zufrieden mit meiner Schwimmleistung. Der Wechsel war fast sensationell (für meine Verhältnisse), ich hatte keine Probleme und war nach 3:38 (6:40 im Vorjahr) draussen.

Jetzt war es schon heiss, keine Wolke, kein Lüftchen, blauer Himmel. Am Rad wollte ich unter 5:30 bleiben und versuchte daher schon in der ersten Runde Gas zu geben. Am Anfang ging es super, doch nachdem ich den ersten Powerbarriegel zu mir nahm begannen wieder die ersten Magenprobleme. Je mehr ich vom Riegel ass, um so stärker die Probleme. Daher entschloss ich mich nach ca 70km nichts mehr vom Riegel zu essen und mich nur noch flüssig zu ernähren. Das ging auch auf, die Magenprobleme verschwanden sehr schnell. Die erste Runde absolvierte ich in 2:41, lag daher voll in der Zeit. Doch schon zu Beginn der zweiten Runde stellte ich fest, dass die erste Runde viel Kraft gekostet hat und ich nicht mehr so schnell sein werde. Von km zu km wurde ich schwächer, immer mehr Radfahrer überholten mich. Der Anstieg zum Riebnig war hart, der Rupertiberg war dann brutal. Es war extrem heiss, dazu etwas Gegenwind, und schwere Beine. Anstatt 5:30 benötigte ich für das Radfahren 5:44:42 (5:42:34 im Vorjahr). Ein herber Rückschlag, aber was soll's. Voriges Jahr war das Wetter hervorragend, weil nicht so heiss, aber dieses Jahr war das Wetter brutal.

Für den Wechsel 2 benötigte ich inklusive einem WC-Stop 5:06, um 4:26 schneller als im Vorjahr. Auf den ersten Marathonkm fühlten sich meine Beine toll an, mein Plan war, konstant 5:30 zu laufen. Am Anfang ging es toll, dann wurde ich etwas langsamer. Bald wurde ich von Hermann Aschwer überholt, der lief aber das Tempo, das ich mir vorgenommen hatte. Daher hängte ich mich an ihn an und konnte ca 25km hinter ihm herlaufen.

In Krumpendorf stand wieder Gerhard und feuerte uns, seine Schützlinge, an. Respekt vor Gerhard, bei dieser Hitze in der prallen Sonne so lange aushalten und dazu uns anfeuern, danke Gerhard, war super von dir! Beim ersten vorbeilaufen sagte ich Gerhard, dass es mir zwar gut geht, aber unter 11:00 geht sich nicht aus. Gerhard sagte mir, dass es verständlich ist bei diesen harten Bedingungen, aber das wichtigste ist zu finishen. Und trinken, trinken, trinken. Alles nehmen was ich bekommen kann und reinschütten. Was ich von da an (ca km 8) auch tat, Cola, Wasser und Iso.... Keine Gels, keine Riegel!

Die letzten 5km waren für mich die schönsten. Da ging es schon Richtung Ziel, meine Beine waren voll ok, daher "riskierte" ich etwas und legte zu und kam wieder auf die 5:30. Je näher das Ziel kam, um so leichter ging es, auf einmal war schon die letzte Labestation vor dem Zielkanal da. Freudig konnte ich den Damen an der Labe sagen, dass ich es geschafft habe und schon einbiegen kann.

Dort standen so viele Leute, das war ein Wahnsinn. Diese Stimmung, das muss man live miterlebt haben und nach einem harten Tag dort selbst reinlaufen. Die Leute jubeln einem zu, klatschen, rufen deinen Namen, strecken dir die Hände zum Abklatschen entgegen, ein Wahnsinn. Da kommen einem nochmals ganz kurz die Strapazen des Tages in Erinnerung, aber sehr schnell verfliegen diese wieder, und man geniest es, dass man es geschafft hat, im Ziel ist, ein Ironman ist. Nach ca 300m gibt es eine 90° Kurve, und danach geht es nochmals in etwa 200m Richtung Ziel. Dort sind dann die Tribünen aufgestellt, man sieht die Zeit. Das tolle an diesem Zielkanal ist, man kann den Einlauf geniesen. Jeder hat das Recht, dieses kurze Stück in vollen Zügen zu geniesen und man braucht nicht darauf zu achten, ob man noch überholt wird oder nicht. Ob man 850. oder 851. wird es ja egal, aber diesen schönen Moment hat man mindestens bis zum nächsten Ironman im Gedächtnis.

Ich finishte in 11:17:19 (11:31:17 im Vorjahr). Das Ziel Sub 11 konnte ich nicht erreichen, Gerhard hätte mich auf 10:45 eingeschätzt, aber bei diesen Bedingungen und dieser schlechten Radleistung war nicht mehr drinnen. Dennoch bin ich zufrieden! Im Ziel wartete dann schon Marion auf mich. Voriges Jahr war sie nicht im Ziel, aber heuer schon, was mich sehr freute. Nachdem ich mich erfrischt hatte, mein Finishershirt und die Urkunde geholte hatte, fuhren wir nach Pörtschach zurück und gingen auf ein gutes Nachtmahl: ein Wiener Schnitzel. So lange hatte ich keines mehr gegessen, war das gut.

Im Bett ließ ich nochmals den Tag Revue passieren und schlief sehr bald ein. Am nächsten Morgen spürte ich meine Waden, aber es war nicht so arg. Ich konnte endlich das Frühstück geniesen. Danach packten wir uns zusammen und fuhren nach Velden um etwas zu bummeln. Leider begann es dann zu regnen, daher beschlossen wir, nicht zur Finisherparty zu gehen und fuhren nach Hause.

Liebe Leute, man kann den Wettkampftag nur ganz schwer beschreiben. Es ist nicht einfach all die Gefühle wiederzugeben, die ich hatte. Die Schmerzen, die Hitze, aber auch die Freude. Man muss das selbst erlebt haben. Und wenn man es erlebt hat, dann weiss man wofür man so hart, so lang und so viel trainiert hat. Und vergesst eines nicht: sagt euren liebsten Danke sehr, Danke, dass sie es euch ermöglicht haben, dass sie euch trainieren lassen haben, dass sie zu euch gestanden sind, und dass sie sich mit euch mitgefreut haben!

Ironman Klagenfurt 4.7.2010, ich bin wieder dabei!

Montag, 13. Juli 2009

Ironman Austria 2009, Teil1

Der Ironman Austria 2009, Sonntag dem 5.7.2009, ist Geschichte, und ich war dabei.

9 Monate Vorbereitung waren dazu notwendig, um beim Ironman Austria teilzunehmen, und es war ein tolles Ereignis, auch wenn ich die angestrebte Zielzeit nicht erreicht habe. Aber dazu etwas später mehr.

Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll, so viele schöne Eindrücke habe ich von dem verlängerten Wochenende aus Klagenfurt mitgenommen. Daher ist es am Besten, wenn ich chronologisch beginne, also mit der Anreise am Freitag.

Am Freitag ging die Reise um 6:00 morgens los. So früh deshalb, weil im Osten Österreichs die Sommerferien an diesem Tag begonnen haben, und wir nicht in einen Stau kommen wollten. Weiters war auch schönes Wetter angesagt, und wir wollten in Kärnten den ganzen Freitag geniessen können. Als wir um 9:00 in Pörtschach ankamen, war es ziemlich frisch. Es war bewölkt, der Wind ging und es hatte gerade mal 15°C. Zum Glück war das Zimmer schon frei, so konnten wir unsere Sachen auf das Zimmer hochbringen und in Ruhe Frühstücken gehen. Gegen 11:00 ist es dann sehr schön geworden, die Sonne zeigte sich und es wurde richtig warm. Unsere Pension besitzt eine Liegwiese direkt am Wörthersee, dazu mussten wir nur die Promenade, einen Weg von ca 2m Breite, queren, und wir waren dort.

Von der Pension werden kostenlos Liegen und Sonnenschirme zur Verfügung gestellt, was diese Pension natürlich noch attraktiver macht. Das tolle Frühstücksbuffett darf natürlich nicht unerwähnt bleiben! Nachdem wir es uns gemütlich gemacht hatten, ging es in den schönen Wörthersee. Der Wörthersee hatte an diesem Wochenende 23°C und war wie immer wunderschön. Gegen 13:00 wurde es dann dunkel und ein Gewitter zog auf. Schnell alles wegräumen, wir nützten die Gelegenheit und sind Mittagessen gegangen. Nach 30 Minuten war das Gewitter vorbei und das Wetter zeigte sich wieder von der schönsten Seite. Bis 16:00 konnten wir den herlichen Tag auf der Liegewiese geniessen, dann ging es ab nach Klagenfurt.

Bis 17:00 war die Registrierung offen, ab 18:00 war die Pastaparty. Um 16:45 waren wir bei der Registrierung, da war schon oder noch eine Menge los. Es dauerte ca 15 Minuten (also doch nicht so lange wie erwartet), bis ich meine Startunterlagen und das Anmeldegeschenk, ein Radshirt, hatte. Die verbliebene Zeit bis zur Pastaparty nutzte ich mit einem kurzen Bummel durch die Ironcity, die Expo, während Marion es vorzog, sich auf einer der vielen aufgestellten Sitzmöglichkeiten auszuruhen. Ich musste zudem noch eine Ticket für Marion für die Pastaparty kaufen.

Voriges Jahr waren wir in einer langen Schlange vor dem Zelt, wo die Pastaparty stattfand, angestellt und mussten ca 30 Minuten warten. Heuer gingen wir etwas früher zum Zelt und es war keine Schlange. Es wurde auch etwas anders gehandhabt, voriges Jahr gab es ein Buffett, heuer wurde das Essen an den Tisch gebracht. Da wir früh anwesend waren, hatten wir uns einen schönen Platz an der Seite ausgesucht, wo wir genügend Frischluft hatten (im Zelt war es auf Grund der warmen Temperaturen während des Tages ziemlich heiss). Immer wenn ein Tisch voll besetzt war, wurde das Essen serviert. Unser Tisch füllte sich zwar bis zum Ende der Pastaparty nicht, doch die Kellner hatten dennoch Erbarmen mit uns und brachten uns das Essen. Salat und Gebäck sowie die Getränke waren schon von Beginn an auf den Plätzen, die Kellner brachten uns dann Spaghetti Carbonara und Bolognese. Wie immer waren diese hervorragend.

Nach einiger Zeit wurde dann doch ein Buffett eröffnet, und dort gab es Obst sowie Kaiserschmarrn. Da wir ganz vorne gesessen sind, waren wir auch die ersten beim Buffett ;-). Auch der Kaiserschmarrn schmeckte hervorragend!

Nach dem Essen gab es eine kleine Show von dänischen Jugendlichen. Zuerst kamen die Jugendlichen mit Fahnen aller 49 startenden Nationen in das Zelt, danach zeigten sie uns eine Tanz- und Turneinlage. Den Zuschauern gefiel es so gut, dass sie sogar auf den Tischen und Bänken standen und mittanzten. Dann gab es noch ein kurzes Interview mit Marino, dem späteren Sieger des Ironmans. Auf mich machte Marino einen sehr guten, netten, freundlichen und sympatischen Eindruck!

Am Samstag war das Wetter von der Früh weg wunderschön. Wir konnten daher auf der Terrasse das Frühstück geniessen. Nach dem Frühstück habe ich noch schnell die Liegen und den Sonnenschirm hergerichtet, dann musste ich nach Klagenfurt zur Wettkampfbesprechung. Es wurde nicht viel Neues gesagt, das meiste war eh schon im Internet zu lesen, aber es ist besser, man nimmt diese eine Stunde teil, als man versäumt etwas wichtiges. Und man trifft dort genügend Leute, die man kennt und mit denen man tratschen kann. Nach der Wettkampfbesprechung nutzte ich noch die Möglichkeit für einen weiteren Bummel durch die Ironcity.

Für Samstag hat mir Gerhard freigelassen, ob ich noch einen Minischwimmeinheit und/oder Laufeinheit durchführe. Ich habe, nachdem ich von der Wettkampfbesprechung zurückgekommen bin, eine kurze Schwimmeinheit durchgeführt, wo ich versucht habe, ca 25m hart anzuschwimmen, und danach nur mehr locker, um das Wassergefühl zu bekommen.

Gegen 13:00 begann es wieder zu regnen, was wir wieder für das Mittagessen nützten. Nach 30 Minuten wurde es wieder wunderschön. Um 15:00 musste ich nochmals nach Klagenfurt, denn da ging es dann richtig los, da startete für mich der Bikecheckin. Die Parkplätze waren schon fast alle belegt, ich hatte einen Fussweg von ca 10 Minuten vom Auto zum Checkin. Natürlich konnte ich beim hinfahren vom Auto zum Checkin noch mit dem Rad fahren, aber zurück musste ich dann zu Fuss gehen. Wie schon im vorigen Jahr ging der Checkin sehr schnell. Es waren nicht viele Athleten dort, man konnte sich in Ruhe die ganzen Wege anschauen. Zum Glück hatte ich meine Lauf- und Radschuhe nicht in den Wechselsack bzw auf das Rad gegeben, denn am Abend ging nochmals ein Regen nieder.

Nach dem Checkin holte ich Marion von der Pension ab, und wir machten einen Ausflug nach Velden, damit Marion etwas bummeln konnte. Dort gab es dann auch das Nachtmahl in Form eines Toastes. Den Abend haben wir in Pörtschach in einer kleinen Bar an der Promenade ausklingen lassen, Marion mit einer Bowle, ich mit einem Apfelsaft gespritzt. Um 21:00 ging es dann ins Bett um vielleicht doch noch ein wenig zu schlafen, was auf Grund der Anspannung nicht so einfach war. Ich schaffte es aber dennoch einige Stunden zu schlafen, gegen 3:00 war ich dann schon munter, um 3:30 war es dann soweit, ich musste aufstehen.

Wie es am Renntag weiterging in Kürze im nächsten Post. Anbei noch 3 Fotos, das erste zeigt eine Hälfte der leeren Wechselzone am Freitag Abend, das zweite Foto entstand bei der Pastaparty, das dritte Foto zeigt einen kleinen Teil der Expo.