Hobbytriathlet Markus Counter / Zhler

Sonntag, 19. Dezember 2021

Bei kalten Temperaturen mit dem Rennrad auf der Straße fahren

Ich habe zu diesem Thema bereits mal geschrieben, ob ich bei kalten Temperaturen, also im Winter, mit dem Rennrad auf der Straße unterwegs bin.

Das war mal so, dass ich auch im Winter fast jede Radeinheit im Freien durchgeführt habe, aber mit dem Alter ändert sich so einiges. Man wird bequemer, das heißt, ich will mich nicht mehr bekleidungsmäßig so anwurschteln beim Rad fahren, man wird empfindlicher, das heißt, ich will mir nicht mehr die Finger und Zehen in der Kälte beim Rad fahren bei 0°C abfrieren, man wird fauler, das heißt, ich habe im Winter, wenn es kalt und nass ist, keine Lust mehr, mit dem Rad 3 Stunden oder länger im Freien zu fahren. 

Ich könnte noch eine Menge mehr Ausreden finden, warum ich im Winter fast nicht mehr im Freien mit dem Rad fahre, aber für mich selbst habe ich herausgefunden, dass ein Radtraining auf der Rolle im Winter effektiver ist. Achtung, das habe ich für mich herausgefunden. 

Gerade im Winter ist es bei mir so, dass ich beim Rad fahren im Freien zu 99% im unteren Grundlagenbereich herumgondle. Bei langen Ausfahrten macht das ja noch ein wenig Sinn, wenn man sich im GA1-Bereich befindet, aber auch da sollte man nicht permanent im unteren Bereich sein. Wenn ich jedoch auf der Rolle unterwegs bin, dann bin ich auch die meiste Zeit im GA1-Bereich unterwegs, jedoch nicht im unteren Bereich. Dazu kommen durch Sprints, Bergwertungen usw. noch Spitzen hinzu, die dann das Salz in der Suppe sind. 

Ab Jänner werde ich wieder Zwifttrainingspläne durchführen, damit ich spätestens im März soweit so fit bin, dass ich im Freien schon gut unterwegs sein werde. Mir werden zwar die langen Einheiten fehlen, jedoch durch lange Laufeinheiten wird sich das kompensieren, ich gehe davon aus, dass ich spätestens Anfang April auch wieder für lange Radeinheiten fit sein werde.

Mein Fokus liegt in dieser Saison jedoch nicht auf lange Trainingseinheiten, da ich auch im Jahr 2022 an keinen längeren Wettkämpfen, sprich nicht an Lang- oder Mitteldistanzen, teilnehmen werde. Mein Fokus liegt darauf, dass ich über kürzere Strecken (Sprint- und Kurzdistanzen) schneller werde, was aber gerade in meinem Alter schwer werden wird. Aber das ist mein Ziel.

Auch wenn ich auch in diesem Winter wieder viel auf der Rolle trainieren werde, werde ich dennoch ab und zu einige Radeinheiten im Freien durchführen, und zwar dann, wann wir ein schönes Wetter haben und es mich überkommt. Derzeit sieht es jedoch nicht danach aus....

Sonntag, 12. Dezember 2021

Fehlende Motivation?

Es wird spät hell und früh finster, es ist kalt, das Wetter ist mies und nass, da kann es schon vorkommen, dass mal die Motivation fehlt, gerade um diese Jahreszeit. Aber ist das nicht ein Luxusproblem?

Es gibt viele Menschen, die froh wären, wenn sie überhaupt nur etwas Sport betreiben könnten. Menschen mit einem körperlichen Gebrechen, Menschen, die aus finanziellen Gründen keine Zeit für Sport haben, und auch nicht über die nötigen Mittel verfügen, Menschen, die aus Zeitgründen keinen Sport betreiben können, weil sie Angehörige pflegen müssen, Menschen, die mit ganz anderen Problemen konfrontiert werden, wie z.B. Krieg, Verfolgung auf Grund ihrer politischen Einstellung, Herkunft, Religion, oder weil sie einer Minderheit angehören, usw. 

Man könnte hier eine lange Liste erstellen, warum wir privilegiert sind, Sport betreiben zu können und dürfen, und sehr viele Menschen dies nicht tun können. Wenn wir mal darüber klagen, dass wir keine Motivation für den morgendlichen Lauf haben, dann sollten wir mal darüber nachdenken.

Ich gebe zu, auch mir geht es gerade in dieser Zeit so, dass mir des öfteren die Motivation fehlt. Auch ich denke mir des öfteren, man, ich will heute nicht aus dem warmen Bett in die Kälte zum Laufen. Aber gerade in diesen Momenten sollten wir darüber nachdenken, wie gut es uns geht, dass wir überhaupt Sport betreiben dürfen. 

Was können wir aber noch machen, damit wir wieder motiviert werden, uns sportlich zu betätigen? Für mich ist es motivierend, wenn ich während des Lauftrainings wunderschöne Sonnenaufgänge sehen darf. Man muss dafür nicht in den Urlaub ans Meer fahren, auch bei uns in Österreich gibt es wunderschöne Sonnenaufgänge.

Oder man kann sich damit motivieren, indem man sich kleinere Ziele setzt. Beim Radtraining auf der Rolle, wo man sich bei den Sprint- und Bergwertungen verbessern will, beim Lauftraining, wo man seine täglichen Laufstrecken verlässt und ganz woanders hinläuft, oder wenn man ab und zu einen Berg hochläuft, soferne man diese Möglichkei hat. Oder man kann sich beim Laufen und auch beim Rad fahren die Strecken in Segmente einteilen, und versuchen, auf den einzelnen Segmenten schneller zu werden. Oder man lässt bewusst des öfteren die Uhr oder den Radcomputer zu Hause, läuft oder fährt mit dem Rad eine komplett neue Runde solange es Freude macht, bis man umkehrt und nach Hause fährt. Auch kann man mal die eine oder andere Woche ganz bewusst auf einen Trainingsplan verzichten, und eine Woche nach Lust und Laune einführen.

Es gibt viele Möglichkeiten seine Motivation zu steigern, aber wir dürfen nie vergessen, wie privilegiert wir sind, dass wir die Möglichkeiten haben, Sport zu betreiben, denn es gibt sehr viele Menschen, die auf Grund anderer Probleme nicht einmal an Sport denken.

Sonntag, 5. Dezember 2021

Der erste Block ist geschafft

Der erste Trainingsblock für die neue Saison ist geschafft. 3 Wochen Belastung, 1 Woche Regeneration. Obwohl die 3 Belastungswochen nicht sehr anstrengend waren, habe ich dennoch diese Regenerationswoche gemacht, damit der Rythmus wieder kommt.

In dieser Regenerationswoche habe ich nur 4x trainiert, 2x laufen und 2x Rad fahren. Alles ganz locker und nach Lust und Laune. Das Rad fahren habe ich auf der Rolle durchgeführt, wobei ich bei Zwift bei den Wertungen etwas Gas gegeben habe, um einige Spitzen einzubauen.

Gestern, Samstag, habe ich bei 2 Bergwertungen jeweils das Bergwertungstrikot ergattern können, ebenso bei einer Sprintwertung das Sprintertrikot, bei der zweiten Sprintwertung wurde ich Fünfter. Beim Laufen bin ich jedoch noch auf der langsamen Seite unterwegs, um keine Verletzungen zu riskieren, was sich aber bald ändern wird.

Sonntag, 28. November 2021

Grünes Sprinttrikot bei Zwift

Ich habe es geschafft, am Donnerstag habe ich mir auf Zwift in London das grüne Sprinttrikot geholt! Und das in der erst dritten Trainingswoche.

Seit drei Wochen bin ich nun also wieder im Training. Der Puls hat sich jetzt wieder normalisiert, jedoch das Tempo, vor allem beim Laufen, ist noch nicht sonderlich hoch. Das ist auch nicht das Ziel in den ersten vier Wochen, dass das Tempo hoch ist, denn in den ersten vier Wochen geht es mir hauptsächlich darum, wieder in einen Rythmus zu kommen, um mich wieder schön langsam an das Training und die Belastung zu gewöhnen. 

Zur Zeit geht also alles noch recht ruhig von statten, jedoch gerade am Rad, wenn ich auf Zwift unterwegs bin, kann ich es nicht sein lassen, und gebe regelmäßig bei der einen oder anderen Wertung mächtig Gas. Es handelt sich dabei jedoch nur um kurze Spitzen, die nicht schaden, aber die Psyche freut sich über diese kleinen Erfolge.

Sonntag, 14. November 2021

Endlich wieder im Training

Nach 3 Wochen absoluter Sportpause, welche ich wirklich dringend benötigt habe, bin ich seit dieser Woche wieder im Training. Insgesamt 5 Einheiten, 3x für jeweils 1 Stunde am Rad, und 2x laufen. Alles nach Lust und Laune, ohne Vorgaben. 

Ich habe diese erste Trainingswoche sehr genossen, es hat richtig gut getan, endlich wieder sportlich aktiv zu sein. Die Radeinheiten habe ich im Keller auf der Rolle absolviert, wo ich es auf Zwift bei der einen oder anderen Wertung ein wenig krachen lassen habe, danach habe ich doch ein bisschen die Oberschenkel gespürt.

Beim Laufen gehe ich es hingegen sehr gemütlich an. Hier bin ich vorsichtig, damit ich nicht gleich zu Beginn eine Verletzung riskiere, daher bin ich im gemäßigten und gleichmäßigen Tempo unterwegs.

Der Puls war diese Woche noch extrem hoch, was aber nach einer dreiwöchigen Pause, wo ich überhaupt keinen Sport gemacht habe (mal abgesehen vom Tanzen), logisch ist. In der kommenden Woche sollte sich der Puls hoffentlich schön langsam wieder einpendeln.

An Schwimmen denke ich derzeit noch nicht, da will ich noch abwarten, bis sich das Coronageschehen wieder etwas beruhigt. Hier drängt es noch nicht, ich hoffe, dass ich dann spätestens im Frühjahr wieder schwimmen gehen kann. Das sollte reichen, um bei den Sprint- und Kurzdistanzen halbwegs gut über die Runden zu kommen.

Sonntag, 7. November 2021

Tanzen in der Tanzschule Dobner

Vor 2 Jahren haben meine Gattin und ich beschlossen, dass wir tanzen lernen. Ich war vor sehr, sehr langer Zeit (ist schon mehr als 30 Jahre her) in der Tanzschule, jedoch hängen geblieben ist davon nichts. Vor ca. 20 Jahren haben meine Gattin und ich einen Boogie Spezialkurs belegt, auch dieses Wissen ging mangels Übung sehr schnell wieder verloren.

Doch vor 2 Jahren haben wir in der Tanzschule Dobner in Bad Vöslau wieder mit dem Tanzen begonnen. Der Chef selbst hat den Einsteigerkurs abgehalten, und er hat es geschafft auch mir Untalentiertem das Tanzen beizubringen und die Freude am Tanzen zu wecken. Wir haben danach den Fortgeschrittenenkurs absolviert, wo der Chef der Tanzschule abermals hervorragende Leistung erbracht hat, denn auch hier habe ich nicht jämmerlich versagt und konnte sehr viel mitnehmen.

Durch Corona kam es in unserer "Tanzkarriere" leider zu einer Unterbrechung, doch Ende August diesen Jahres haben wir wieder unser Tanzprogramm aufgenommen und zuerst einmal an einem 2tätigen Auffrischungskurs teilgenommen.

Nach dem Auffrischungskurs ging es für uns sofort über in einen Discofoxkurs. Auf unserer Kreuzfahrt mit AIDA Anfang März 2020, die letzte vor Corona, haben wir am Schiff das Angebot einer Gratislehrstunde im Discofox wahrgenommen, und es hat uns gefallen. Daher Anfang September diesen Jahres ein Discofox Einsteigerkurs, wieder in der Tanzschule Dobner. Da auch bei diesem Kurs vom Tanzlehrer sehr gute Arbeit geleistet wurde, haben wir uns nach dem Einsteigerkurs sofort zum Fortgeschrittenenkurs angemeldet und erfreuen uns nun sehr am Discofox.

Die Tanzschule Dobner bietet auch sehr viele Übungsabende, Perfektionen, an, die aber nicht nur am Abend, sondern zum Teil auch nachmittags durchgeführt werden. Bei diesen Perfektionen kann man das Erlernte in aller Ruhe üben, in einem großen Saal mit passender Musik, und mit einem anwesenden Tanzlehrer, der immer mit Rat und Tat zur Seite steht, aber auch der Chef selbst ist des öfteren anwesend. Meine Frau und ich nutzen diese Möglichkeit, um unser erlerntes Tanzwissen nicht wieder zu verlieren. 

Mit gerade mal 6 Euro pro Person hat man eine sehr kostengünstige Gelgenheit tanzen zu gehen, und dabei von sehr guten Tanzlehrern unterstützt zu werden. Vor kurzem haben wir erst ein Ehepaar bei so einer Perfektion kennengelernt, die 3x in der Woche diese Gelegenheit Tanzen zu üben in Anspruch nehmen, und das in einem Alter von 80 und 78 Jahren! Meine Frau und ich haben nur gestaunt, wie fit dieses Ehepaar ist, wie toll sie tanzen, und dass sie keinen Tanz ausgelassen haben, sogar den Wiener Walzer perfekt getanzt haben (ein Tanz, den wir immer auslassen).

Wir fühlen uns in der Tanzschule Dobner sehr gut aufgehoben, perfekt betreut, und das wichtigste, diese Tanzschule hat es doch tatsächlich geschafft, mir das Tanzen beizubringen, was ich niemals gedacht hätte. Und vor allem haben sie es geschafft, das wir richtig viel Freude am haben. 

Eine nette Abwechslung zum Triathlontraining!

Sonntag, 31. Oktober 2021

Noch eine Woche Saisonpause

2 Wochen Saisonpause sind vorbei, und ich habe mich an diesem Wochenende entschieden, dass ich noch eine Woche Saisonpause anhängen werde. Für diese Verlängerung der Saisonpause, die ich zuerst für 2 Wochen geplant hatte, gibt es 2 Gründe. 

Der erste Grund ist, dass mich noch immer ein paar Wehwehchen plagen, die ich jetzt endlich mal richtig auskurieren möchte. Es hat wenig Sinn, wenn ich trotz der Beschwerden mit dem Training wieder beginne, und dann noch kurzer Zeit eventuell das Training wieder unterbrechen muss. 

Der zweite und wichtigere Grund ist, dass ich ganz einfach noch kein Lust und Laune verspüre, wieder in das Training einzusteigen. In dieser Woche hatte ich nicht allzuviel Zeit um an ein Triathlontraining zu denken, denn auf Grund der Herbstferien in den Schulen war ich mit meiner kleinen Enkeltochter, die nun in die erste Klasse Volksschule geht, beschäftigt, meine Frau und ich durften auf sie während der Herbstferien aufpassen. Wir machen das sehr gerne und mit großer Freude, und wenn unsere Enkeltochter bei uns ist, dann ist alles andere zweitrangig. Aber jetzt am Wochenende, wo ich mir erstmals wieder Gedanken über ein geregeltes Training gemacht habe, habe ich festgestellt, dass ich vom Kopf her noch nicht so weit bin, und noch eine weitere Woche zuwarte.

Allerdings plane ich, die dritte Woche in der Saisonpause nicht komplett unsportlich zu verbringen. Ich werde wieder mit Rumpfstabiübungen beginnen, dazu Dehnungsübungen und noch diverse andere Übungen, die ich in aller Ruhe zu Hause während der Nachrichten durchführen kann. Ziel ist es, dass ich, wie vor einigen Jahren noch, vor allem die Rumpfstabi- und Dehnungsübungen auch über die ganze neue Saison hinweg regelmäßig durchzuführen, und nicht so, wie in den  letzten Jahren, schon nach wenigen Wochen wieder "einschlafen" zu lassen.

Jetzt genieße ich vorerst noch das tolle Herbstwetter und lasse es auf mich zukommen, ob ich nach der dritten Woche Saisonpause wieder in das Training einsteigen werde, oder ob ich die Pause weiter verlängere.